Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614483
tisches Seidengewebe, Strausse an Palmbäurnen, streifenweise 
in bunten Farben ausgeführt, dann mittelalterliche, sassani- 
dische, byzantinische und arabische Gewebe  wohl zum 
grösseren Teile von liturgischen Gewändern. Dann fesseln 
die Gewebe Italiens, die lucchesischen Goldgewebe, die 
venetianischen und genuesischen Samtgewebe des 15. 
Jahrhunderts, bei welchen das Vorwiegen des Goldfonds 
charakteristisch ist, und endlich die Seiden- und Samt- 
gewebe der italienischen Renaissanceepoche, welche von 
der Pracht künden, mit welcher die venetianischen Pa- 
läste in jener blühenden Zeit geschmückt waren. Von 
Lyon besitzt die Sammlung Goldbrokat und silberdurch- 
wirktes Seidengewebe, deren prachtvolle, schön stilisierte 
Pflanzengruppen , deren vorzügliche Technik zeigen, 
welchen Höhepunkt die Lyoner Industrie im Anfange 
des 17. Jahrhunderts erreichte. 
Unter den zahlreichen deutschen Arbeiten des aus- 
gehenden 14. Jahrhunderts, welche im Museum aufbe- 
wahrt werden, ist entschieden der interessanteste und 
merkwürdigste Gegenstand ein gewirkter Teppich, welcher 
einen Minnehof darstellt. Ihm reiht sich ein anderer 
grosser Teppich der Sammlung würdig an : die Darstellung 
des jüngsten Gerichtes, zweifelsohne eine Nümberger 
Arbeit. 
Weniger reich als in Bezug auf Gewebe ist unsere 
Sammlung in Bezug auf Stickereien, von denen nur einige, 
im Platlstich oder auch in Applikation ausgeführte eine 
hervorragende: Bedeutung besitzen. 
Mit der Stickerei, grossenteils das Werk weiblicher 
Hände, ist auch die Sammlung von Nadelarbeiten, Filet, 
Klöppelarbeiten u. s. w. naturgemäss in Verbindung ge- 
bracht. Unter den Spitzen befinden sich Arbeiten von 
ausserordentlicher Schönheit; die verschiedenen Arten, 
so unter anderen die Retizellaspitze, die venetianische 
Rosenspitze und die Reliefspitze bis herab zu der zarten 
Brabanterspitze des 18. Jahrhunderts, sind in guten 
Mustern vertreten. 
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