Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614696
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deutung im neuen Gebäude des Museums ausgesprochen 
werden konnten: xlm eigenen Hause, auf eigenen Füssena, 
so war dieses frohe Ereignis dem für die Einheit Deutsch- 
lands begeisterten König Ludwig I zu danken; wenn 
aber ein so grossartiger Ausbau der Kartause glücklich 
vollendet werden konnte, so haben wir dies dem deutschen 
Kaiser und der deutschen Reichsregienmg zu danken. 
Das Gebäude des Museums bildet allerdings auch in seinen 
alten Teilen, z. B. in dem Klosterhof mit dem Brunnen, 
Partien von durchaus malerischer WVirkung. Aber wenn es 
uns von den Kreuzgängen mit ihren spitzbogigen Fenstern, 
von diesen Hallen und dämmerigen Gängen hinaus an 
den hellen 'l'ag zieht  dann grüssen uns nicht nur 
Gärten mit lauschigen Pfaden, auch ein kleiner See, 
golclsonnig übergossen, fesselt den erstaunten Besucher. 
Ein überraschender Anblick bietet sich uns dar, und 
nicht selten werden Rufe der lebhaftesten Bewunderung 
und des Entzückens laut; der kleine Teich wird von dem 
herrlichen Neubau des Museums rings umschlossen. Und 
dieser Neubau ist eine Perle der modernen Gotik, ein 
Bau, bei welchem die Macht der zirchitektonischen Schön- 
heit fühlbar wirkt, bei welchem das Publikum auch zum 
Bewusstsein des Genusses derselben gelangt. Die schönen 
Verhältnisse der Höhe und Tiefe, die zahlreichen Erker 
und Türmchen, die larächtige, offene Wendeltreppe beim 
Danziger Beischlage, tief unten der stille See,  
das alles wirkt mit magischer Gewalt. Und diese be- 
zaubernde Wirkung liegt in der Harmonie der Linien, 
in der Harmonie der Farben und des Materials zu dem 
ganzen Baue. Wir dürfen es hier aussprechen, dass der 
Bau selbst ein Werk des I. Direktors unseres Museums, 
des Herrn Dr. v. Essenwein ist, der sich damit, wie 
dem Museum selbst, ein neues Denkmal baukünstlerischer 
Leistungsfähigkeit gesetzt hat. 
Hä
        

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