Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613777
Die vom Vereine zur Erforschung der rheinischen 
Geschichte und Altertümer angeregte, vom 24. Juni I852 
datierte Einladung zu einer in Mainz abzuhaltenden Ver- 
sammlung deutscher Geschichts- und Altertumsvereine war 
fast gleichzeitig mit der Einladung zur Dresdener Versamm- 
lung erfolgt und unabhängig von der letzteren erlassen 
worden. An diese schloss sich nun die Mainzer als eine 
Fortsetzung an und gestaltete sich zu einer Zusammen- 
kunft der Teilnehmer des in Dresden gegründeten Zentral- 
oder, wie er später genannt wurde, Gesamtvereins, der 
unter Leitung des Prinzen ]ohann stand. 
Die Versammlung fand in den Tagen vom IÖ. bis 
IQ. September 1852 statt. Den Hauptgegenstand der Ver- 
handlungen bildete die Feststellung der Statuten des Ge- 
samtvereins, zu welchem Behufe eine Kommission ernannt 
wurde. Herr von Aufsess wagte hier den Versuch, für das 
in Dresden doch nur ungenügend und mangelhaft Erreichte 
einen festeren Boden zu gewinnen, indem er einen ge- 
druckten Statutenentwurf verteilte, welchen er der Kommis- 
sion zur Begutachtung vorlegte. Dieser Statutenentvvurf 
enthielt nun u. a. auch Bestimmungen über die Stellung 
des Gesamtvereins zum germanischen Museum. Jedoch 
man gab einem von Landau mitgeteilten kürzern Entwurf, 
der das germanische Museum völlig unberücksichtigt liess. 
den Vorzug und genehmigte denselben, ohne zuvor dein 
EIltKVLlIf des Herrn von Aufsess nurirgendvvelche Würdigung 
zu teil werden zu lassen. sDer Gesanxtverein hatte sich 
also völlig auf eigene Füsse gestellt, demgemass auch ein 
gesondertes, ausschliesslich seine Interessen vertretendes 
s)Korreßpondenzblatttc herauszugeben beschlossenß ein Be- 
schluss, der den hier einschlägigen Dresdener Bestim- 
mungen geradezu zuwiderlief l Sogar ein besonderes Utiseum 
hatte sich gefunden, das römisch-gennanistrhe zu Mainz, 
welchem die Stellung als Organ des Gesamtvereins eingeräumt 
werden sollte. Freilich wurden doch einige, wenn auch nicht 
schwer wiegende Beschlüsse zu gunsten des germanischen 
Museums gefasst: r: Die Anstalt sollte der Unterstützung der 
Vereine in Bezug auf die Kunst- und Gewerhthätigkeit des
        

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