Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614164
bestehen aus linearen Mustern, später aus Blattwerk, 
Sternen, Rosetten, Wappen, Wappentieren, wie überhaupt 
heraldischen Figuren u. dgl. 
Wir wollen nur die im Museum aufbewahrten un- 
glasierten Wandplatten aus  Emeran in Regensburg, 
aus dem 13. Jahrhundert, erwähnen, die mit von roman- 
tischen Randverzierungen umgebenen Doppeladlern und 
Greifen geschmückt sind. Vielleicht noch in dieselbe 
Zeit gehören die Plättchen von Cadolzburg, Welche mit 
heraldischen Tierüguren und Lilien geziert und teils gelb, 
teils grün glasiert sind. 
Die etwas grösseren unglasierten. Plättchen aus Ulm, 
in welche Tieriigtiren, turnierende Ritter und phantastische 
Gestalten eingeritzt sind, die aus dem Kloster Heilsbronn 
stammenden grün glasierten Plättchen mit eigentümlich 
stilisierten grotesken Tierfigurcn in Hachem Relief, so- 
wie die Bodenplatten aus der Peterskirche in Rostock 
Zählen zu derrältesten der in unserer Sammlung erhaltenen 
Fliesen, denen sich namentlich zahlreiche interessante 
Bodenplatten des I5. Jahrhunderts anschliessen. 
Unter den verschiedenen im Museum beündlichen 
teilweise mit Krabben verzierten Firstziegeln der gotischen 
Periode befinden sich auch ein gelbbraun glasiertes 
Exemplar vom Turm der Kirche zu Villingen und mehrere 
grün glasierte vom Turm der Kreuzkirche zu Schwäbisch- 
Gmünd.  
Die Ofenkerchelu sind streng chronologisch zusammen- 
gestellt unter Glaskasten aufbewahrt. 
Der älteste Typus der Ofenkacheln war eine wirk- 
liche Kachel, also ein Napf, dessen Rand durch Um- 
biegung von vier Abschnitten in viereckige Form gebracht 
Worden ist. Mehrere dieser primitiven, rohen, unglasierten 
Kacheln bewahrt das Museum. Eine spätere Form der 
Kachel ist die Nische mit oft fensterähnlichem, zuweilen 
mit reichem Masswerk verziertem Aufbau,  welche Form 
einige Kacheln der Sammlung zeigen. Von diesen sind 
besonders interessant einige dem Ende des I 5. ]ahrhunderts 
angehörige, aus dem Fürstenhaus in Meran stammende
        

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