Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614559
84 
lm ganzen sind es gegenwärtig über 4000 Nummern, 
welche die gesamte Hauptabteilung bilden; darunter 
sind höchst merkwürdige und kostbare Möbel, Schranke 
mit Masswerltsmustern und zmdereil architektonischen 
Ornamenten und Schnitzereien, darunter die grosse Prunk- 
bettstättte aus Ebenholz mit Alabasterverziertmgen, für den 
Patrizier Paulus Scheurl und seine Frau Anna Kastner 
erbaut, eine reiche Sammlung von Fayencen, schöne Gläser, 
wertvolle Goldschmieciearheiten. 
In der Zeit des gotischen Stiles wurde die Tischlerei 
zur Kunst. An den gotischen Schränken des Museums 
sehen wir in geschnitzter, mitunter fein ausgeführter Ar- 
beit Rosetten, Kreuzblumen, Laub und Ranken verwendet 
und die Füllstückc selbst mit figürlichen Darstellungen 
geziert. Die Sammlung bewahrt ein interessantes gotisches 
Bett  einen viereckigen Kasten mit hölzernen Wänden, 
in dem man wie in einem Zimmer ruhte  dessen 
YVände aussen mit geschnitztem Ornament versehen sind, 
während das Gesims durchbrochenes .Masswerk zeigt. 
Unter den Möbeln der Renaissance ragen namentlich 
Truhen und Schränke hervor, welche die Eigentümlich- 
keiten der rheinischen, schwäbischen, fränkischen und 
nordischen Möbelindustrie erkennen lassen und bei welchen 
oft der Reliefschxnuck, sei er figürlich oder ornamental, 
vortrefflich und mustergiltig nach Höhe und ikusführung 
behandelt ist.  
 sind dies meist solche Gegenstände, welche auf 
den grossen Fluren oder in den Hallen der Häuser ihre 
Aufstellung fanden. Das germanische Museum hat aber 
auch dafür gesorgt, dass uns trefliich eingerichtete Zimmer 
in verschiedenen Stilarten entgegentreten  keine male- 
rischen, romantischen Gemächer, welche der Kunst eines 
geschickten Dekorateurs den wesentlichen Teil ihrer 
Wirkung verdanken, sondern Gemächer, genau so, wie 
sie einst wirklich waren. Das Direktorium hatte die Her- 
Stellung solcher wirklich wahrer Bilder niemals aus den 
Augen verloren, und mancher Gegenstand, der in den 
letzten Jahren in das Museum gekommen ist, wurde" vor-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.