Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613969
Brandung hindurchgesteucrt werden musste, so lässt sich 
allerdings nicht behaupten, dass eine Musterwirtschaft 
geführt worden sei. Aber mit den Grundsätzen eines 
sparsamen Haushalts baut man kein germanisches Museum. 
Und wie konnte gespart werden, als noch zum Sparen 
nichts da war, und wie konnte gebaut Werden, ohne 
Schulden zu maChenPcCZ) Die letzteren wuchsen, wie es 
nicht anders sein konnte, zu einer ansehnlichen Höhe 
und führten wohl manche Verlegenheit herbei. 
 Die neuerworbenen Bauten und deren würdige Her- 
stellung nahmen zunächst die Kasse des Museums so in 
Anspruch, dass natürlich wenig auf die Mehrung der 
Sammlung verwendet werden konnte. Dass aber diese 
trotzdem in solchem Masse anwuchs, dass gelegentlich 
behauptet wurde, es sei nicht notwendig gewesen, von 
vornherein grosse Summen für Anschaffungen auszusetzen, 
diese rasche Zunahme der Sammlungen, lasst sich unschvaer 
erklären. 
Durch Vertrag vom I. Oktober 1853 hatte nämlich 
Freiherr von Aufsess seine eigenen, in glücklichen Perioden 
im Laufe einer langen Reihe vonjahren zusammengebrachten 
reichen Sammlungen dem germanischen Museum überlassen. 
Vorerst auf die Dauer von zehn Jahren, vom I8. Februar 
1853, dem Tage der Anerkennung des Museums durch 
die königlich bayerische Regierung an gerechnet; eine 
Zeitdauer, welche später um weitere zehn Jahre ver- 
längert wurde. Diese die Grundlage des germanischen 
Museums bildenden Sammlungen bestanden aus einem 
Archiv von etwa 1200 Originalurkunden, 200 Akten und 
6000 Urkundenabschriften, Urkunden- und Aktenregesten; 
einer Bibliothek von ungefähr 10000 Bänden, worunter 
356 Handschriften (hierunter 61 Bilderhandschriften), 
Sodann 1076 alte und neuere illustrierte Werke; einer 
kKunst- und Altertumssammlunggr in "welcher sich viele 
Wertvolle Stücke befanden, die noch heute den Samm- 
lungen zur Zierde gereichen, und bei deren Studium nur 
darüber manchmal ein berechtigtes Bedauern den Forscher 
ergreift, dass Herr von Aufsess so sorgfältig den Ort der
        

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