Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstwerke alter und neuer Zeit als Hülfsmittel für akademische Vorlesungen erworben
Person:
Pyl, Karl Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1607685
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1608198
20 
des 
ken 
den 
Commodus, 'l'hiersch an die des 
an die des C. Cäsar, Augustus 
verschiedenen Namen des Kindes 
Caligula, Töl- 
Enkel. Nach 
wechseln auch 
natürlich die Namen der Umgebung. 'l'ölken erkennt 
inßden 3 Frauen Julia, Livia und Octavia, Thiersch 
Agrippina, Dea Nundina und eine Dienerin, hält es 
auch unwahrscheinlich, dassedie Livia eine Amphora 
tragen würde, wie die mittlere Figur es auf unserem 
Relief thut. Die Lustration geschieht unter dem 
Schutz der Venus Genitrix, die durch den Schild 
zugleich als Victrix bezeichnet wird. Sie sitzt un- 
terhalb eines Tempels auf einem Felsen, wahrschein- 
lich eine Andeutung des Capitoliums. Die zu ihren 
Füssen kauernde Gestalt soll ein Orientalischer Ge- 
fangener sein und die aufgehängten und herumlie- 
genden Waffen und Rüstungen nach Tölken auf die 
Augustischen Siege, nach Thiersch auf die Lager- 
erziehung des Caligula, Bezug haben. Aehnlich ist 
auch die auf dem Wiener Cameo (O. Müller D. a. K.I. 
LXIX 378) zu den Füssen der Livia sitzende Ge- 
stalt für einen gefangenen Orientalischen Prinzen 
erklärt. Mir scheint, wenigstens für unser Getiiss, 
die Vermuthung nahe zu liegen, dass in dem Knaben 
in Phrygischer Tracht Ascanius oder Julus, der Enkel 
der Venus und Stammvater des Julischen Geschlechts 
dargestellt sei, der hier als Kind ebenso dem neu- 
geborenen Stammhalter gegenübersteht, wie Aeneas 
als Mann in gleicher Phrygischer Tracht auf dem 
Wiener Cameo dem Augustus bei seiner Apotheose. 
Aus diesem Grunde benenne ich auch mit Tölken 
das kaiserliche Kind C. Cäsar und die drei Frauen
        

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