Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1674544
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Sechstes 
Hauptstück. 
der Formenkreis, der sich in ihr eben so sehr aus utilitarischen 
wie technischen Grundbedingungen herausbildete, für die traditio- 
nelle Formensprache aller Künste, und ganz besonders der Bau- 
kunst, gewonnen hat; nicht nur sind die allgemeinen Grundsätze 
formaler Gliederung, und die Gegensätze zwischen den Theilen, 
die diese Gliederung ausmachen, in der Baukunst ganz die glei- 
chen mit den so eben entwickelten, auch einen grossen Theil der 
herkömmlichen Zeichen und Termen ihrer formalen Kunstsprache 
hat die genannte Kunst offenbar von der ursprünglicheren Gefass- 
kunst entlehnt. Selbst die gerade herrschende Technik des Töpfers 
hat, wie gezeigt werden wird, des Oeftern ganz unmittelbar auf 
das Aufkeimen neuer architektonischer Grundsätze eingewirkt. 
Allerdings treten hier noch andere Momente mitthätig hinzu, 
wie diess in Beziehung auf den gewaltigen Einfluss der textilen 
Künste auf das F ormenwesen der Baukunst schon im ersten 
Bande gezeigt wurde;  wie diess in Rücksicht auf Tektonik, 
Stereotomie und Mctalloteehnik noch nachgewiesen werden muss. 
Und desshalb genüge es hier, auf den engen Connex zwischen 
der Gefasskunst und der Baukunst in Rücksicht auf Gemeinschaft 
ihrer Formensprache vorläuiig hingewiesen zu haben, unter Vor- 
behalt einer Wiederaufnahme dieses wichtigen Gegenstandes, von 
allgemeinerem Standpunkte aus, nach der Besprechung der übri- 
gen technischen Künste, die uns noch obliegt.
        

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