Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1607371
Ewrzai? ßaräaria 
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Kupferstecher gekannt und wegendes Zeichens, Harzen und Passavant für einen Nürnberger. 
das er auf seine Kupferstiche zu setzen Auch hinsichtlich des Namens waren die Mei- 
 npflegte, der vMeister mit. dem Schlangen- nungen verschieden. Mariette hatte in seiner 
ä" stabew, von den Franzosen nLe Maitre Sammlung, unter den Kupferstichen von diesem 
6' au eaduceeu genannt. Ucber das Geburts- Meister, zwei Exemplare, wo auf der Rückseite 
43' land und die Lebensverhältnisse dieses bei dem einen Catuche, bei dem andern Luca 
Künstlers, ja sogar über seinen Na- Catutie von alter Hand aufgeschrieben war; er 
mcn wusste man sonst nichts Zuverlässiges, und vermutete, dass dies der Name des Kunstlei-s 
ist noch jetzt darüber im Streit. IIeinel-ien hielt und das Zeichen des Caduceus eine Anspielung 
ihn für einen Italiener, weil der Stil seiner Ku- auf denselben sei. Der Professor Christ in sei- 
pferstiehe mehr Italienisches als Deutsches an ner nAnzeige und Auslegung der lilonogramma- 
sich habe. Bartsch, obgleich derselben Meinung, tuinc (1747) sagt: der Meister mit dem Schlan- 
verzeichnete dennoch, wie er sagt, nach her- genstabe soll, wie Einige wollen, Franz vou Ba- 
körnnilichcr Weise, seine Blätter unter den Wer- bylon geheissen haben, setzt aber sogleich hinzu: 
ken der deutschen Meister. Huber und Rost man wisse keinen Grund und positiven Anhalt 
machten ihn zu einem Landsmann _von Lucas fur diese Benennung. Regnault-Delalande, in 
van Leyden , obwol er, nach ihrer eigenen An- seinen Auktionskatalogcn, nennt ihn Georg Huf- 
gabe, eben so gut zu den deutschen oder italic- nagel. Seitdem haben sich an verschiedenen 
nisclien Kupferstechern gezählt werden könne. Orten Gemälde aufgefunden, die nicht bloss den- 
Zani vermutete in ihm einen Franzosen oder selben Schlangenstab wie die Kupferstiche des 
Niederländer, und Ottley meinte, er sei von Fer- darnach benannten Meisters, sondern auch den 
rara gebürtig. In neuerer Zeit erklärten ihn vollen Namen des Malers Iac. de' Barbari 
1-7"  führen. Au" weiteren Nachsuchun en er ab sich 
sachlich richtet er sich gegen die zuerst von IIai-zen aiisge-  b ,  g g  
bpmg] A eine v1; LT 15:" 13, g JKA- ((21,12; L h dass dieser Jacigio de B-irbari derselbe Maler 
 19119 D516 ESS  elIl UYD GY 61' llTlS 1' Elllßll" l " 
Jw) Mäewßse" "l"  IQ e" 11'116" MOPO e" ßrreri ist wel h n C r o n l r li sunten 
angenommen (ä. das Niihere im Text) und in Deutschland d.' L. c eJ_ {e 131 U3]; als {.68 Mx? 81)  d 
wegen 561110?" Uebersiedelnng nach Italien den Beinamen 19 lt-l 430130 e albmmü enbzlanq 1m  
 gfldenbeilä? lwßklihißpvä Brigrml? Evgßrw 
nedig der Geburtsort des läünstlers war; der Name Barbari rad- In 1c er, 3mm ermalnlcmum cnp" 
war vermutlich ein Adoptivname, dsner als Scliutzbefohle- tgrgg, III. p. 187, Argentor. 1717) Jacobus Ve- 
ner dervenczianischen Patrizierfamilie Barbari trng._ Zu- tus t D I t  d  K t en_ 
gleich gilt, wasjedoch von Kolloff, dem Verfasserdes Artikels, ne_ nenn  a? nVeÜ 31111111 '31 uns 86g 
Slelähftns beginne" llmh als u" hochßte" Grädß Wahl" Stande, welche die Erzherzogin Margarethe von 
scheinlich, dass MB. mit dem von Dürer. Nendorffer und 0 t   h St ttlqt  d)  l l d  
Doppelruayer erwahiiten Walch dieselbe Person war. Der es Qlrelc I a 14 enn (er WC er an Ül 9 ) 
etymologische Zweifel, deiithiällolisdägmz-genv geltend macht,  1305355 (in der Sammlung. der Sociätä de 
1st Vnpegrunue-t: walclhl-Ii jäv P-llfmämd zu  m" l'histoire de France und im Cabinet de Fama- 
Jelftivischeli Bildung_Wa so   a. e isc  mÜ nnn ist von  s   
Wiehtigkeitwdsss bei Neudo EX. an ner betreffenden Stelle teur, von E, Pwt, I. 2151i.) meldet, (13,55 SlClJ 
der Name alcli,_dei'_ spaterhiii haiifig als Familienname d nt r ehrere Gomrlde lnd  d l Ab_ 
äofltülflmlh hnusglruäkltichJ 2113i; Bzilnaiixrne äsbfaüichit ist, {Ethik e fnii)    I2 f: lll ttel 
w" es. wg f" i. a i. F?  a c  W11" t ruc au a icr estoe ene 11) er a Gllu von 
kommt m stelle l" huren-S niederländisch-am lugebuch tM-  t'e Jac llies de   dazu 
in Betracht, wo er sagt: Bei der Erzherzogin Margarethe 415 l q  f     7 
in Mecheln    sah ich gute Werke von JOIIXLDIIOVS und Jacob kommt endlich noch elne In ltalwnlsehcl- Sprache 
Walch: Ich bat die hohe Frau um Meister Jacobs Buehlein,  tlntl Q .tt die mit Ion S I] n er? 
