Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606994
 
Nanni dlntonio di Bancq 
Ernst von Bandel. 
669 
zweiten Hälfte des 14. Jahrlr, l- 1421 (nicht eine Notiz, dass er 14l6im Auftrag derDombau- 
1430, wie Vasari angibt). Von Vasari wird B. verwaltung gemeinschaftlich mit Brunellesco 
irrtümlicherweise als Schüler Donatellds be- und Donatellc ein Modell für die Domkuppcl 
zeichnet, dessenAltersgenosse er war. An Talent nßlntßllte (mit dem Später Zul" Ausführung de" 
und Bedeutung diesem nicht gleich, gehört er lmlgten nicht ldeutisßlll- 
im Gebiet der Skulptur doch jedenfalls mit zu Porträt des Künstlers, Brnsth. imPi-ofll, gez. von 
den bahnbrechenden Meigtgyn (le1'R9n3,iSSancQ_ Vasari. Holzschn. in versch. Ansg. des Vasari, 
Als sein Lehrer ist Niccolg, diAl-ezzo zu betrach_ in der Bottarfschen Radirung. Gest. vonüecchi, 
ten, derin derplalstik den Uebergangvol] dermy in: Serie degli uomini i piu illustri etc. 4. 
kanischen Gothik zur Renaissance bezeichnet. S" Xiilssääl G23 L0 yonllfrlgl" lgbää_ää'ezigal' 
    i,       in s, 
Unter der Leitung desselben arbeitete er 1406 Tuscan sculptbäs. I. 158. 159.  Burckhardt, 
1111611404,gemeinschaftlichmitseinemVatcMso.) gicerone 3 Aug p 627  L Passen", 
und gleichzeitig mit Donatello, an dem zweiten Curiosita ar-tistielie letc tLa laggia die Or San 
nördlichenSeitenportal desFlorentiner Doms Michele].  Oesare Guasti, La cupola di S. 
eine Komische mit Blattwcrk und einen Fries Maria (181 Fiors-  Qusllensßhriften für 
mit Enge1fig-uren_ 1m J_ 1408 wurde er, Zugleich Kunstgesch. etc. herausg. von Eitelberger, IX: 
mit Niccolö dvArezzo und Donateno, beauftragt, Donatello, seine Zeit und Schule, von H. S e in- 
für die Nischen am Hauptportal des Doms die  PP: 55-58, 7U-72, 77-85, 104, 113a 
sitzenden Evangclistenstatucn auszuführen, die ' 11b  12a s er 
seit dem J. 1586 in den Seitenkapellen des Dom- Banco. Abraino Banco Kupferstechei aus 
chors aufgestellt sind. Seine Statue des Evan- Sigma, in der 1_ Häjfte des 17' Jahrh thätig 
gelisten Lukas ist noch vorwiegend im Stile   
Niceolifs, doch zeigt sie auch schon, namentlich Von ihm gestochen? 
in der Gewandbehandlung, den Einüuss Domb Eine Reihe Darstellungen von Begräbnissfeierlich- 
tellds, der später noch entschiedener hervortritt, keiten: Nach Zeichnungen von Franc. Pe tru c ci. 
wenn auch B. von dem strengen Realismus die- gubhilnt 16.59 in Ventils   
Bes Meisters nicht in gleichen] Maße abhängig s. liäiäilr, EÄIICIC]. l- Heineken, Dict.  Le 
erscheint, wie andere Bildhauer jener Zeit; 0' arme  W EH 61mm, 
öfters bekundet er ein Streben nach Schönheit Bnndel. Ernst von Bande; Äildhager 
der Formen, welches die Einwirkung Ghibertfs geb_ 17_ Mai 1390 in Ansbach Najchdem er ü; 
verrath. An der Aussenseite der Kirche Or San seiner Vaterstadt das Gymnasium, in Nürnberg 
M I ehele in Flore nz sind von B. vermutlich die höhere Realschule besucht kam er 1816 nach 
die Nischenügur des s- JuCOPO, und das darun- München auf die Kunstakademie wo er sich zu- 
tcr befindliche Relief, beide noch ziemlich befan- erst, unter Leitung Karl v. Fischers des Erbau- 
gen in der Art des Niccolö. Den zunehmenden ers des Münchener Hoftheaters dem Studium 
Einfluss Dnnntelldn, ein lebhafter-es Studium der der Architektur widmete. Bald aber wandte 
Natur und du? Anüke bekunden die fßlgenden, er sich ausschliesslieh der Plastik zu und lenkte 
an derselben Kirche befindlichen Werke Bancds: frühzeitig, namentlich durch eine (1820 in 
die Gruppe von vier in einer Nische Stehenden München ausgestellte) lebensgroßc Statue des 
Heiligen und unter derselben das Relief, das ei- Mars und deraModelle einer Caritas und eines 
nen Bildhauer bei der Arbeit an einer Knabcnfi- Faung, die Aufmerksamkeit auf sich In den 
gur, andere mit architektonischen Arbeiten be- Jahren 1821-22 fertigte er im Auftrag des 
schäftigt darstellt." Bezüglich der Gruppe der Königs Maximilian I. von Baiern zur Restau- 
vier Heiligen crzahlt Yasari, dass Donatello ration des sogenannten Schönen Brunnens in 
dein Kunstler fur ein Abendessen Hilfe Nürnberg sechs große Figuren und die Modelle zu 
geleistet, indem er die Statuen durch Verkiir- Moses und den Propheten. 1825 unternahm er 
zung der Schulterbreite und andere Verän- eine Studienreise nach Italien, wo OIZIITiIOTWRlÖ- 
derungen dem Raume angepasst habe; doch sen inBezichung trat und unter anderem die ge- 
ist an den Figuren von solchen gewaltsamen Ver- genwartig in der Walhalla bei Regensburg aufge- 
besserungen nichts zu bemerken. Noch freier in stellte Büste Franz von Sickingens ausfiihrte. 
der Behandlung sind die von B. gleichfalls für 1827 kehrte er nach Deutschland zurück und 
Or San Miehele ausgeführten Nischeniiguren lebte die folgenden 7 Jahre mit mannigfachen 
des hl. Philippus und des Santo Lo (S. Aloysius). Aufträgen beschäftigt fast ausschliesslieh in 
Ein Meisterwerk, das den Geist der Renais- München. Zwei der Giebelstatuen an der dor- 
sance schon in voller Deutlichkeit zeigt, ist seine tigen Glyptothek, eine große Zahl trcfflicher 
letzte Arbeit: die schöne, zu Vasarfs Zeit dem Porträtbüsten, die des Königs Max von Baiern 
JnCQPQ denn Qucrcia zugeschriebene Giebel- der Maler Peter IIess und Stieler des Architckl 
gruppe über dem oben erwähnten, nördlichen ten Gärtner, die Denkmäler des Ritters von 
Seiteneingang des Domes; Die Madonna, in Skellund des Historienmalers P.von Langer eine 
einer Mandorla von Engeln umgeben: dem m- GTuPPß "Amor und Psycheu die Statuen dei sich 
Thomas ihren Gürtel reichend.  Ueber Bancds sehmückcnden Venus und derHoifnung sind Ar- 
architektonische Thatigkcit haben Wll' nur die beiten dieser Epoche, und zwar großentheils
        

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