Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1601004
Anicll 
Andrea und Oallisto Anichini. 
matik und Hiinmelskunde sich geben liess. Sein dreas bezüglichen Urkunde von diesem J. her- 
Unterricht dauerte vier Jahrelang. Er fing dann vorgeht. 
an einen Himmelsglobus zu verfertigen, den er       
1756 zu Stande brachte. Auch im Kupferstechen L111g1  91119 Sohn des Frnnr 
übte er sich. Sein erstes bedeutendes Werk war eeßen, sehfVerllell (161: elteife  ebenfalls Gern-M 
eine Karte des damaligen Kriegsschauplatzes Inenschneldeläflnd nlßilt minder beruliiiit als der 
zwischen Oesten-eieh und Preußen, Darauf Vater. Yasaii hebt insbesondere die Lartheit 
arbeitete er einen Erdglobus aus, der im J. 1759 imd Scharfe seinesSchnittes hervor und scheint 
fertig wurde. Sein Hauptwerk ist indessen die Ihm VOII allen Zeitgenossen nur den Griechen 
Karte von Tirol, wovon er zuerst den südlichen, Alese- Gesamt als den Wen-eng prüfen _111 (119801- 
dann auf Befehl der Kaiserin Maria Theresia auch Kunst: Yefzllllehenj Arenne Inelst 11111 111 Senlen 
den nördlichen Theil aufnahm. Blasius Hiieber an 1111181 Selber ger1ehtete11ßr1efen als denfell- 
hatte er dabei zum Gehiilfen. Diese Karte wurde kemmenefen Memel? Wobei auch er die Feinheit 
unter dem Titel: Tirolis vlwi-agi-aphibß Üelitlettitt a des Schnittes betqnt und hinzufügt, dass er, 
P. Anich et B. Hueber, cum Ign. Weinhaut. Vin- 11111817 der "allennge Erflnder" df" Werkzeuge 
rlobonae 1774, von J. E. Mansfeld gestochen sei, Welche Snielles elTelßhen (Brief vom April 
und die Platten auf Befehl der Kaiserin, nachdem l543)- wie glelehfells aus Chejsen _B1'  
eine gewisseAnzahl Abdrücke genommen waren, War Liiigi im J. 103:!  (31161 voiii 
zerbrochen. Später erschien eine kleinere Kopie. '15- SePt- 153W- "Mlf Aref1ne,_del' Ihn Oeellbar 
s. Elogium rustiei Tirolensis celeberrimi Petri sehr hoch schätzte, stand er in fortdauerndem 
Anicli etc. A R. P. Maxim. Hell. Vindoboiiac Verkehr; er war ausserdem befreundet mit 
1766-  L 6b 6118 86 S C11 i 611W des berühmten Tizian und Sansovino, wie ein Brief des letzteren 
Mathematikers u: Künstlers Peter Anichs. Mün- vom 'J_ 1550 bezeugt_ Zumeist Scheint ei. in 
chen 146i. Darin sein Bildn. als Titelbl. gest. Venedig thätig- gewesen zu sein; doch besass er 
v0" J' A" Zlmmssmsnn" 8'  slosgelh in Ferrara ein Haus das cr1540 verkaufte 
matt Stuttgart 1811" p" 205" Nachweisbare Werke haben sich weder von  
W. Schmidt.  
       
(Nichini) I es gab mehre Gmsimsnsshnsidss dieses Contarini von der Hand des Luigi einen Karnä? 
Namens, von Ferrara geburtig und derselben it einem nackten Apouino du, den B0 
Familie angehörig, von denen zwei, Francesco Änannt und Aretino einen Gänymeti was ee" 
und Luigi" früher zu einer Person siemacht bleidcn, eworden ist unbekannt Spätere Schrisisis 
werden, de 1113111 den Luigi des Vssari für dem Steller gwie lllariette (Giulanelli) sprechen n  
selben hielt, wie den Francesco, dessen die Zeit- von dar Vortrefiiicilkeit Seiner Ärbeiten übers 
genossen Leonardo und Libmnio eedeflke" Man haupt, ohne bestimmte Werke anzuführen.  
kam dimn auf {Iss Auskunftsmltteh diesem vels Irrthümlich gibt ihn der Herausgeber des 
meintlichen Einen Künstler beide Vornamen, Barugaidi dem dann Spätere gefolgt sind auch 
Francesco und Liiigi zu geben, während sie in für einen ätempeischneidel. aus. m. verwezhsel 
der That zwei verschiedene Meister, nämlich den ihn mit Aiess Cesari und Schießt ihm die Denkt 
Vater und den Sohm bezeichnen münzen auf Papst Paul III. und Heinrich II. vor: 
Frau cesc 0 Anichini, der Vater, nach Frankreich zu, welche Werke des Cesari sind 
Bai-uifaldi Sohn eines Lorciizo, der reich und von A n drea und C a U i S m Anic hini ZW  
ansehnlieheniStande war. Von ihm spricht schon andere söhne des Francesco waren gieikhfaäil 
Leonardo in seinem 1502 herausgegebenen Gemmenschneider brachten, es aber nicht s 
Werke; er führt ihn als zu Venedig thätig unter wichen] Ruf uncfsind um noch aus Urkundzu 
den berühmten Gemmensehneidern an, ndie so äekanmr der erstere wird zu Fierrara, erwähen 
genau Bügels in Stein einprägen, dass nichts da" um 1526, und 1529, der andere ebenda um 15;; 
zu und nichts dsvlm genommsn Wsrdsn kimm" und 1527 und kommt dann noch 1553 zu Venedi 
Grosses Lob zollt ihm auch Liburnio in seinem vor g 
werke von 1513: dessen Gemmen und dessen s; Camillo Leonardo Speculum Lapidu 
Tugenden würden wederZeit nochTod zerstören, svenezia 150g Lib_ 11i_ Min 2_  Niccosiisä 
wobei man freilich die gewohnte Redeweise jener Libuinio, Le siivetie, Vgnßzia, 1513_ N 
Zeit in Betracht ziehen muss. Der Arzt Brusa- A n t. M u s a B r a s a v o 1 a, Examen omnium 
vola von Ferrara erzählt von dem Meister, wie simplicium inedicamentorum Roma 1535. _ 
er in Lapislazuli so geschickt ein Johannis- Pietro Aretine: Le11e1e- P1111151 1609- I. 
Würmchen geschnitten habe, dass die Goldader 19e- 11- 190- 11138]. v1, 131__  _vasar_i ed. 
des Steins wie der leuchtende Leib desselben Le Moninen IX". bis  G01." Hmorlaßevr- 
       tographica p. 207. Bd. II. von Dactyliotheca 
erschien. Diese Mittheilungen wurden meist iri- Smithianl Vem 1761  N OH Zi a am da un 
thümlich auf Luigi, den Sohn des Francesco  Anonimo, 6.1 Moi-elli. pp. 85. 243-245. _ 
bezogen- D911 Ted des Vaters setzt Baruünaldi Giuliaiielli (Mariette), Memoi-ie degli Intag_ 
erst in das J. 1545; allein er war schon 1526 liatori etc. LlVOTIlO 1753. pp. 29. 43.  Beruf- 
gest, wie aus einer auf seinen Sohn An- Ialdi, Vite deiPittori etc. Ferraresi. 1. 149 113
        

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