Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstwerke alter und neuer Zeit als Hülfsmittel für akademische Vorlesungen erworben
Person:
Pyl, Karl Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1607685
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1608053
KUNST 
DES 
ALTERTHUBIS. 
Arcllitectur. 
Ein von 
mir 1854-1855 
erbauter 
und 
nach 
meiner 
Zeiclr 
nung von den Decorationsmalern Eggert und Eddelin ge- 
malter Saal von 38 Fuss Länge uud 28 Fuss Breite, erhält 
von den beiden schmäleren Seiten durch je 3 Fenster Licht. 
Oberhalb der Fenster befinden sich nach pompejanischen 
Mustern gemalte rothe Vorhänge, und unter denselben Laden, 
um je nach dem Bedürfniss die nöthige Beleuchtung zu er- 
reichen. 
Die 
Decke 
in 
einer 
Höhe 
13 
Fuss 
wird 
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10 
Piq 
lastern in folgender Weise getragen. 
Als Princip der Construction wurde von mir das in Attika 
fortentwickelte Dorische Bausystem angenommen, aus Stein 
und Holzbau gemischt. Jedoch konnte die Farbe des Steins 
und Holzes nur durch Malerei nachgeahmt werden. Rund 
nun den Saal läuft ein Sockel von dunkelgriinem Marmor bis 
zu der Höhe der Fenster, nur von 2 Flügelthüren durchschnit- 
ten, die nach dem Muster Pompejanischer Thüren mit dunkel- 
gelber von rothen Säumen eingefasster Farbe gestrichen sind. 
Auf diesem Sockel stehen die l1f4 Fuss breiten, V4 Fuss vor- 
springenden dorischen Pilaster von hellem Marmor mit rothen 
Adern. Die (Tapitäle sind im dorischen Stil polyehromisch 
mit einer rothcn Blattverzierung bemalt.  Auf den Capitälen 
liegt das Architrav von grauem Marmor, zwischen diesem und 
dem Fries ein Bindestreifen (taenia) mit einem Eierstab. 
Der Fries ist so eingetheilt, dass über jedem Pilaster ein 
Triglyph und auf die Zwischenräume zwischen den Pilastern 
je zwei Triglylahen fallen, unterhalb durch Streifen (regula) 
mit Tropfen abgeschlossen. Die Triglyphen haben die Farbe 
der Pilaster, die Tropfen Goldfarbe und ihre Streifen ebenso
        

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