Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606875
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Vermälung Napoleons III. und der Taufe des Floris Balthasar hatte drei Söhne, die sich als 
kaiserlichen Prinzen war ihm die Leitung der Zeichner und Stecher von Karten, Einer auch als 
dekorativen Arbeiten übertragen; von ihm war Kupfersteeher bekannt gemacht haben, nämlich: 
auch die Zeichnung zu der von der Stadt Paris a. Frans oder Francois Florisz, b. BalthasarFlo- 
dargebrachtcn Wiege des kaiserlichen Kindes. risz. oder Florissen, c. Cornelis Florisz. Die er- 
Die von seinem Vater begonnene Publikation steren Beiden nahmen später den Beinamen van 
der Grands prix d'architecture wurde von B. Berckenrod e an und werden unter diesem 
fortgesetzt. Von seinen literarischen Arbeiten Namen besprochen werden, während der Dritte 
sind zu nennen: die vortreffliche Monographie unterFlorisz. zu suchen ist. 
über die Villa Medicis (1847), die Monographie Obgleich B. eine sehr große Anzahl von Kar- 
übcr die Halles Centrales und das Werk über ten fertigte (s. Bodel Nyenhiiis hLandmetersa) 
die Malereien der alten Galerie de Diaue im Pa- und mehrfach für die Herausgabe seiner Werke 
lais von Fontainebleau. In dem Werke von von der Regierung mit Geld unterstützt wurde, 
Huillard-Breholles: ReCheTCheS sur les mmzu- scheint er doch arm gestorben zu sein, da seine 
ments de l'histoire des Noronavzds et de la maismz Wilißwe 8011011 4 Monate nach 301116111 T0116 die 
Je Souabe dans Kltulie mrfridionale (Paris, 1844) Kupferplatten der Karten von Delfland, Schie- 
sind die Illustrationen nach Zeichnungen Bal- lalldimd Rynland an die Deichhauptmannschaf- 
tard's ausgeführt.  ten digseg Bezliälirg Yerläautgn mussläe. EB. wßuilfcz 
am  ez. 
Von Ingres gibt es ein gezeichnetes Bildninss begmbeIL m er leuwe er zu e 
des Künstlers, von Gustave C rau k eine Portrat- 
bügle dasselbe" Von ihm gestochen: 
S G41 Zelle deS Beallx  Art-i, XVI- 285- 1) Bildiiiss von Thomas Franziiis. 1610. Oval mit 
XVÜ- 35- XVUI- 188- XX- 94- XXW- l28- der Umschrift: vera efilgies v. cl. thomae Franzy 
 Didot, BlOgYaPhiE Eänäfßlß, IV- 314-  ilmi Frisiae orientalis comites cancellary. aetatis 
B ellie 1', Dlct- a suae xLv. Nebst 6 lateinischen Versen von Dom. 
   
Balten. Peter und Dominicns Balten Cat. de Ridder No. 27. Dieses kleine Bildiiiss ist 
(oder Baltens), S. Balthazar und Custom sehr ausführlich in Wierx's Manier gestochen. 
2) Bauern werden im Dorfe von Soldaten überfal- 
Baltesen Floris Baltesel- (Baltegel-g len. _Rechts unten: F. Baltesers fecit: W. A. 
oder Balth asar) , holländischer Goldschmied, SIRIUS excudebft  de Z 11611 111176111501 obig)? 
Kupferstecher, Geometer, Zeichner und Stecher B 51378 Väääe ägiäilädläf äao" ägm H' 1  
Von Landkarten! Ende des 16' und Anfang des  A.pol1o mit den 7 Musen und der Zeit; auf einem 
l7- Jahrh- 0b '31" zu dem Antwerlläner G8" Buche im Vordergrunde die Buchstaben F. B. 
ichlecht (188 Pieter Balthazar gehörte, wt unbe" 'l'itelbl. zu: Den Bloemhof van de Nederlantsche 
rannt; auch ist nicht sicher, dass er in Delf t Jeught beplant met uytgelesen Liederkens  
geboren wurde; 1589 im Februar wird er hier  tllAmstelredam Bij Dirck Pieterss  1610 in 
ils Bürger der Stadt gelegentlich seiner Trauung q"-   
genannt. (In den Trauregistern finden wir cin- [Üßrllvjimlfntß 1B Rßgllivsrläßrllglnä, ärßublvtefkl 5132311 
getragen: Floris Balthazar, Goldschmied, Jung- 5a 835 6"" 81' ms a esers "Van "r  
iesenei WOhnhaft auf dem alten Langendyck' 5] qScliale mit ornamentlrtem Rand; in der Mitte 
llld Dircktgßn Zymons Van Overvesti Jungfrau! Bacchus- und Faunskopf. Rechts und links von 
Vlmnhaft in Bruynvisch [Brßuthausl an der der Schale die Hälfte eines Pokales und eines 
loldersgraft.) Gefässfusses. Bez. r. n. jnv. anno 1596. qu. 8. 
B. ist vornehmlich als Landkartenstecher bc-       
iannt. von seinen Goldschmiedem-beiten hat Brulliot zitirt einen Ornamcntstich, bezeichn. 
ich, wie es scheint, keine erhalten; wir kennen   
'on ihm nur die schönen Entwürfe zu solchen HIN [600 von dem Nagler einen fruhen 
lrbeiten, die im Verz. seiner Stiche unter No. 4  I    N 1 
ind 5 aufgeführt sind. Vermutlich hat er neben Druck mit der Jahreszahl 158i anfuhit. algl er 
.em Kupferstechen die Goldschmiedekunst fort- Spflßllt ferner Voll elnelwseltenlfn Folge V9? F11]; 
während geübt; in der Inschrift einer von ihm Stern Zll Dßgßn- und Sehwertgriiifen: gewo 111.10 
ngeferligten Karte von Delfland bezeichnet er mit Groteskcn und Figurenc, sowie von 6111er 
ich ausdrücklich als Goldschmied. Die erste vFolge vonZierfcldei-n i'm-Goldschmiede"undvßn 
atirte Karte Balthasafs ist vom J. 1599: Die einem Stieheßinen Hellebardier darstellend: alle 
ielagerung der Stadt Bommel durch Mendoza. diese Stiche seien bez. F. B. und trugen die Jah- 
hie gelungensten und bedeutendstenKarten sind i'eszahlen 1596 und 1597. Nagler nimmt an, dass 
ylgende: 1. Karte von Rynland in 22 Bll. Fol. sie von derselben Band und zwarnvon einem 
 Karte von Delfland in 10 Bll. Fol. 3. Karte deutschen Goldschmied herrühren. _Fur den erst- 
en Schieland in 15 Bll. Fol. Die beiden lctz- genannten auch von Brulliotbeschriebencn Stich 
iren sind unter Beihilfe seines Sohnes Balthasar gibt jedoch. Schestag in seinem unten zitirten 
Bai-heiter, Werkden Flo ris Baltliasar als Stecher an. 
Meyer, Künstler-Lexikon. II. 83
        

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