Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614416
Phasen in treuer Weise widerspiegelte, aufgestellt und 
eingerichtet würde. Dieser Aufruf fand von verschiedenen 
Seiten freundlichen Widerhall. Namentlich wurde er damit 
beantwortet, dass einerseits viele Apotheker in ihrem 
Besitze befindliche, vorzeitliche pharmazeutische Samm- 
lungsgegenstände dem germanischen Museum als Geschenk 
überwiesen und anderseits, dass der deutsche Apotheker- 
verein auf seiner nächsten Generalversammlung beschloss, 
dem germanischen Museum einen jährlichen Geldbeitrag 
zu zahlen und zur Gründung der jetzigen historisch- 
pharmazeutischen Sammlung mit dem Direktorium des 
germanischen Museums einen Vertrag abschloss. Somit 
war wenigstens der erste Keim vorhanden, aus welchem 
ein historischpharmazeutisches Museum entstehen konnte. 
Die Entwickelung desselben kam nicht sofort in Fluss, da 
die zur Verfügung stehenden Mittel für diese neue Stiftung 
nicht sehr bedeutend waren. Im jahre 1887 war indessen 
genug Material gesammelt, um zunächst die historische 
Apotheke einrichten zu können, welche wir im Bilde 
wiedergeben. 
Die dazu benutzte, im ganzen einfache Holzein- 
 richtung der Apotheke ist mit einer, mit den verschiedensten 
Schnitzereien verzierten, goldenen Galerie gekrönt, welche 
durch ihre Eigenart Zeugnis davon ablegt, dass die 
Entstehung dieser Holzarbeit in die Regierungszeit 
Ludwigs XIV fällt. 
Nach Einfügung der in der Sammlung vorhandenen 
pharmazeutischen Standgefässe in diese Holzeinrichtung 
zeigt das Ganze jetzt mindestens doch schon die Grund- 
züge zu der Verkörperung einer Apotheke der Vorzeit, 
wenn es der Zukunft auch noch vorbebalten bleibt, in 
dieses bislang nur skizzierte Bild sattere Farben einzutragen. 
Wie es in den Apotheken der Vorzeit üblich war, 
dieselben mit merkwürdigen Tieren, eigentümlichen 
Pfianzen und anderen Naturprodukten auszuschmücken, 
so findet man auch in der pharmazeutischen Offizin des 
germanischen Museums unter der Oberdecke viele der- 
artige Gegenstände, wie Krokodile. mächtige Schildkröten,
        

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