Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613908
Recht befürchtete, durch eine solche finanzielle Leistung 
möchte den steuerzahlenden Bürgern Nürnbergs die Freude 
am Museum rasch vergällt werden. 
Am 16. Oktober 1854 wurde der König von neuem 
um Ueberlassung der Kartause und um 50000 Gulden 
Baukostenzuschuss ersucht, also um eine geringere Summe 
als die k. Bausachkundigen für nötig befunden hatten. 
Der jetzt erfolgte Zusammentritt der Stände biete, so 
meinte damals von Aufsess, die beste Gelegenheit, sich 
das Kapital bewilligen zu lassen. jedoch die Hoffnung 
war wieder eine eitle. Als nach einer ziemlichen Pause, 
unterm 21. August 1855, eine neue Petition an den 
König abging, worin der Bittsteller auf die königliche 
Zusage sich berief, erklärte er, allenfalls auf einen Bau- 
kostenzuschuss verzichten zu wollen. 
Kriegsminister von Manz schrieb am I7. Februar 1856: 
xdas Militäraerar könne die Kartause ohne billige Entschädi- 
gung nicht ablassen. (r Aber durch solche Kundgebungen liess 
sich von Aufsess noch nicht verblüffen: am I 5. April I8 56 
setzte er vielmehr den König in Kenntnis, xdass er, in 
der Voraussetzung, Seine Majestät werde die Kartause 
schliesslich doch bewilligen, die Stände ersucht habe, 
den jährlichen Staatsbeitrag von 1000 Gulden auf 6000 
Gulden zu erhöhen, um 5000 Gulden zur Bildung eines 
Baufonds zu gewinnenß Der Umstand, dass auch auf 
diese Eingabe hin kein Bescheid erfolgte, veranlasste von 
Aufsess noch einmal mittels Petition vom 27. September 
1856 sich an den König zu wenden. Dadurch kam 
die Sache in ein neues Fahrwasser. 
Alle gepflogenen Unterhandlungen in Koburg und 
Weimar, so auch in Nürnberg, fussten bisher auf dem 
Gedanken der unentgeltlichen Ueberlassung passender 
Lokalitäten zur Benutzung des Museums; von der förm- 
lichen Abtretung des staatlichen Besitzes an das Museum 
war mit keiner Silbe die Rede; die Gebäude blieben 
Eigentum des Staates, und daraus entstand allerdings 
eine gewisse Verpflichtung des letztern, für die Instand- 
setzung und Unterhaltung der Gebäude auch fernerhin
        

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