Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614109
Pfriemen, Bohrer oder Schaber vortreffliche Dienste 
leisteten. Die zweischneidigen, dünnen Späne sind scharf 
wie eiserne Messer und wurden teils wie diese geschaftet, 
teils der Länge nach in einen Schaft geklemmt, wie Funde 
aus dem Schweizer Pfahlbau dies veranschaulichen. Jeder 
Span zeigt an einem Ende die rund erhabene Schlag- 
rnarke, wo der Schlägel traf und den Span vom Kern 
abtrennte. Späne in mannigfaltigen Formen bringen 
die Tafeln rechts im Saale zur Anschauung. Dann 
folgen scheiben- oder linsenförmige Steine, einige birn- 
förmig verlängert oder gar mit einem Stiele versehen. 
Sie wurden vom Knollen durch einen Schlag abgesprengt, 
und manche Stücke tragen noch die Kruste des Flint- 
knollens, von dem sie abgeschlagen. Dann aber wurden 
sie am scharfen Rande durch feine Schläge und Absplitte- 
rung mit einer rundlichen, widerstandsfähigeren Schärfe 
versehen, welche sie als Schabwerkzeuge geeigneter machte. 
Die Sammlung weist ferner auf: Flintsplitter, zum teil 
in eine Spitze auslaufend, zweischneidige Flintslaäne, dicke 
grobe Flintsluäne, wohlgelungene, zweischneidige, pris- 
rnatische Messer, zweischneidige Späne. In erster Reihe 
sogen. prismatische Messer, in zweiter Reihe solche, 
die nach Rosenberg oben schräg abgekantet sind, unten 
rechts vier grosse Späne, als Harpunen oder Lanzen- 
spitzen tauglich, rohe, dicke Späne, mit Spuren starker 
Abnützung, dünne, sogenannte prismatische Messer, die 
Sich nach Rosenbergs Meinung nicht zum Schäften eig- 
neten, weil sie zum teil gekrümmt sind, dicke Späne, 
Bohrwerkzeuge, spanförmige Messer, an den Enden durch 
Gebrauch abgeschliffen, daher von Rosenberg als Bohrer 
angesehen, Flintspäne, Flintgeräte, rohbehauene, dicke 
Flintgeräte mit geschlagener Meisselschärfe, Äxte und 
Meissel, in den verschiedenen Stadien der Bearbeitung, 
mit abgespitzten Seitenrändern, linsenförmigeln Quer- 
schnitt, oder doch mit scharfen Kanten. Liessen sich 
die ersten grossen Schläge mit einem Stein ausführen, 
SQ war zu den feineren und feinsten Absplitterungen doch 
ein anderes Werkzeug erforderlich. Von Völkerschaften,
        

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