Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstwerke alter und neuer Zeit als Hülfsmittel für akademische Vorlesungen erworben
Person:
Pyl, Karl Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1607685
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1608115
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Wir sehen in Pallas Athene jene eigenthümliche 
Götterbildung, die männlichen Charakter mit dem 
weiblichen Körper verbindet, als deren Gegenbild 
in christlicher Zeit uns die Jungfrau von Orleans 
erscheint. Leider gewährt uns diese Statue, einmal 
weil sie im archaischen Stil und zweitens unter Le- 
bensgrösse gehalten ist, nicht den grossartigen über- 
wältigenden Eindruck, den die leider für kleinere 
Sammlungen unzugängliche Pallas von Velletri macht, 
und deren Vergleich mit der Juno besonders lehr- 
reich ist. Beide sind ernst erhaben und würdig, aber 
bei der einen ist es der mütterliche Ernst, bei der 
anderen die männliche Kraft der schützenden Kampf- 
göltin, die dem Beschauer die Ehrfurcht gebietet. 
Diana 
Colonna. 
Statue des Berliner Museums, 5' 7" hoch. (Vgl. Ger- 
hard BerLAnt. Bildw. 11.45 Nr.32. Müller D. a.K. 
II. XVI. 167.) Diese Statue wurde im Jahr 1794 
zwischen Frascati und Tivoli in dem Hain della 
Hirt Bilderbuch p. 39) 
Colonna von Niebuhr für 
Fajola gefunden (Vgl. 
1822 aus dem Palast 
und 
das 
Berliner 
Museum 
erworben. 
Diese Statue ist mit Ausnahme der Hände ganz 
unverletzt, der Restaurator hat ihr den Köcher um- 
gehängt und den Bogen in die Hand gegeben, jedoch 
ist es nach Müllers und Gerhards Meinung wahr- 
scheinlich, dass sie als Mondgöttin eine Fackel statt 
des Bogens trug. Ich habe daher den ergänzten 
Bogen am Gipsabguss entfernt. 
Auch diese Statue macht ganz den Eindruck
        

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