Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613838
Bundesbehörde. Unterm 8. Mai 1853 war mit Vorlage 
einer gedruckten Denkschrift bei der deutschen Bundes- 
versammlung die Anerkennung des germanischen Museums 
nachgesucht worden, und in der Bundestagssitzung vom 
28. Juli 1853 erfolgte der Beschluss: irDas germanische 
Museum zu Nürnberg, als ein für die Vaterländische Ge- 
schichte wichtiges, nationales Unternehmen, der schützen- 
den Teilnahme und wohlwollenden Unterstützung der 
höchsten und hohen Regierungen zu empfehlenm: 
xDie geordnete Aufstellung der Sammlungen in den 
gemieteten Lokalitäten, sowie die übrigen Einrichtungen 
waren bis zum I5. Iuni 1853 soweit gediehen, dass an 
diesem Tage die Sammlungen des Museums feierlich 
(rriüffnet werden konnten. Die Festlichkeit fand in 
Gegenwart der königlichen und städtischen Zivil- und 
Militärbehörden und der Geistlichkeit Nürnbergs, sowie 
des Prorektors und einiger Professoren der Universität 
Erlangen statt. Nachdem der Vorstand des Museums 
die Erötfnungsrede und der II. Bürgermeister von Nürn- 
berg einen kurzen Vortrag über die Verdienste und den 
Nutzen der Anstalt gehalten hatte, ging man zur Be- 
sichtigung der Sammlungen übene 
Die Sammlungen waren in den Lokalitäten zweier 
verschiedener Gebäude verteilt: im Hause des Kupfer- 
stechers Petersen auf dem Paniersberg und im Tier- 
gärtnerthorturm. Der letztere bewahrte den grösseren Teil 
der Kunst- und Altertumssammlungen, während in jenem 
Archiv und Bibliothek, nebst kleineren Kunstsachen, sowie 
das Repertorium und die Bureaux sich befanden. Der 
genannte Turm war, wie erwähnt, bereits I8 50 durch 
Freiherr von Aufsess gemietet worden; vom I. Mai 1854 
an räumte ihn der Magistrat von Nürnberg unentgeltlich ein. 
Zu dem Petersenschen Hause wurde am 25. April 1854 noch 
das Haus der Witwe Nobitsch an der Burgstrasse gemietet. 
Es gehörte kein prophetisches Talent dazu, voraus 
sagen zu können, dass sich diese Räumlichkeiten dem 
Museum bald als unzureichend erweisen würden, denn 
sie waren von Anfang an zu beschränkt und einem
        

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