Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613818
Der erste Vorstand des Museums verfasste zunächst 
einen Entwurf zu demselben und legte ihn dem Lokalansschuss 
in der Sitzung vom 9. Dezember 1854 zur Beratung vor. 
Am 25. Dezember dem Freiherrn von Löiielholz in 
Wallerstein zugesandt, wurde er von diesem, begleitet von 
einem ausführlichen, durchaus günstig lautenden Gut- 
achten, zurückgestellt, damit er der am 28. zusammenge- 
tretenen Kommission des Verwaltungsausschusses zur Be- 
stätigung vorgelegt werden könnte. Die im Herbst 1854 
zu Nürnberg ausgebrochene Cholera legte es nahe, für 
diesmal die Jahreskonferenz ausfallen zu lassen, und die 
Wahl einer stellvertretenden Kommission war somit not- 
wendig geworden. Die auswärtigen Mitglieder derselben 
waren indes sämtlich ausgeblieben, und so wurde von den 
allein anwesenden Beamten des Museums in der Sitzung 
vom 28. Januar 1855 beschlossen, gemäss dem Antrage 
des Freiherrn von Lötlielholz, wden Organismus in der 
vorgelegten Fassung unverändert anzunehmene. 
Am Schlusse seines Gutachtens hatte Referent sich 
nämlich geäussert, wie folgt: vÜberall tritt uns in dem 
ganzen Organismus jede mögliche Sorgfalt für das einzelne 
in Regelung der Thätigkeiten, Sicherung und Nutzbar- 
machung des Materials, aber auch stets das volle Be- 
wusstsein des grossen und Hauptzweckes der Anstalt ent- 
gegen, und ich kann daher nur die unverkürztcr Annahme 
des ganzen Entwurfes empfehlenß 
Noch vor Beendigung der Organis2rtio11 der Anstalt 
musste? die Bestätigung von seitc der zuständigen Landes- 
kuratelbehörde eingehtilt werden. Ein Erlass des könig- 
lichen bayerischen Staatsministeriums des Innern für 
Kirchen- und. Schulz-ingelegenheiten vom I8. Februar 
1853 erteilte dieselbe, xdas germanische, Nluseuni, wie es 
sich nach seinen Satzungen darstellte, als eine mit allen 
Retrhten einer juridischen Person begabte Stiftung zum 
Zweck des Unterrichts und zugleich die Bildung einer 
sAktiengesellschafte für das Museum genelimigende. 
Aber eine Anstalt, die als eine nationale sich bezeich- 
nete, bedurfte auch der Anerkennung durch die Behörde,
        

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