Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613848
Nationahnuseuin zu wenig entsprechend. Die Notwendig- 
keit der Benutzung verschiedener getrennter Gebäude 
nicht allein, sondern auch der gäinzlitth ungenügende 
Raum der einzelnen Zimmer zwang zum Zerreissen des 
Zusarnmengehörigeir und (erschwerte bedenklich die Über- 
sicht und Beherrschung des Ganzen.  
In der ersten Zeit schien sich zwar die Sache wider 
alles Erwarten gut zu gestztlten. Eine glänzendere Be- 
stätigung seiner Existenzberechtigung konnte dem Museum 
kaum werden, als in den bereits nach einjährigem Be- 
stellen und zum teil noch früher, von drei deutschen 
Fürsten gemachten Anerbietungen: den Sammlungen freit- 
Lokalitäten einräumen zu wollen. 
Am 27. April 1853 erging von Koburg aus die erste 
warmbegrtisste Äusserung in dieser Angelegenheit, am 
25. Juli folgte die von Seite Weimars und ungefähr um 
dieselbe Zeit vom König Max von Bavern. Die Ver- 
handlungen aber. die infolge dieser Anregungen angeknüpft 
wurden, bieten in ihrem Fortgangc ein eben nicht er- 
freuliches Bild. 
Mit aufrichtiger Begeisterung scheint man in Koburg 
für den Plan eingetreten zu sein, dem germanischen 
Museum eine freie Stätte zu bereiten. Dr. Freytag schreibt 
dem Herrn von Aufsess unterm 29. August 1853: xDer 
Herzog von Sachsen-Coburg hat auf meine Schilderung 
der Grossartigkeit und VortrefHichkeit lhres Unternehmens 
den Entschluss gefasst, Ihnen eine freie Stätte anzubieten; 
der hochherzige Fürst ist jetzt ganz Feuer für diese ldec, 
er hat sich entschlossen Q-10_,o0o Gulden auf die schnellt: 
und würdige Ausstattung der Gebäude des Museums etc.- 
zu verwenden, er hat seinen Agnaten, den Prinzen Albert, 
von dem Plane benachrichtigt, und derselbe hat in der könig- 
lichen Familie von England, wo man an allen deutschen 
Unternehmungen ein warmes Interesse nimmt, die leh- 
hafteste Billigung gefundene Freytag teilte in einem 
Schreiben vom IO. September 1353 die herzoglichen 
Propositionen in ihrem vollen Umfange mit. Sie lau- 
teten höchst liberal und versprachen: sausreichende
        

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