Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 239 in den Text gedr. Holzschn. und 5 farb. Tondrucktaf.
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1673108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1674425
111. 
Der 
Henkel. 
Zwischen dem Henkel, oder der Handhabe, und dem Ausgusse 
besteht ein Ethnlicher Rapport wie zwischen dem Hals und dein 
Fusse des Gefäisses. Letztere stehen zu dem Ganzen und unter 
sich in proportionaler Beziehung, jene sind die Theile, die 
der Vase ein Vorn und Hinten, eine Richtung geben; ihre 
Harmonie mit dem Ganzen und unter sich folgt daher dem (iesetze 
der Itiehtungseinheit. 1 
Diese gilt von den eigentlichen Gussgefzissen; wogegen die 
doppelten Henkel der Dolien, Amphoren, llvdrien und dergl. zu 
dem Ganzen und unter sich in symmetrischen! Bczuge stehen; 
desshalb sind sie zu der Erhebung einer an sich in syinlnetrisehem 
Sinne indifferenten (Weil allseitig S_VlTllY1Btl'iSCl1G-11) Form zu höher- 
entwiekelter symmetrischer Gestaltung unentbehrlich. Diess sind 
wichtige, die Gestaltung der in Rede stehenden Theile der Vase, 
deren Verhalten zu ihr und zu ihren anderen Bestandtheilen, 
lnitbedingende ästhetische Momente, die sich immer mit der 
Zwecklichkeit und der struktiven Angelnessenheit in Einklang- 
bringen lassen,  wohl meistens dem Gefässkünstler, seiner selbst 
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unbewusst, recht eigentlich als Führer dienen. um das in jeder 
Beziehung Richtige zu treffen. 
Gestaltung, Grösse und Art der Befestiguiq; der Ilenkcl sind 
je nach dem Wesen der Vase unendlich verschieden, doch bestätigt 
Ueber 
diesen 
Unterschied 
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XXXIII
        

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