Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstwerke alter und neuer Zeit als Hülfsmittel für akademische Vorlesungen erworben
Person:
Pyl, Karl Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1607685
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1608068
wie der Hintergrund der Metopen zwischen den Triglyphen 
eine blaue Farbe. Die Metopenbilder sind den Reliefs am 
Monument des Lysikrates mit dem Siege des Dionysos über 
die Seeräuber entnommen und ihre Gewandung polychromisch 
gemalt.  Unter jeder Metope befindet sich am Architrav 
ein vergoldeter Schild aufgehängt. Ueber dem Fries springt 
das Gesims vor, bestehend aus einem Streifen mit einem Eier- 
stab, einem zweiten mit einer Palmettenverzierung und den 
Kranzleisten (corona, yafoov) von rother Farbe, an dem die 
Sparrenköpfe (mntnli) über jedem 'l'riglyph angebracht sind, 
die ebenso wie die regula von blauer Färbung und mit den 
goldfarbigen Tropfen verziert sind. Auf dem Gesimse lastet 
die Decke in folgender Weise: Ueber jedem Pilaster liegen 
auf dem Sparrenkopf durch Auskehlung verzierte Balken, 
welche sich an der Decke so kreuzen, dass an derselben 15 
viereckige Felder gebildet werden. Zwei von diesen werden 
durch eine Nachahmung des grossen Mosaiks aus dem Tempel 
der lsis zu Pompeji in hellen rothen Farben ausgefüllt, (hier 
hängen auch 2 achtarmige im antiken Stil ausgeführte Kron- 
leuchter mit je 24 Lichtern). Die übrigen werden durch 
Kreuzhölzer so abgetheilt, dass sich im Ganzen 51 Quadrate 
an der Decke bilden, welche die beiden grossen Felder ein- 
schliessen und mit ähnlichen Ornamenten in Mosaik ausge- 
füllt sind. Rund um die ganze Decke läuft ein Mäander- 
streifen ebenfalls aus Pompejanischem Mosaik entnommen. 
Zwischen den Pilastern an den "Wänden befinden sich 
71], Fuss hohe Nischen, von einer gelben Terrakotteneinfa- 
sung umgeben, mit dnnkelrothem Hintergrund. Auf dunkel- 
grünen Konsolen, unter den Nischen angebracht, stehen die 
Gypsabgüsse der Statuen. Ueber den Nischen und Thiiren, 
neben und über den Oefen sindTThyrSusstäbe mit Weinranken 
Pompejanische Kandelaber und Säulenarchitektur gemalt. 
Bei der Malerei dieses Saals ergab sich folgende Schwie- 
rigkeit, dass einzelne Theile als gemalt, andere aber als wirk- 
lich erscheinen sollten. So sollte der rothe und blaue Hinter- 
grund als gemalt angesehen werden, dagegen die Marmor-arten
        

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