Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614010
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Leiter des Museums zögerte nicht, den Entwurf für den 
Ausbau der Kartause auf grund desselben zu fertigen. 
Ein neues Leben begann für das Museum. Das 
deutsche Volk, in froher Kraft geeint, blickte jugend- 
freudig auf seine Geschichte, hielt Umschau über seine 
Vergangenheit, über Perioden, in denen ein neues Leben 
beginnt, in denen nach einem schwerlastenden, eisigen 
Winter der Frühling wiederkomrnt mit seinen Blüten und 
seinem Sonnenschein. 
wjahr für Jahr ist inzwischen nach jenem Programme 
vorgegangen worden; ein Raum nach dem andern schloss 
sich den alten Bauten an, die Sammlungen erweiterten 
sich, die Schulden minderten sich dabeimr 
Regelmässige grosse und kleine Gaben Hiessen aus 
öffentlichen und privaten Kassen dem Museum zu, in allen 
grösseren Städten, ja sogar in kleinen Städtchen sind eifrige 
Pfleger, teilweise sogar Pllegerkollegien für die Hnanzielle 
Unterstützung der Anstalt unermüdlich thätig. Aber neben 
diesen Opfern, welche Fürsten und Volk bereitwillig leisten, 
ist es vor allem ein beträchtlicher jährlicher Beitrag, den 
seit seiner Begründung das. deutsche Reich der Anstalt 
zuwendet, und zu welchem noch ausserordentliche Unter- 
stützungen zur Förderung des Baues hinzukommen. Das 
deutsche Reich hat an die Gewährung dieser Beiträge 
die Pflicht geknüpft, die Finanzverwaltung der Anstalt 
unter die Aufsicht der königlich bayerischen Staatsregie- 
rung zu stellen, die sich dazu bereit erklärt hat, um 
jede Möglichkeit auszuschliessen, dass der Anstalt eine 
Gefahr drohen könne, welche imstande wäre, die Grund- 
lagen ihrer Existenz, das Vertrauen des deutschen Volkes 
auf irgend eine Weise zu zerstören. 
Die grosse Zahl aller der Freunde, die das Museum 
unterstützen, bildet aber nicht etwa einen Verein, welchem 
die Anstalt gehört, und dessen Mitglieder auch Miteigen- 
tümer sind. Wohl mögen sie sich, ideal gedacht, mit Stolz 
als Mitglieder eines grossen Vereines zur Unterstützung 
des Museums betrachten und die Ergebnisse des Wirkens 
dieses idealen Verbandes ebenso freudig verfolgen,
        

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