Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606963
666 Bamberger  Cavaliere Nicolö Bambini. 
 
fresken arbeitete. Der Eindruck dieser Werke  
war für seine ganze weitere Entwickelung be- Nach ihm gestochen? 
etimmend. und eo Wenig er Rettmann in der Maria auf dem Throne, umgeben voii remis und 
Großartigkeit des Stilgefühls und der Naturan- Paulus. G. Gecchi sc. kl. Fol. 
schauung erreichte, so muss er doch für einen s_ Z am, Encier  Hein eken , Die;  Pa z n, 
der entschiedensten und begabtesten Nachfolger Serie de" Ritratti etc. I. 229. 
desselben gelten. Im J. 1845 machte er eine "i, " 
Reise in die Normandie und nach England, von Bnmbini. Giaee m0 B embini, Maler, geh 
wo er mit rcichei-Studienausbeute zurückkehrte. um 1582 in Ferrara,  ebenda 1622 (naeh M3, 
Das Schlachtfeld von Hastings mit der Aussicht rietie 1628). Er war ein Schüler des Domeniee 
aufs Meer, das er nach dieser Reise malte, ist Menii, von dessen bizarrer Manier er sieh später 
eines seiner besten Bilder, dem es nicht an befreie, Mit dem Maler Giulio Cromer (genannt 
einer gewissen Größe der Aulfassung und poe- Creme) gründete er in Ferrara die erste Akade_ 
tischer Stimmung gebricht; das Machwerk hat mie, jedenfalls unter dem Einduss der Beeti-e- 
etwas Kleiuliches und Unruhiges, die Färbung bungen der Caracci. In den Kirchen seiner V3- 
etwas Buntes und Schweres. Nach einer länse- terstadt sind von ihm viele Gemälde (in der K3- 
rcn Reise durch Spanien nahm er in München thedrele eineVerkiindlgung und ein Abendmahl), 
dauernden Aufenthalt und malte seitdem haupt- in der Pinakothek im Ateneo Civico zu Fer_ 
sächlich spanische Gegenden. Mehrere Bilder rare; der hl. Nikolaus und Ludwig der Heilig-e x 
von Gibraltar, Algesiras und Granada fanden König von Frankreich. 
großen Beifall; doch zeigt sich auch in ihnen, S_ Bantu, Put e m er Ferrari,  Bunt 
dass dein Künstler die Fähigkeit abging, einer faidi, Le vire der Piw ein ni Ferrari 11_ 24_ 
großen Wirkung den kleinen Detailreiz zu opt-  Meriette, Abecedario, publie par Ghenne_ 
ern; so schwankte er zwischen Stil und Natura- vieres et Montaiglon.  Lan zi , Pitt. It. 1817_ 
lismus unentschieden hin und her. Spanien hat V. 253.  Zani, Ellßißl-  Gllida di Fer- 
er noch zwei Mal besucht. In seinen späteren Tue (von L- N- Cltlßilellßl 1344- P- 96- j L. 
Bildern, deren die Schacksche Galerie in Mün- N' Clttadellai Notme "L a Ferranhisöi- 
chen eine beträchtliche Anzahl besitzt, wurde er   w   _ f  
von Jahr zu Jahr inanierirter und bunter, in sei- Bambmb 53V? 116m  ICOJO B afnb 1111, 
ncn Darstellungen aus dem spanischen Hochland M310?  geb; 1651! m Venedig (malt 1652. wie 
eben so sehr, wie in denen aus dem bayrischen, Lßnghl anglbt) r T ebenda 175a P1 Plldem Slfßll 
die von jenen oft kaum zu unterscheiden sind. lllßYst lmteY der Leltllnä Ma-Zzßms _1n Venedig, 
 Den meisten Werth haben seine sehr geist- 813g dann nafh Rom Ilfld SClIlOSS 81011 hier der 
reichen Handzeichnungen und Studien, in denen Sßlllllß Maritim S M1- SPilteT, nach (jeißuekhehr 
er, im Gebrauch der künstlerischen Mittel zu 111 SelHeVßtßYStßdlf, 311111196 efhülllzitsdßf llßh Liberi 
größerer Mässigung genöthigt, eben deßhalb viel nach, dßl: damals m Venedig  O e WM" lllanßhe 
m. rr 1011m seiner Bilder, deren koloristische Schwache er 
m8 e e erkannte, liess er von dem Genueser Cassana. 
a) Voll lllm lltllogrälplllrk retuschiren. Ein italienischer Fürst ernannte ihn 
Auf der Alp. Originallithogr. zum Cava1iere_ Die GaleriäzuhKäs sgllbesitzt 
 i'1:'eaceeru' 
b) Nach ihm gestochen und photographirt: EäliqälänäggnciilgolldäasDäeue Palais von E? Es? 
l] Panorama von Rolaiidseck, lionnenwerth und dam einen Achmei  B_ hatte zwei Söhne: 
giälätlilsäqäälälbrggbfälsllllgßädäblä alath e" G i o v anni und S tef a no, die gleichfalls Maler 
2] Album de Kissiiigeii. Collection des vues les wareIL    
plus pittoresqucs de Kissiiigen , de Booklet et Sein Bildnis s, radirt von Lorighi. 
des environs. Dessinees par F. B., gravees a 
Paqua-tinta par les plus habiles artistes. Ebend. Nach ihm gestochen : 
1539- kl- 11- 4-  ria. Gest. von A. Zuechi 
3] Das Schlalclhtfeld von Hastings im Münchener Ugillmäggälidilam S_ Stefanoin Venedig Follftch 
Kümnerälbum" Nach Flefn Gemälde Photograph" 2) Dass. Rebellato an. Buslazon sc. In:  
1872. Muiicheii. Ilaiilstaiigel. F01. Imtto Pinac. Vem 1858 kL FOL 
F12 nicht. Ü) Der lil Joseph (halbe Figur] mit dem Christus- 
BamberinL DOmGHiGO (oder Anton Do- l kind inl: Galerie von Düsseldorf von De Mechel. 
menico) Bambi" inii Maler in Florenß geh 4) Madonna coii il Bambino fra le braccia. Gawril 
1666, er 1741. Er war ein Schüler des Siinone Scorodomoi-r scuip 11er 
Pignoni, studirte einige Zeit in Rom und malte s Lon hi L6 Vite de. Put veneL  Zanetti 
nach seiner Rückkehr nach Florenz für dortige  Pm. äfeniw P_ 43L  Manette, Abecedarig 
Kirchen und Paläste eine große Anzahl Fresken Pubm; Par Chenuevieres er Mgntaiglon,  13m1 
und Oelbilder. Auch als Porträt- und Stillleben- wir, Le pitture di Rovigo. pp. 184. 232.  
maler ist er bekannt. Zani, Eiicicl.  lileineken, Dict.  Par- 
Das, S elb s tbild ni ss des Künstlers, gest. von th ey, Deutscher Bildersaal. i k 
P. A. Pazzi in: Serie de' Ritratti etc. m
        

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