Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601123
 
die Schule des Annibale Caracci einführen liess, eine Himmelfahrt Mariii, welches durch eine 
 Sein Hauptbild war eine Altartatel in S. Gio- eigenthümlich pikante Auffassung der Haupt- 
vanni Battista (bei den Zoelestinern, am Altar ngur, durch kräftige blodellirung, ein kühles 
der Bonfigliuoli) : eine Madonna mit dem Kinds, aber verhältnissmässig harmonisches Kolorit 
den hh. Rochus, Sebastian und dem Evange- einen angenehmen Eindruck macht. Weitere 
listen Johannes (wahrscheinlich noch erhalten) ; Bilder sind: Ein erosses Altargemiilde in K0 h  
ausserdem waren Gemälde von ihm in S. Ste- lenz, 1857;AuferstehungChristi, inDinkelg_ 
fano (hl. Sebastian mit Engeln) und in S. Gia- biihl; grosseOelbilderfiirdas Konviktdei-Jesui- 
como Maggiore (Maria Heimsuchung). ten in Feldkirch, Heilige darstellend. Eine 
s. Malvasia, Felsina Pittrice. l. 577. 11. ü.  grosse Anzahl Madonnenbildei- von ihm sind in 
Masini. Bologna perlustrata. 1. 125. 130.  alle Weit zel-streuth 
 Fiiiiiin e"- di B"i"5"a' "92- PP- ii- 55' zii- Ohne eigentlich bedeutende produktive Kraft, 
.352. i gelang es dem Künstler in seinenäiesten Viler- 
      ken doch eine gewisse wolthuentle armouie der 
Migäggo; äänsodn" d] Piei 0' Ansdm) (h Erscheinung zu erreichen, wenn er auch etwas 
 ' llIodern-lflaches und Leeres selten ganz los Wer- 
Anschiitz. IIerm ann Anschiitz, Histo- den knnn- , 
rienmaler, Professor an der Münchener Kunst- IT PHM" 
akademie, geh 11 Qhh 1.302 in Kobieim Er Nach ihm gestochen: 
erhielt den. ersten Unterricht in Koblenz, ging H1. Jungfrau mit dem Jesuskindc. (isst. w," 
dann 1820 an die Akademie nachDresdcn, 1322 A. Fleischmann. gr. Ful. Stahlst. im KJh-iig 
nach Düsseldorf, um sich dort der von Cornelius Lilfiiiiiiis Al 1111m. 2- Jahrs. 
neu eingeschlagenen Kunstrichtung anzuschlies-    
sen. 1826 von Letzterem mit Kaulbaclf und V0" iiim iiiiiügiiiliiiiii" 
Eberle nach München berufen, malte er mit die- Luther auf dem Itcichsnige zu Wuriur. Nach P, w_ 
scn dort die ersten Freskobildcr an der Decke A p p. 211 q". Fel- 
des Saales im k. Odeon. Er zeigte schon da- Wfiieiy- 
mals eine etwas weitergehende Entwickelung AllSßiliitZ. M. E. Aiißßiiii iZ. Maler (iiesee 
des Farbensinnes, als sie sonst in der Schule Jahrh. in Berlin. 
gebräuchlich war, was er wol seinen Dresdener    
Studien imter lhtrtmanxi und Matthäi, letzterer Niiiiii ihm iitiiiiigiriiiiiiiiii" 
ein in seiner Art tüchtiger Kolorist der David- Th. Dessoir, geb. lteimann, Schauspielerin, geb_ 
sehen Schule, verdankte. Wol desshnlb 1830 von 1812. Kuiestiick. Lith. von (i. Patzsrhke_ r 
König Ludwig mit Hiltcnsperger nach Pompeji W- Engiiiiimnn- 
geschickt, um die dortigen Wamldekoi-ationcii Aiigdel], Riehrir d Ansd ell, noch lebende]. 
zu studiren, kehrten beide 1831 zurück, um die englischer 'l.'hier1naler, der sowol in seiner Hei_ 
technische Leitung der malerischen Dekorations- mat als im Auslande in grosscm Ansehen steht, 
Arbeiten im neuen Küni gsbau zu übernehmen. Asseeirii der k. Akademie zu London, geb. 131  
Nanii iiiini Beendigung wendete A- sich 111ßi11' zu Liverpool. Bis zu seinem 21. Jahre widmete 
der Oelmalerei zu und von der Corncliaxiischen er sich einem geschäftlichen Berufe, ging aber 
Richtung S0 Weit 11b, Eis (lies eine 815559113 Ailf- dann, von einem ausgesprochenen Talent getrie- 
mßrkßamkeii auf die kOiOYiSCiSCiIC Seite der beu, zur Malerei über. Er machte zunächst seine 
Klingt nntiiweniiß mit sich bin-fällte, 011110 Sißil Studien auf Reisen im Norden Englands und in 
iieiiswegnn nignniiinii realistischen Richtungen Schottland und stellte dann 1840 in der Akii- 
nnZ119Ci1iißSS911- E1 malte 111111 in ßißn Vieiniläni demie zu London seine ersten Bilder aus: Eine 
Jahren eine Anzahl religiöser Statfeleibilder, Birkhiihner-Jagd und Ein Pachthof in Galaway 
meistens Madonncn und hl. Familien, mit sicht- (Sehogiihhdr Er Sghilderte schon damals mit 
liehen Studien nach Rafael und anderen Cinque- Vorliebe Jagdstiicke und Ilausthiere , doch hat 
eentisten. Dieselben zeigten bei etwas schwäch- er in dieser ersten Zeit seiner kilnstlerigghen 
licher Zeichnung und Komposition eine wenig- Laufbahn auch historische Szenen und Sirrem 
stens für die damalige Zeit der Münchener Schule bilder aus dem gegenwärtigen Leben behandelt 
iiber das Gewöhnliche hinausgehende Weichheit so war gerade sein erstes Werk, das dureh die 
und Harmonie der Halbtinten und verschafften geschickte Aherdhuhg und Ausführung die 31h 
dem Künstler einen gewissen Ruf als Koloristen. gemeine Aufmerksamkeit erregte, ein higt0_ 
Diess veranlasste 1847 seine Berufung an die risches Gcnregemäldc: Der Tod Sir William 
Münchener Akademie zur Leitung der Malklasse, Lambtoifs in der Schlacht bei llrlarston Moor (zur 
in welcher Stellung; er noch der-malen wirkt.  Zeit Cromwelfs; ausgestellt 1842). Im J. 1843 
Unstreitig heiter seitdem noch Fortschritte auf folgte dann eine Episode aus einer neueren 
einem mehr realistischen Wege gemacht, so dass Schlacht, die aber diesmal durch den allzu groß 
man seinen besten Arbeiten die Cwnelianische sen Maßstab des Bildes und die zersplitterte 
Schule kaum mehr ansieht. Die gelungenste der- Anordnung geringeren Beifall fand. Ueberhaupi, 
selben ist ein g-rcsses Alturgrniiihle. in Fii rth, zeigte sich nun, dass die Daiwztellxxiig von Kampf;
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.