Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606823
652 Ballester  Claude Ballin. 
russ. und französisch.) St. Petersburg 1816,  
III. 12. 
Ed. Dobbert. 
Ballester, s. Balester. 
Ballesteros. Fernando Ballesteros, 
Goldschmied in Scvilla, in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrh. 1580- 87 arbeitete er mit Juan 
de Arfo (s. diesen) an einer großen silbernen 
Custodia für dasselbe Kapitel. 
s. C ean Bermudez, Dicc. 
Fr. W. Unyer. 
Ballesteros. Valentin Ballesteros, spa- 
nischer Architekt, Anfang des 17. Jahrh. Er 
arbeitete seit 1608 als Baumeister an der von 
Ordoüez 1602 begonnenen Jesuitenkirche in Al- 
cala de Henares. Der bei Llaguno als Stein- 
metz aufgeführte Agostin de Ballesteros ist nach 
der Note des Cean Bermudez vermutlich kein 
anderer als Valentin B. 
s. Llaguno, Notieias. III. 115. 
Fr. W. (Jnger. 
Balli. Simone Balli, Maler und Kupfer- 
stecher aus Florenz, um 1600. Er war ein Schü- 
ler des Aurelio Lomi und ging mit diesem nach 
Genua, wo er in hohem Alter starb. Nach Lanzi 
erinnern seine Gemälde, deren er in G enua für 
verschiedene Kirchen, für S. Giacomo, S. Maria 
del Carmine, S. Spirito u. a. eine große Anzahl 
ausführte, an die Art des Andrea del Sarto. Be- 
sonders geschätzt waren seine kleinen auf- Ku- 
pfer gemalten Bilder. Dass er auch in Kupfer 
gestochen, wird mehrfach erwähnt, doch linden 
sich Arbeiten dieser Art nirgends namhaft geq 
macht.  
s. Z ani, Eneicl.  Soprani , Pittori Genovesi. 
I. 467.  Lanzi, Pitt. lt. V. 259.  L6 
Blan c, Manuel. 
Jansen. 
Balli. Paola Balli (nach Zani: Giulia 
Paola de Balli Casanova), Malerin ausl 
Bologna, daselbst thätig in der Zeit von 1702- 
1730. Im Oratorium der Kirche Madonna della 
Grada zu Bologna ist von ihr ein Gemälde, die 
Madonna und der hl. Antonius , welches die In- 
schrift trägt: Pavola de Ballis feeit 1701. 
s. Zani, Emzicl-  Bianconi, Guida di Bo- 
logna. 1826. p. 60. 
916 k ß 
Ballin. Claude Ballin, Goldschmied, geb. 
1615 in Paris, -l- daselbst 22. Jan. 1678. Er lernte 
bei seinem Vater, dem reichen Goldschmied 
Pierre B. und gelangte frühzeitig zu großem 
Rufe. Vier silberne Schalen, auf denen er, 
19 Jahre alt, die vier Weltalter in getriebener 
Arbeit darstellte, kaufte der Kardinal Richelieu. 
Unter den späteren Werken dieser Art werden 
besonders die silbernen Reliefs mit der Darstel- 
lung der Träume Pharaoäs gerühmt. Von seinen 
zahlreichen Arbeiten für Ludwig XIV. sind nur 
12 bronzene Vasen in den Gärten vonVe rs aille s 
erhalten ; die übrigen sämmtlieh, silberne Tische, 
kostbare Gefässe der verschiedensten Art, Arm- 
leuehter, Gueridons u. dergL, wurden 1690 und 
während der folgenden Jahre eingeschmolzen 
und für die Kriegskasse in Münze verwandelt. 
Ebenso erging es während des siebenjährigen 
Kriegs den Arbeiten , die er für den Hauptaltar 
von Notre Dame in Paris geliefert hatte (6 Kan- 
delaber und ein Kreuz von Silber). Von den für 
Ludwig XIV. ausgeführten Werken liess man 
vor ihrer Einschmelzung von dem Goldschmied 
de Launay Zeichnungen machen, die noch vor- 
handen sind. Nach dem Urtheil seiner Zeitge- 
nossen braehte B. die Goldsehmiedkunst auf 
eine Stufe der Vollkommenheit, die bisher im- 
erreicht war; vor allem rühmt man an sei- 
nen Ornamenten die geschmackvolle Verwen- 
dung antiker Formen und zugleich den Reich- 
thum selbständiger künstlerischer Erfindung, 
1672 wurde B. von Ludwig XIV. zum Miinzdi- 
Xrektor für das Gravirfach ernannt und hatte als 
lsolcher eine Wohnung in der großen Galerie deg 
;Louv1'e, die nach seinem Tode seiner Familie 
{lange Zeit verblieb. 
 Sein Bildniss, gest. von Jacques Lubin. 
Nach ihm gestochen; 
Die Bronze-Vasen im Garten von Versailles. Gast 
von Le Potre. 1673. 
s. Fontenai, Dict. des artistes. 1776. p. 133_ 
 Jal, Dict. p. 102.  Archives de Part 
francais. 1873.  Briee und Thiery, Guides 
dans Paris.  Gazette des Beaux-Arts. X, 
138-140. 
Paul und Michel Ballin, Brüder des VO- 
rigen; der erstere, geb. um 1617, 1-1674, war 
gleichfalls Goldschmied und bei vielen Arbeiten 
Claude's als Gehilfe betheiligt ; der andere, geb 
1619, f 1706, war ein Maler von untergeordnetem 
Rang. 
s. Jal, Dict. pp. 102. 103. 
Claude Ballin, Goldschmied, Sohn des 
Michel B., geb. 1661 in Paris, 1-1754. Er kam 
an Talent und Ruf dem älteren Claude B. , sei- 
Xnem Oheim, nicht gleich, gehörte aber zu den 
mngesehensten Goldarbeitern seiner Zeit. Unter 
 seinen zahlreichen für kirchliche Zwecke be- 
stimmten Arbeiten wird besonders eine große, 
reich mit Figuren geschmückte Monstranz von 
vergoldetem Silber gerühmt, die er 1708 für die 
Kathedrale Notre Dame in Paris ausfiihrte; die 
Zeichnung lieferte De Cotte, das plastische Mo- 
dell der Bildhauer Bertrand. 1722 fertigte er die 
Krone Ludwigs XV.; für den Prinzen Engen 
und verschiedene europäische Höfe, für den Kö- 
nig von Spanien und den König von Dänemark 
war er vielfach beschäftigt. In seinen Arbeiten, 
von denen ein beträchtlicher Theil zu Grunde 
gegangen, trat das reine Ornament gegen den 
figürlichen Schmuck mehr und mehr zurück, und 
in der Ueberladung mit dekorativen Details zei-
        

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