aber sie sagte, sie hatte es Ihrem Maler versprochen"  allßgßß (1 (1 u] ungi 9 1 c.) 3' g 
Textl- Da". dedlelsteä-Iukobi 99.569" ßlwhlem Dm" 1"" stab bezeichnet und Jacobus de Barbaris unter- 
c-rwäbnt, mit Jacopo da Burhari identisch ist, muss nach   G  d B , A  18-3 
Allem, was man in dieser Beziehung an Argumenten beige- schrieben 1813 (S- {Nette 33 CÄUX" 1133, li  
bracht hat, für zweifellos gelten äjdie Annahme aber, dass Bd_ VHL 2Q3lf_l_ 
Meister Jacob derselbe sei, den urer uiimittelbiii'_i'orher N_ hd.  f m" hrtt t   b 
zlaccä Walch nennt. enilillelllglylll Synltnkliisehfilwl-liäsitihytlilils u ac 116801141 lläß llssill ä-N e man Edulll Ü? 
iirc aus uugezwuiigem um .rig_eii ass S10 ru' ie a r- 0 1 l S3 (er 11-31 ij el- amen 1m CF 
scheinliclikeitder ldeiititatBarbari smitWalch nuriuifüliren, S Ln' 2'   
dass sich derselbe, wie liaiim zu bezweifeln ist, einige Zeitin 11131311 des Melstcrs mlt dem Sßhlßngenßtilbe ge- 
Deutschland und zwar in Nürnberg aufhielt, dass seine A_r- Schlichte]; Sei; (lies Wal- jecloch keineswegs 
beitcn hiersahr geschatzt wurden und dass es daher begreif- d  F n E. 11b x    fü d  F  
laiüllwälbhßlllllßvlfllhif111NüghläOTgLllltfT(lFIDtNWHBXiWA-Iih, G1 äH. lIl llblJlllEtSSlg SE {l Salälßläi  
er sc e, e aun war. icier eg suvige er's uii er    (S. m3 '    l)  
dem Namen Waleh, die für_diese_ Ideiititntsfrage vor allem Sehe]?  l  B Blass 1c lvä N"  ) 
von Wichtigkeituwarenu sind nicht vorhanden; doch hat maß t aus 490W) e m" an und (em "In" 
Axspnrrnger kurzlich(inLiitzoiv's  berg-el- Malel- Jakob Wald] eine Person E1- 
die Moglichksit aufmerksam gemacht, dnssuuntcr den Stichen  d  M). f  S n  A D" 
38g ggiätgtr glKveänägg da? lhifbgn lalägßläofcärttgßuf 139191331 grun et SBUIC cinung 311a eine te e In  II- 
Gf 110 S ß 9 BJIII 3.0 Zll W 91] 9D: lü. G: RSS   J  il?     u 
nach Deutschland (und den Niederlanden) ging. wird bereits 161.5 nledel  m elstjätageblucl] i _WO  
vom Anqnymus des Morelli bericlitei,_dei' hinzusetzt, um or heisst: ndcn ieitag (7. Juni 152i , zeigte m11 
die dortige Malweise angenommeni Jedenfalls war der Gba- Frau Margarethe (in Mecheln) alle Ihre schönen 
riikter seiner Kunst von deutschen Linüussen sehr wesentlich    
bedingt. ln Venedig stand er zu dem Nürnberger Anton Kolb, 831011311 y 5131111111391 53h Ich gute Werke VOIÜ JO" 
einem d? anßesßlleälßtenlißflfleufßel" d" Fßkü"? des F"? hannes und Jacob Walch. Ich bat die hohe 
daco de Tedesclii in nahe-i Leziehuiig; denn die ßtelle in       
Dührefg 2, Brief: 3.15 Vänädiä, w?) er sugltfljlnthonip iätn, lrrau um Meister Jacobs Buehlein (Skizzen- 
sc wöre einen i , es e e 'ein essrer aer mit" .r an,    l     
denn Jakob, kann sicher auf keinen anderen als B. bezogen buch)' abel sle sagt? sle hätte es Ilnem Malel 
gerdeni Dass der grossmgon Anton Kolb 1500 publicii-ie (BQTIIhäIYÖ Vim Orleyl VCYSPYOCIICIIII. In dem In- 
rospe t von Venedig von  wie man jetzt ziemlich allge- .          
man annimmt, ausgeführt M: wird von Konutfbezwnifelt vcntarium dei Eizheizogin ist nui von Maistrc 
im Redaction. Jacques und Maistre Jacques de Barbaris die 
39'"
        

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