Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613954
iFach gebracht werden, und am 3. August waren die 
Herstellungsarbeiten so weit gediehen, dass mit diesem 
Tage die Übersiedelung des Museums beginnen konnte, 
welche noch in der ersten Hälfte des August zu Ende 
geführt wurde. Damit war der deutschen Nationalanstalt, 
die lange genug in gemieteter, ihres Namens unwürdiger 
rHerberge hatte aushalten müssen, auf eigenem Grunde 
und Boden ein entsprechendes Heim geworden. 
Im Schiffe der Kirche, die fortwährend als Heumzigazin 
benutzt wurde, sah es freilich noch höchst bedenklich aus; 
doch kaum War sie geräumt und dem Museum übergeben 
worden, so schufen sie auch schon geschäftige Hände 
in eine dem germanischen Nationahnuseum würdige vKunst- 
hallex um. 
Anfangs juli des folgenden Jahres wurde Wilhelm 
von Kaulbaeh eingeladen, sein vor ]ahren gegebenes 
-Versprechen zu lösen, das Nationalmuseum, sobald 
es über ein eigenes Heim zu verfügen und innerhalb 
desselben eine freie Mauerfläche darzubieten habe, mit 
einem passenden Wandgemälde zu schmücken. aDie Vor- 
bedingung war nun erfüllt, ein eigenes Haus erworben, 
die grosse Kunsthalle der Vollendung nahe und ihre 
hohen Wände i-n einer NVeise hergestellt, dass sie ein 
Kunstwerk aufzunehmen ebenso geeignet als würdig waren. 
Der Meister liess alsbald die nötigen Vorbereitungen 
treffen, legte selbst Hand ans Werk und unterstützt von 
treuen Gehilfen, dem Direktor Kreling, dem Maler 
Köchert und dem Maler Eberhardt, wusste er die Arbeit 
so rasch zu fördern, dass binnen wenig mehr als Monats- 
frist das Gemälde, zugleich mit der Restauration der 
Halle, seine Vollendung erreichteß  
Die Feier der Enthüllung des Bildes, zugleich mit 
der Einweihung der Kunsthalle, fand am Abend des 
8. August I8 59 statt und führte zahlreiche Freunde des 
Museums in die neuhergestellten Räume. 
vwLegt man den Massstab einer wohlgeordneten, spar- 
samerrHaushaltung an die F inanzangelegenheit des Muse- 
ums, die durch manche stürmische, kaum zu bewältigende r
        

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