Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614598
Porzellane aus den übrigen Fabriken geben einen ge- 
nügenden Anhalt, um die älteren Arbeiten von Meissen, 
Berlin u. s. w., sowie die von Severs aus dem Anfange 
dieses Jahrhunderts in ihren Eigentürnlichkeiten kennen 
zu lernen. Sehr gut ist auch die XVedgewotvdtvare ver- 
treten. 
Eine Übersicht der Glasfabrikation vom I5. jahr- 
hundert bis auf die neuere Zeit bieten die im Museum 
aufgestellten Gläser. Namentlich die venetianische Glas- 
industrie ist gut vertreten in den schönsten Gefässen 
ihrer Blütezeit  in Bechern, Kelchgefäissexi, flachen 
Schalen auf hohem Fuss, Kannen und Kätnnchen, dann 
in den späteren Flügelglätsern, welche die künstlichsten, oft 
gewagtesten Bildungen zeigen. Alte deutsche Gläser, die 
stangenförmigen Humpen mit Emailarbeiten, ragen durch 
die gute Zusammenstimmung der Malerei mit dem Ton 
des nicht entfärbten Glases hervor. 
Das Gerät für Tisch und Tafel schliesst sich hier an. 
Das eigentliche Essgerät, Messer, Gabel und Löffel, ist 
in verschiedenen interessanten Formen vertreten. 
Zum Tischgerät zählen auch die Zinngeschirre, 
Teller, Krüge und Kannen, dann die Werke der Gold- 
schmiedekunst, die mannigfach gestalteten Pokale und 
Trinkgefässe, unter welchen das prächtige Trinkschiff 
im Germanischen Museum besonders hervorragt. 
Unter den nachweisbar in Nürnberg entstandenen 
Stücken sind bemerkenswert ein vergoldeter Pokal mit ge- 
triebenen Buckeln und Ornamentgravientngen am Lippen- 
rande, dann von dem Goldschmied Elias Lencker (gest. 
1591) ein vergoldeter Becher in Form eines Fingerhutes, 
von dem Goldschmied Friedrich Hillebrand (gest. 1608) 
die Fassung eines Muschelbechers mit getriebenen und 
gravierten Ornamenten, im Deckel ein WVappen von I 595, 
von Adam Rösner (gest. zwischen 1600 und 1660) ein 
Pokal mit reicher Treibarbeit und Horizontalprofilierungen, 
von Tobias Wolff (1004) ein prächtiger Rebbüttenmann, 
ein ehemaliges Gasthofsstück mit Inschrift und Wappen, 
von Konrad Kerstner (gest. nach 1699) der Pokal der
        

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