Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614571
Täfelung, Decken und Fussböden mit dem Mobiliar wirklich 
übereinstimmen müssen, wird bis zur völligen Ausstattung 
noch die Erwerbung manches Gegenstandes nötig werden. 
Es ist nun eine gotische Stube aus Tirol hergestellt, ein 
prächtiges Gelass, welches gerade durch seine schlichte 
Echtheit auf die Stimmung der Besucher wirkt, ferner 
eine Renaissancestube aus demselben Lande, dann ein 
behagliches, trauliches Zimmer aus einem Schweizer Bürger- 
hause vom I7. Jahrhundert, dessen braunes Täter, das 
die Decke schmückt. ein wackerer Meister geschnitzt und 
gegliedert hat. Das Inventar von Möbeln, die ganze 
übrige Ausstattung, ist schlicht, aber wahrheitsgetreu; das 
Büffet mit dem xHandgiessens und den übrigen blanken 
Gefässen von Zinn passt trefflich in diese formenkräftige 
Umgebung. Ein grosser Renaissancesaal vorn Beginne 
des I7. Jahrhunderts, aus Nürnberg stammend, wurde 
ohne jede Änderung genau so aufgestellt, wie er am 
ursprünglichen Platze stand. Die niederrheinische Stube 
des I6. Jahrhunderts, in welcher die charakteristische 
Fensterwand von Stein aufgeführt und ein Kamin mit 
reich verzierten Pfeilern und Konsolen aufgestellt ist, wurde 
durch verschiedene, ursprünglich nicht zusammengehörige 
Bruchstücke gebildet, ebenso ein mit Ledertapete ge- 
schmückter Saal des I7. Jahrhunderts aus Nürnberg, bei 
dessen Wandtä felun g zwei Füllungen geheime Thüren bilden. 
Auch die Einrichtung einer alten Küche wurde nicht ver- 
gessen; in diesem Raum haben alle Küchengeräte des Mu- 
seums, durch die Opferwilligkeit der Damen Nürnbergs statt- 
lich vermehrt, zweckentsprechende Aufstellung gefunden. 
Man liebte es, in der gotischen Kunstepoche die 
Gemächer mit allerlei kleinem Gerät auszustatten. In der 
Sammlung des Museums haben sich noch Kästchen von 
Holz und Leder erhalten, welche zur Aufbewahrung von 
Schmucksachen oder als Nähkästchen dienten, dann 
Futterale für kostbares Gerät. Aus der Mitte des 15. 
Jahrhunderts besitzt das Museum ein Kästchen mit der 
Darstellung eines Liebespaares zwischen Rankenwerk mit 
allerlei Getier auf dem gewölbten Deckel.
        

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