Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1607215
Marcantonio Baratteri 
Genesio 
1491 
Barba. 
691 
Baratteri. lllarcan to nio Ba rattc ri (oder Von B. wird ausserdem-berichtet, dass er Ma- 
Barattero), Ingenieur, geb. in Lcdi, um 1500 thematiker und Baumeister gebildet, Maschinen 
thätig. zum Heraufschafen des Baumaterials auf den 
Nach ihm gestochen ; Campanile erfunden und ein Modell zu der Rialto- 
La grau (Jitta di Milaiio. Gest. von Giuv. Paolo Byuck? gemacht habe; Nach dlesem Modfin kam 
B1 anchi 1638 und 165i GL qm FOL die Brucko, aus Holzbalken bestehend, die uber 
s. Zani, Encicl.  Le Blaue Manuel. eine Anzahl Barken gelegt wurde? H80 Für 
Ik Enyehnwuh Aiisfuhrung. Es war wol dieselbe holzerne Rial- 
    tobrucke. die noch im J. 1252 eine Restauration 
Ba?"ttel'1' Glafnbattlsäa Barfltte": erfuhr. Erst 1264 trat an ihre Stelle eine auf 
Architekt und Ingenieur, geb. in Lodi, in der 2. eingerammten Pfählen errichtete Brücke_ 
Hälfte des 17. Jahrhanderts. _  Y    
Seine Schrift- Arvliitettura d'ac ue divisa in VIII 5' kann Sansovlnm wenet-la desuntta (velfema 
'        (1,3    1581). p. 116.   
lihri. Piaceuza. 1650; in zwei lheilen 11156 u. Suna scult in Veueziay p_ 76  Mothes, Ge_ 
1P99'_F0l'__   _   schichte der Baukunst u.Bildhauei-eiVenedigs.I. 
s. Lani, Lncicl.  Mazzuchelli, bcrittori p_ ]37_  FL Zanotto, Guida di venezia" 
(Yltßliß-  1863. pp. 108. 112. 372. 
 ü sie w Fr. W. Ungar. 
Bumh 5- Bmtm  Biiriittini. Francesco Barattini. Einem 
Barattiero. Niccolo Barattiero (Neuere Meisteä dieses Namens Schreib? Nagler 13' m) 
schreiben Barattieri, was nicht richtig zu sein ohne nahefäßeßrunduug d1e fmt dem Buchstaj" 
scheint), Baumeister und Ingenieur aus der Lom- ben b bezelchneten Ffllzschnlttß IP Marozzos 
bardei, der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrh. Feähßbuchläläg (lßßxlfßb  Modeggi m äeueä Bez, 
inVenedig thätigwar. Auf derPiazzetta daselbst a" fnflflg a um 61191 15 "H" "m? a3 am, 
hat er die beiden Granitsäulen aufgerichtet, wcl- auf Flmgen Blättern belgefuälse R so"  s?" 
ehe de]. Doge Domenico Michele 1125 von sei_ Ansicht .Romanus bedeuten.  Wahrscheinlich 
nem siegreichen Zuge gegen den griechischen ruhren diese frei und malerisch in venezianiseher 
Kaiser mitbmchtt, Ob dieselben aus Syrien, lYVeisebehandeltenHolzschnittevonGiov.Brito 
oder aus Konstantino el stammen, ist un ewiss. er" 
Wahrscheinlich sind sIieTrophäen der Untgerwer- 5- Naglerß Monogr- I- NO- 1612- 2040-  
fung von Rhodus. Eine dritte Säule soll beim W. Drugulm- 
Landen in Venedig in's Meer gefallen sein; jene Barattini. FrancescoBai-attini,Formen- 
zwei lagen mehrere Jahre, ohne dass jemand sehneider, Holzbildhauer und Stempelschneider, 
wagte ihre Aufrichtung zu unternehmen. Erst geb. in Bologna, um 1760 thätig. Nach der An- 
unter Sebastiano Zani, dem Nachfolger des Do- gabe Naglefs (s. u.) zeichnete er als Stempel- 
menico Miehele (1172-1177) ei-hot sich Barat- schneidet mit den Buchstaben F. B. F.  Er- 
tiero dazu, der seit einigen Jahren in Venedig wähnt werden zwei Holzschnitte, S. Crispin mit 
lebte. Er verlangte dafür, ausser einer anstän- Crispian und S. Alö, die bezeichnet sind: F. 
digen Belohnung, das Privilegium, zwischen den B. BOL. (der erstere 36 ein. br. 25 cm. h., der 
Säulen Spielbanken errichten-zu dürfen (die letz- letztere 35 CHI bli 24 Cm. 11-) Möglicherweise 
teren wurden erst 1529 vom Dogen Andrea Gritti sind diese Schnitte Arbeiten Barattinfs. 
auf Antrag des Jacopo Sansovino beseitigt). s, Nagler, hlonogr. lI. N0. 19150. 
Wegen dieses Privilegiums erhielt Meister Ni- W. Drugulivi. 
ggägryväilgqglähgäscgglääNamen Balamelo (nur Barba, J uan San chez Barba, s. Sancliez. 
von der Anmaßung dßf Säulen, d? 3' im Barba, Beiname des Galeazzo Rivelli. 
J. 1172 bewerkstelligte, erzahlt man die näm- 
liche Anekdote wie von der Aufrichtung des Bai-im, J acopu 461m Ben-im, Kunstgies- 
Olfehsken auf dem Peterßplatze zu R011?! Sie ser in Florenz, lllitte des 16. Jahrh. s. den Art. 
seien erst dadurch, dass man die zu stark Baßeio Bandinelli. 
ausgedehnten Stricke mit Wasser bespritzt habe, 
zum Stehen gebracht worden. Die Sockel und Barba. Genesio d cl Barha, Maler, geb. 
Kapitelleder Säulen wurden wahrscheinlichnicht den 17. Okt. 1691 zu Massa di Carrara, lebte 
mit aus dem Orient herübergebracht, sondern noch 1736. Er malte hauptsächlich Tapeten 
von Barattiero hinzugefügt; sie sind im byzan- (Nachahmungen von Arazzi) und war mit sol- 
tinischen Stil gehalten, jedoch sehr eigentiim- chen Arbeiten in Rom für die Paläste Oorsini, 
lieh behandelt. (S. die ausführliche Beschrei- Odescalchi, Pamtili u. a. vielfach beschäftigt. 
bung bei Mothes und die Abbildung eines der Bildniss des Künstlers: Se ipse p. P. A.Pazzi 
Kaplätelle bei felgatico; Erst viel später sind so. 
der ronzene ar us-Löwe und die Marmorsta-     A,  0-    
tue des hl. Theodorus auf die Spitze dieser Säu- s.  llldiolgyräalcbll1tlll_eä[äligh  35T Pol], Memo- 
len gestellt worden. i. i i. 
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Von B. wird ausserdem-beriehtet, dass er Ma- 
thematiker und Baumeister gebildet, Maschinen 
zum Heraufschaüen des Baumacerials auf den 
Campanile erfunden und ein Modell zu der Rialto- 
Brücke gemacht habe. Nach diesem Modell kam 
die Brücke, aus Holzbalken bestehend, die über 
eine Anzahl Barken gelegt wurden, 1180 zur 
Ausführung. Es war wol dieselbe hölzerne Rial- 
tobrüeke. die noch im J. 1252 eine Restauration 
erfuhr. Erst 1264 trat an ihre Stelle eine auf 
eingerammten Pfählen errichtete Brücke.
        

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