Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606748
W 
 Balester  Antonjg Balestra. 
bild. Unbenanntes Blatt: nEt veteres revoca- 
vit artesc. R. Ximenes del. 4. 
15) Ant. Covarruvias y Leyva, Jurist und Philolog, 
sitzend, ein griechisches Buch in der Hand. 
(1524-1602). Kniestück. J. Maea del. Sehr 
selten. F01. 
16) Arias Montano, Kniest. Nach Estev ez. F01. 
17) D. Alfonso de Villegas, Jesuit. Nach J. Maea. 
Fol. 
18) Bernardi-no de Rabolledo. Nach E. Ximen o. 
Fol. 
19) Josef Patino. Nach Raneh. Fol. 
s. Heineken, Dict.  Le Blanc, Manuel. -l 
Llaguno, III. 177.  Bermudez, La ca-l 
tedral de Sevilla. P. VII.  
W. Engelmann. 
Balestra. Antonio Balestra, Maler und 
Radirer, geb. 1666 in Verona, i-daselbst2l  April 
1740. Nachdem er bei Giov. Zefiio den ersten 
künstlerischen Unterricht erhalten, widmete er 
sich auf Zureden des Bruders eine Zeit langi 
kaufmännischen Geschäften, kehrte jedoch bald! 
zur Kunst zurück, studirte in Venedig unter der, 
Leitung des Antonio Bellucci, dann in Bologna,  
zuletzt in Rom, wo er in Marattfs Schule ein- 
trat. Später nahm er für lange Zeit seinen Auf- 
enthalt in Venedig. Seine Gemälde, die in den 
Kirchen von Venedig, Vicenza, Padua, 
Verona, Brescia, Bergamo und Creniona 
sehr zahlreich sind, waren damals hochgeschätzt, 
und so übertrieben das Lob ist, das ihm die Za- 
netti, Rossctti und Moschini ertheilen,  sie 
rühmen von ihm, dass er die Vorzüge der römi- 
schen, bolognesischen und venezianischen Schule 
in sich vereinigt habe,  so gehörtB. doch jeden- 
falls zu den talentvollsten Malern jener Epoche. 
Aus seinen Briefen an den bekannten Sammler 
Gaburri in Florenz, in denen er öfters den Ver- 
fall der Kunst beklagt, erfährt man zugleich, 
dass er sich eifrig mit literarischen Studien be- 
schäftigte. Einige seiner Bilder schickte er, wie 
Dal Pozzo berichtet, nach Deutschland, an den 
Kurfürsten von der Pfalz.  Die Radirungen 
Balestrzüs, deren man nur wenige kennt, sind in 
freier, geistreicher, aber sehr nachlässiger Weise 
behandelt und finden sich nicht häufig, was, 
nach Mariette's Angabe, bereits um die Mitte 
des vorigen Jahrh. der Fall war; man wusste 
schon damals nicht, was aus den Platten gewor- 
den.  Unter den Schülern Balestrafs sind Ma- 
riotti und Nogari zu erwähnen. 
Bildnisse des Künstlers: 
1) Halbe Figur. Selbstbildniss. Gest. von P. Ant. 
Pazzi. G. D. Campiglia del. Fol. In: Museo 
Fiorentino. 
2) Brustb. Oval. Alex. Longhi pinx. et seul, 
Radirung. 4. 
3) Bei dlärgensville. 224. 
a) Von ihm gestochen: 
(Bartsch keimt nur vier eigenhändige Radirungen des 
Meisters; anhangsweise zitirt er noch vier, die bei 
Heineken angeführt sind. Eine der letzteren: die Ma- 
donna, Heineken 4, ist die bei Bartsch unter No. 
verzeichnete. Das Bl.: Abraham und die 3 Enge 
bei Heineken No. 3, ist nicht von Balestra, Sonde, 
von P. R0 tari gestochen. Die Vignette mit zwei F 
guren, die eine Fahne halten, mit der Inschrift: V. 
rona fldelis und Balestra's Monogramm, bei Reineke 
No. 6, habe ich nicht gesehn; B1. No. lbei Heineke 
ist in meinem Verzeichniss unter No. 5 ausführlic 
beschrieben, da dies bisher noch nirgends geschehn 
1) Maria hält in ihren Armen das Christuskim 
das auf "Wolken sitzt und in der rechten Hau 
ein kleines Kreuz hat; in der sie umgebende 
Glorie zwei Engel und vier Cherubim. Halt 
iigur in Oval. Titel: Dilectus meus mihi_ egt 4 
ego illi. Unten links: Antonius Balestra in_ 4 
fecit. 1702. 8.  B. 1. 
2) Maria in einer Glorie, auf ihrem Schooße d; 
Jesuskind, das mit dem Rohrkreuz spielt, u 
Seite der kleine Johannes, oben in der Eck 
rechts drei Oherubim. Halbßgur. Titel: Man 
Pulcrae Dilectionis. Unten links: Antonius B, 
lestra in. et fecit. 1702.  8. B. 2. 
[I. Vor den Worten: Mater etc. 
II. Mit diesen Worten. l-Ieineken hielt da 
Kreuz über der Schriftrolle des Johanm 
für eine Peitsche. 
Le Blanchiacht aus den zwei Zuständen ü, 
ses B1. zwei verschiedene Bll. (No. 3 u, 4M 
3] Ein altrömisch gekleideter Soldat, an der Ei-d 
sitzend, spricht mit einem andern stehende 
Soldaten, der eine Lanze auf der Schulter träg1 
Rechts ein Alter; im Hintergrunde links ein 
marschirende Truppe, und auf derselben Sei; 
amßoden:  ß . 1; 
 B. 3. 
4] Kopf eines behelmten Kriegers, 3h rechts. U: 
ihn herum fünf verschiedene Männerköpfe, um 
ten in der Mitte ein Pferdekopf, sämmtlich leich 
hingekritzelt. Rechts oben das Monogram; 
ß 12. B. 4. 
5) Die Architektur, eine weibliche Gestalt mi 
 einem Winkelmaß in der Hand, zu ihren Füsse: 
mathematische Instrumente; sie lehnt sich m 
ein Fussgestell, auf welchem ein kleiner Geniu 
sitzt, der mit dem Finger auf das Porträt de 
Architekten Michele Sanmicheli von Verona hin 
weist. Unten das Mcnogrammt ß i 
O 
Titelblatt für : Le einque ordini dell" architettur, 
civile de Michele San Micheli, rilevati dalle su 
fabriche dal Conte Alessandro Pompei (eine; 
Freunde Balestrafs, der ihn im Zeichnen unter. 
richtet hatte). Verona 1735. F01.  Das B] 
ist selten. 
6] Ein an der Erde sitzender kleiner Genius , 11„ 
in der Hand einen Kompass und gebraucht ü; 
zum Messen einer geometrischen Figur. Am B0 
den links: ß f. Vignette für das aber 
genannte Buch. 12. 
7) Leon Battista Alberti, Architetto Fiorentim, 
Oval. 
8) Andrea Palladio, Architetto Vincentino. OvaL 
9) Vincenzo Scamozzi, Vicentino. Oval.
        

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