Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg
Person:
Leitschuh, Franz Friedrich Müller, Christoph Germanisches Museum <Nürnberg>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1613322
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614649
zeigt er Nischen, in denen jedesmal der heil. Sebastian steht. 
Einen kostbaren Reliquienbehälter bewahrt das Museum 
in einem aus dem I I. ]ahrhundert stammenden, bronzenen 
Schrein, welcher die Darstellung der Grablegung zeigt, 
dann ein Reliquienglas in einem orientalischen, ehemals 
für Erde aus dem heil. Lande bestimmten Glase. Von 
Interesse ist auch ein bronzenes YVeihrauchgefitss in der 
Gestalt eines liegenden Löwen aus dem I I. Jahrhundert. 
Einen kostbaren Gegenstand besitzt das Museum 
ferner in einem aus Metall getriebenem Antependium 
aus dem 12. bis I 3. jahrhundert. 
So bietet diese Abteilung unter den Metallarbeiten, 
welche auch eine Reihe schöner kupferner Werke, mit 
Email geschmückt, aufweisen, hervorragende Vertreter, 
denen auch wichtige ikonographische Merkmale nicht 
fehlen. Hausaltärchen, Vortragekreuze, Monstranzen sind 
in reichlicher Anzahl zum Studium dargeboten. Auch 
die Paranientik ist in ihren einzelnen Teilen, namentlich 
in den liturgischen Gewändern, beachtenswert vertreten. 
Diesen reihen sich drei Baldachine an, darunter einer 
aus dem I5. ]ahrhundert mit der Darstellung der Krö- 
nung Maria. 
Fasst man diese wertvollen Kunstschätze, einst 
Zierden der Kirchen, naher ins Auge, so überzeugt man 
sich, dass durch diese Abteilung bereits so ziemlich 
nachgewiesen werden kann, in welchen Formen und 
Bildungen nicht nur die Gefässe und Geräte für den 
kirchlichen Gebrauch im Mittelalter angefertigt zu werden 
pflegten , sondern auch in welchen Gestaltungen die 
Paramente und stoffiichen Ornate der verschiedensten 
Gattung ihre künstlerische Ausbildung fanden.
        

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