Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600927
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Frangois Aguier  Eichel Anguier. 
Gest. von Le Peu tre 1672. Die Platte befindet des Grabmals für den Herzog von Montinorency, 
sich in der Chalcographie des Louvre. das er eben für ein Kloster von Moulins in der 
3]T0mbeß11 d" Commandßvr de Sollvrä. In der Arbeit hatte. Michcl lieferte dafür das Modell 
Kirche S- Jean de Lima" z" Parm He" des Herkules und arbeitete für dieselbe Kirchn 
täillläistäafiiliigägigaä lä F231? mit seinem Bruder zusammen cin Kruzifix, eine 
     Madonna und einen hl. Johannes. In derselben 
4)    am J_ M am L Zeit fertigte er das Modell eineriiberlebensgros- 
5) Tombeau du Duc de Rohan. Ehedem in der S911 Statue Ludwig? XIII-r dle ful" dle Stadt 
Kirche des Cölestinerklosters zu Paris. Narbonne in Bronze gegossen wurde. 
Jetzt im Museum V0" Veräaüleys- Heris" Schon damals, als er seine Arbeit zu Paris 
ü)  Sfigsscälät 13530; 31:31:13? n- 208- kaum begonnen, war seine Fruchtbarkeit eine 
7)  Dass. Gest. von A. J. B. M. Blanchard.  m3? zahl: ägmäluglffiigem 
In; (lralYieS. histqllßs. de Versailles. qu. 4. i? T9 1110 weniger a. s   rte 
Von Le Blaue fälschlich als nach Michel Figuren (darunter die Modelle fiir zwei Engel, 
 Anßilißr sßßt- angeführt die das Haupt des hl. Remigius tragen, für die 
b) Piramide de 1a Maison dßrleaiis Ilonguevillc. Kathedrale von Reims in Silber ansgefiihl-tp 
Grabmal der Herzogs von Ilongueville, Um diese Zeit begann er auch ein grosses KruzL 
früher bei den Gölestinern zu Paris, jetzt ü  Elf   d h d d-eseArbeit welch 
im Louvre. Descr. de Paris. IV. 216. xm enbelm O0, Wut e l ' e 
9)  Dass, Gast, von J_ Muot den besonderen Beifall der_Kenner fand, erst 
10) Tombeau de Mr. de Thou. Grabmal des Staats- 1568 fertlg-  Im J- m53 erhlält er den Auftäag, 
inannes u. Schriftstellers J. A Thuanus. Sonst die Skulpturen für die Gemacher der Komgin 
in St. Andre des Arcs zu Paris, jetzt im Louvre. Anna von Oesterreich im Louvre auszuführen, 
DeSCr- de Paris VU- 89- während Romanelli ihre Ausmalung übernommen 
I1) Die Bildsäulen des hl. Benedikt und der hl. 113,511; A, arbeitete im Vestibijl und den vier 
Scholastica am Portal der Kirche Val de Grace. Gemächel-n des El-dgeschngges, die jetzt als 
Das Portal ist o" gestochem Museum der antiken Plastik benutzt und die 
12] Die Bildsäulen der Hoifnung (anspielend auf die Säle der Jahreszeiten, der römischen Kaiser 
HoHnung, die Frankreich auf den 1659 mit d F iedens und des Centauren genanntwerde ' 
Spanien geschlossenen Frieden setzte] und der es r  k d 1b h t n' 
öiTentlichen Sicherheit, die sich auf eine Säule Der plastische Schmue erse am noc gu. er" 
stützt. Ehedem über dem Thor von St. Antoine halten, besteht m Termen: Atlanten, Karyaztldßll, 
zu Paris. Das Thor ist oft gestochen. Genien, Medaillons, Basreliefs und allegorischen 
s. H ein eken, Dict.  F ü s sli, Neue Zusätze. Figuren. Diese Arbeiten zeugen von Mannigfal- 
W. Schmidt. tigkeit der Erfindung, und viel Geschick in der 
Michcl Anguicr, Bildhauer, der zweit- Behandlung, haben aber ganz dentCharaktei- 
älteste der Brüder, geb. zu Eu am 28 Sept. 1614 barocker und ausfahrender Bewegtheit,_der den 
(nach Mariette 1612). Er ist in seiner Gattung übertriebensten Werken des Algardi eigen ist. 
einer der namhaftesten Meister der französischen Er war durch diese umfassende Leistung in 
Schule und hat eine grosse Anzahl ansehnlicher weiteren Kreisen bekannt gcwßrdell, und man 
Werke hinterlassen. EinvollständigesVerzeich- Süchte ihn für die neugcgrundete k. Akademie 
niss derselben findet sich in der biographischen Zll gewinnen; dßßh macht? er emlge schwlerlä- 
Notiz von Guillet de Saint-Georges (s. Literatur), keitßll 111111 trat erst 1568 9111- 
so wie in der akademischen Lobrede des Grafen Im Jahre 1655 übertrug ihm Fouquet, Ober- 
de Caylus vom 3. Mai 1749. Wir berichten hier intendant der Finanzen, die Ausführung alle;- 
nur von den wichtigsten Begebenheiten seines Skulpturen seines Palastes in St. Munde, eine 
Lebens und seinen bedeutendsten Werken. Arbeit, mit welcher er volle drei Jahre beschäi; 
Von seiner frühesten Jugend zeigte A. die tigt war. Darauf hatte er auch für dessen Hans 
grössten Anlagen zum Zeichnen , und schon als zu Vaux le Vicomte verschiedene plastische Fi- 
Knabe trat er bei einem Künstler seiner Vater- guren, Termen, Philosophen und Götter zu lie- 
Stadt in die Lehre. Im Alter von 15 Jahren be- fern. In der Gruppe einer Mutter mit vier Kin_ 
gab er sich dann nach Paris, wo er zu Simon dern stellte hier A. die Caritas mit den Ziigen 
Guillain, dem Lehrer seines älterenBrudcrs, kam, der Gattin Fouquefs und ihrer Kinder dar. Seit- 
der ihn bei dem grossen Altar der Karmeliter- dem wurde ihm öfters von vornehmen Herren 
Kirche im Faubourg St. Germain beschäftigte. die bildnerische Ausstattung ihrer Paläste über; 
Gegen 1641 reiste er nach Rom, wo er sich zehn tragen; so arbeitete er für die Galerie im Hause 
Jahre aufhielt, um die klassischen Denkmäler M. de Lorme, für das Hotel d'Erval und für das 
unter der Leitung von Algardi zu studircn; auch Schloss Plcssis Belleville. Für die Tuilerien 
arbeitete er damals in St. Peter und in verschie- führte er um diese Zeit die Statuen eines Mai-s 
denen Palästen von Kardinälen. Bei seiuerRück- und einer Minerva au. Auch verschiedene Kir- 
kehr nach Paris um 1651 brachte er die Modelle chen wie St. Roch und das Kloster des Filles- 
einiger berühmten Statuen, wie des Herkules, der Dieu erhielten Werke von ihm. 
Flora, des Laokoon, der Ringer mit. Sein Binder Im J. 1662 begannen die beträchtlichen Skulp- 
Francois verwendete ihn nun bei der Ausführung turarbeiten in Val de Grace, von denen Michel
        

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