Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1607484
718  Bernardino Barbatelli  Jean Barbault. 
 
im Pal. Pitti, das mittlere Gewölbefeld in der Vor- 4) Krellztragung.  
halle der Kirche der Innoecnti in Florc iiz. In 5] Üllfisfnä, unter 1161111416111 Zllsammenbrechend- 
der Erfindung besonders reich sind die Deckcn- Ü) 11221;-Jäirizlfflänvn-Duonval- 
"labeske" Barbiltelh S "n ersten Gang F1" Hi?" 7') Das Wundär dä- m. Ainadio, im Hofe der An- 
zien daselbst; viele der besten Dekorationen im nunziatah Gast von Joh Balth. Probst qm 
Innern des Palazzo vocchio (ebenda) rühren h-OL 
gleichfalls von ihm her, und noch zahlreiche an- S) Das Lebe" der im Nero" und Aghillgo, 14 
dere, zum Theil mit Stuceatui- gemischte Male- Bir Gast von  ß_ Bern, o. Faiicei, F, 
reien ähnlicher Art. Auch in der damals für Gregori u. Th. Hai-ighctti. gr. Fol. 
Fassade-Verzierungen sehr beliebten Sgrafiitto- 9] Dante's Hölln- 4 311- Gebi- Vnn Ualloi- 51'- 
Technik zeichnete er sich durch geschmackvolle (im F01" ,     
Arbeiten aus; für die PerhnutterJnkrusmtion in 10] Dasselbe. Gest. von l. hil. .l homassin. 1:01. 
derTribuna der Ullizien lieferte er die Entwürfe.  b) Nach ihm photographirt; 
Ein Zeit lang hielt sich B. in Rom auf, wo er 1) Die Kreuzabiiahme. Fresko in der Certosa 
in seinen Studien besonders durch die Gunst der  bei Flnrßnl- Pllni- Vvn Ali "Wl- 1559- F01- 
Familie Chigi gefördert wurde. Nach Florenz 319er (V04 des hl- ßruno- Pmsko ebenda" Phoh 
zurückgekehrt, schloss er sich an B. Buontalenti  V0" D m" 5:" "ämQ F01"   
  J) Das Paradies. 1' resko ebenda. Phot. von De nis. 
an und gelangte nun auch als Histoiienmaler zu  1876 [so] 
bedeutendem Ansehn" Seine Fmskmh die von 4) Der. hl. Antonius, "in den Dom eintreteud. 
den Einflüssen der Bologneser Kunstrestilura"  Fresko ini Klosterhof von S. Maroo. Phot. von 
tion nicht unberührt blieben, aber auch direkte D c ms. 1869. Fol. 
Nachklänge aus der Blüthezeit der fiorentini- ö) Handzeiohuungcn in den Uftlzien zu Florenz. 
sehen Malerei wahrnehmen lassen, sind in Flo-  Plwf- Voll Brau n.  1869. Fol.  
renz ziemlich zahlreich. im Klostel-hof von Ü)Hai1dzeichnunge)n llllq Louvre zu Paris. Phot. 
S. Marco malte er Geschichten aus dem Leben v0"  _18l'9' Pol   
des hl. Antonius, im ersten Hofe der S. Aiinun- S- Bifldwuccln OPP" ÄL .1 mf" fuclf der Ver" 
    weis auf Moroni].  L an z i , btoria Pitt. 4, Ed. I 
ziata 14 Lunettenfiesken, Szenen aus dem Leben 211  z am EndcL  B u mkhardt CF 
"der Griinderdes Servitenklostcrsa in denen die cer0;,e_ 3' AujL PR 143_ 293. 303 1116_' 
Beweghchkelt 5811165 Iralents  m Pesondels Notizen aus  Mfmcllefs lmnrlsclu-Ütliclzevn 
sehlagender Weise hervortritt; die drei Darstel- Nuc7,[as_g_ 
lungen dieses Cyklus, die sich zunächst an An- d" x i" 
drea del Sartds Madonna del Saceo ansehliessen, Barlmtug, 1; a 1- ba 5115 d e S ul m 9 Im, italie- 
zeigen eine allilßllßndn Annäherung nn den Stil nischer Goldschmied in der ersten Hälfte des 
dieses Meisters, nur freilich nicht in der Compo- 14. Jaln-li. Er fertigte 1:440 ein schönes silbernes 
sition, die bei dem Seicentisten, im Vergleich Rcliquiar für den Schädel des hl. Nikander, das 
mit der schönen Einfachheit der Anordnung im in der Kathedrale zu Venafro aufbewahrt wird. 
Bilde Andrea's, überladen erscheint. Andere (Inschrift bei Ughelli, Italia sacra, VI. 552, 
Fresken Barbatellfs finden sich im Chiostro Cotu gno, memorie stur. di Venafro, Nap. 
grande bei S. Maria Novella, inl Hnfö der Cnn- 1824, p. 158 und Sch ulz, Denkm. von Untcrit. 
fratcrnita di S. Pietro llflartirc zu Florenz und II. 130. Der Name des Bischofs, der das Re- 
in der (Jßrtnna in der Nähe der Stadt (in dßf liquiar machen liess, lautet in diesen Wiederga- 
letzteren Szenen MS dem Leben des hl- Brnnn ben der Inschrift verschieden: Johannes (de 
und eine Krßnznbnahnnß); den 811188011 Saal im Gocco, Govco und Gorco.) Vermutlich war die- 
Pal. Pitti schmückte B. mit Darstellungen aus ser Künstler derselbe Barbatus Sulmonensis in 
dem Leben COSÜIIÜS 1-  ÜnißY Clnn Ffenknbil- Neapel, der zu Petrarka in freundschaftlicher 
dern im Klostßfhvf V0n S. 111111110 ist (135 eine Beziehung stand und in den Briefen desselben 
von besonderem Interesse, sofern das Stück mehrfach erwähnt wird. 
der F aßßßflß (105 F 1011311151191" Dnnlnß, das nach Nach dem Tode des Königs Robert vcrliess B. 
Giottds schönem Entwurf ausgeführt war und Neapel (1343) und kehrte in seine Heimat nach 
1588 beseitigt wurde, theilweise darin darge- Sulmona zurüglg 
81261119 iSi- S.Petrarea, Itp. fam. V. l. 10; Var. ep. 25; 
Selbstbildniss des Künstlers, gest. von Cam- ReY- Senll- 11- 1- 111- 3- XV- 1- 
pana. Museo Fiorentiiio. Fol.  D asselbe, F"? W- Uni!"- 
gest. von G. Colombini. Serie degli uomiiii Barbault. Jean Barbault, französischer 
etc. 4. Maler und Kupferätzer, geb. um 1705, -i- zu Rom 
n) Nach ihm gestochßnl 1765 oder 1766. Er erhieltdas Studienstipendium 
1) Der GIIISS des Ensels- _Naf_h ein? Zeichnung fiir den Aufenthalt in der französischen Akademie 
mäßig von St" Mulman" hso- 1'    zu Rom, wo er den grössten Theil seines Lebens 
 gar lmd hL Franc" am Grabe Clhmth Mob zubraehte und sich vorzüglich mit Zeichnen und 
einer Zeichnung. In Bas an , Reeueil.     
3) Maria mit dem Kind, dem hL Bernhard ersehen Radiren antiker Architektur- und Skulpturuber- 
nend. Nach einer Bigtel-Zgichnung gegt, von reste beschäftigte. Seine illustrirten Werke ent- 
A. Scacciati. gr. Fol. halten zahlreiche Radirungen nach eigenen Zeich-
        

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