Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606847
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Camillo Ballini 
Joseph A. Balmer. 
 
 
Ballini. Camill 0 Balli ni, Maler, Sohn des 
Goldschmied Gaspare B. in Venedig, Schüler 
des Jaeopo Palme, Gieyane, zweite Hälfte des 
16. Jahrh. Mehrere seiner manieristischen De- 
korationsmalereien sind im Dogenpalast zu Ve- 
ne dig: in der Sala dello Scrutinio Der Seesieg 
des Marco Gradenigo und Jacopo Dandolo im 
Hafen von Trapani, in der Galerie, die zu die- 
sem Saale führt, drei Deekenbilder: Flora, Pal- 
las und Venezia, vom Ruhme gekrönt. Carlo 
d'Arco nennt B. unter einer Reihe von Malern, 
die in Sabbioneta arbeiteten. 
sich hauptsächlich der Seemalerei zu. Sein 
Hauptbild ist die Schlacht bei Trafalgar in Tri- 
nityluouse zu N e w c a s tl e. 
Nach ihm gestochen: 
B11. in: The Ports and Harbours of Great-Britain. 
Gest. von W. und E. Finden. 
s. Zani, Enciclß-Mos c h ini ,Venezia. pp. 460. 
472. 474. 475.  Zanetti, Venezia. p. 362. 
 Rossetti, Padova. 354.  Lanzi, Pitt. 
112.111. 171.  Carlo d'Arco, Arti etc. in 
 Mantova. II. 206. 
Janscn. 
Balliu (oder Ballieu), s. Bailliu. 
Ballu. T h e 0 do r e B al l u , französischer Ar- 
chitekt, Schüler von Lebas, geb. 1817 zu Paris. 
Er vollendete die von Gau begonnene Kirche 
Ste. Clotilde in Paris und erbaute daselbst die 
Kirchen de la Trinite und St. Ambroise. 
s. Bellier, Dict. 
w x r 
Ballue. Hippolyt e Omer Ballue, Maler, 
geb. Mai 1820 in Paris, 1- 18. Oktbr. 1867 in 
Belleville, Schüler von Diaz. Er malte land- 
schaftliche Ansichten und war besonders als K0- 
stüinzeichner für die ersten Theater von Paris 
und des Auslandes viel beschäftigt. 
s. Bellier, Dict, 
ii x äk 
Balluerea. B al l u e r c a , spanischer Maler, 
Ende des 17. Jahrh. Für das Konvent de las 
Baronesas zu Madrid malte er 1695 ein Bild, 
welches den Santo Cristo de Burgos darstellt. 
s. Bermudez, Dicc. 
äk de älf 
Balmnseda. Juan de B almas eda, spani- 
seher Bildsehnitzer, in der ersten Hälfte des 
16. Jahrh. Im J. 1519 erhielt er den Auftrag, 
für den Retablo der Hauptkapelle in der Kirche 
zu Pal en cia einen Kruziiixus und die Figuren 
der Madonna und des Evangelisten Johannes 
auszuführen. 
s. Z ar c o d el Vall e , Documentos inädlitos para 
 1a historia de las bellas artes en Espaia. Madrid 
1870. 
x x s 
Balmer. G eo r g e B a l m e r , englischer Land- 
schaftsmaler,  1846 zu Ravensworth. Er war 
der Sohn eines Zimmermalers und betrieb an- 
fangs das Geschäft des Vaters; nachher widmete 
er sich der Kunst und fand zuerst mit einer An-  
zahl aquarellirter Landschaften, die er 1831 zu, 
Newcastle ausstellte, lebhaften Beifall. Auf einer  
Reise durch Deutschland und die Niederlande 
malte er die Ansichten von Bingen, St. Goar, 
Rotterdam, Haarlem etc. Späterhin wandte er 
s. Ottle y, A biogr. and critical dictionary etc. 
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ä 
Ballner. Joseph A. Balmer, Schweizer 
Historien  und Heiligenmaler , geb. 27. Nov. 
1829 zu Abtwyl im aargauischen Freiamt, lebt 
in Luzern. Wie so manches Kiinstlertalent in 
der Schweiz, wo eine leitende Akademie fehlt, 
ging auch er in der Jugend lange Irrwege. Bei 
einem ländlichen Maler der Nachbarschaft, der 
von Porträt- und Kirchenbildern lebte , letztere 
 ruhig nach "alten Kupferstichen komponirend, 
lernte er die Anfangsgründe so, dass er später 
 ganz wieder umlernen musste. Einen Tag zeich  
nete oder malte er, den andern trieb er das im 
elterlichen Hause erbliche Geschäft eines Metz- 
gers. Unter Anton Butler in Luzern  1874), 
der unter Cornelius in München Gehilfe bei den 
Fresken der Ludwigskirche gewesen, fing B. 1m- 
verdrossen von vorne an, so dass er Herbst 1852 
zu Dlisseldorf in die Malklasse und bald in's Ate- 
lier des Hciligenuialers Professor Mücke ein- 
 treten konnte. Ein Bild von lokalem Interesse, 
 das er in seiner Heimat malte: Wie die Bürger 
 von Zofingen nach der Schlacht bei Sempach die 
 Leiche ihres Sehultheissen Niklaus Thut linder; 
 der gegen die Eidgenossen kämpfend in das Ban- 
ner der Stadt mit den Zähnen sich eingebissen 
hatte, verschaffte ihm ein kleines StipendiunL 
In Düsseldorf zeichnete er dann unter Schadow 
einen Karton: Der Tod des hl. Joseph; das 0el_ 
bild danach wurde für die Schweizer Kunstaus- 
Stellung zu Bern (1857) vollendet und nach Frei- 
burg i. Br. verkauft. Nach einer ferneren Stu- 
dienzeit in Karlsruhe unter Des Coudres und Spä- 
te1- nochmals unter Canon, erhielt er zahlreiche 
Bestellungen für katholische Kirchen im Badi- 
sehen und in der Schweiz, da besonders im letz- 
tcren Lande, durch Anregung der beiden Maler 
 Deschwanden und Staus, die katholischen Geist_ 
liehen eifrig anfingen, selbst Landkirchen mit 
gefälligen, obwol billigen Altarbildern zu 
schmücken. Für die Kirchen in K ii s nach t hat 
B. Dcckcn- und Wandbilder ausgeführt, sowie 
Altarbilder für die Kirchen zu Miihlau (Kam- 
ton Aargau) und Oos (Großherzogth. Baden), 
1865 nahm er seinen dauernden Aufenthalt in 
Luzern und ist dort für die Kirchen in Baldegg , 
Oberriiti , Dietwyl (Aargau), St. Oswald 
in Zug, St. Imien (Bern) u. a. mit Bestellun- 
gen fiir Altarbilder und Wandgemälde vollauf 
beschäftigt gewesen. Auf der Schweizer A115- 
stellungvon 1871 hatte er einen Cyklus von Aqua- 
rellskizzen für neue Fresken in der 'l'ellskapelle 
auf der Tellenplatte bei Fluelen, in welchen zwar 
dem Steif nach die sagenhafte Befreiungsge-
        

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