Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606727
642 Hendrik van Balen.  
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Balen. Hendrik van Balen, Maler, geb. Wild, von Nymphen auf Maulthiere geladen 
1560 in Antwerpen, 1- daselbst 1632. (Thiere von Fr. Snyders); die Belvedere-GgL 
Er stammte aus einer seit dem in Wien: Jupiter und Europa; die Galerie in 
15. Jahrh. bekannten flamiindischen K a s s e l: Diana und Aktiion (Landschaft von 
Malerfaniilie und war nach der Angabe van Man- Brueghel). Auch kleinere Galerien besitzen Bil_ 
der's ein Schüler Adam's van Noort. Wenn diese der von ihm, so die Gemäldesammlung in S an s- 
Angabe und das Datum seiner Geburt richtig soiici. 
sind, muss er sich, da van Nooi-t 1557 geboren Bibezeiehnete seine Bilder gewöhnlich H, v_ 
war, der Malerei ziemlich spät gewidmet haben. BALEN, auch H. V". BAET. Das oben angegebene 
Von seiner Studienreise nach Italien in die Hei- Monogramm findet sich nach Brulliot auf einem 
mat zurückgekehrt, gelangte er rasch zu bedeu- Bilde Balen's vom J. 1624; die Bezeichnung 
tendem Rufe. Im J. 1593 wurde er in die St. I-Vbale, gleichfalls nach Brulliot, auf einigen, 
Lukasgilde aufgenommen, in den Jahren 1609 von Crispin de Passe, L. Vorsterman, Cornelis 
und 1610 war er Dekan derselben. Oefters hat Galle, Hieronymus Wierx u. A. nach Gemäldgn 
er mit andern Malern gemeinschaftlich gearbei- oder Zeichnungen Balen's ausgeführten Stichen 
tet, zuweilen mit Josse de Momper und seinem     
Schüler Fr. Snyders, besonders häufig mit den Blldmsse des Rumänen? 
Jan Briieghcl, denen er in einer großen Zahl sei- 1) Seibstbiidniss, Hnlbfigu gest, von W_ H0 u M, 
ner Bilder die Ausführung des Hintergrunds und in: C. de Bie. ' 
des Beiwerks überliess, während er viele ihrer 2) Dasselbe, gest. von Hoiibraken, in: Campo 
Landschaften mit Staffage versah. Die üguren- 3 WeYermim-  P P   
reichen mythologischen und DlDllSCilGIEDQPStGI-f-l Gifoarfäggghci: Pmx-  OMWS 56-, In der 
  in kleinem Ma stab au    
irllldlläedltierdäufiifeiinntiaslie, sind gut komponirt und 4) Dassemä gest von Flquet m: Descamps- 
erfreulich besonders durch die Sorgfalt der Aus- Nach ihm gestochen und phüliOgfaphiy-t- 
führung und die Frische und Durchsichtigkeit 1) vermähm der Maria Heu    
der Farbe. In den Werken seiner späteren Zeit La Galäriegde Florence: nquez Sc-v 1111 
gewahrt man deutlich den glücklichen Einfluss, 2) Die Anbetung de, Einem Ecce Jacet 6m Cris 
den sein großer Schüler Van Dyck auf ihn aus- van den Queboren m POL P' 
übte, so unter den drei Gemälden der Jakobs_ 3) Madonna mit dem Kind an der Brust. virgo 
kirche zu A n t w e r pe n, einer Dreieinigkeit, nata parens etc. Th. M ath a m exo. 4. 
einer Verkündigung und einer Auferstehung, be- 4) Marie. des Kind liebkßsßnd. Ecce tii Pulchra 
sonders in dem letzteren Bild, welches sein Grab- 5 (i? _L' Yoäslerma" ex?- 8' 
mal in dieser Kirche ziert und so elegant in der )n ä'asmlästläifääf' Vflni Erlgfänflmgeben- A110- 
iFomh so klar in qm. Färblipg und so feinvinlt Ton 6] lidlaria mit dem Chriätuskind, unter einem Raume 
ist, dass man es vielfach fur Van Dyck gehalten Sitzend, von Zwei Engeln und sechs Kindern 
hat. VOn den VOITTCHHCIICU. Bildnissen Baleliß umgebgyp  unter, pugfgs gtß Hieronymus 
und seiner Frau, die gleichfalls an dem Grabmal Wierx fecit. gr. 8. 
aufgestellt sind, ist bis auf den heutigen Tag 7) Der Weg des Iieils und der Sünde. Viae hie 
ungewiss, ob sie von ihm oder von Van Dyck d"? etß- H; W19"!  (Alv- 1199-) 
herrühren; jedenfalls sind sie des letzteren wür- 8) Ohnstlm cme Glocke lfutenm Mann i? fül- 
dig. Die Kathedrale von Antwerpen besitzt ggchgyggäxsgälclängi eEKIFdIeIIgISIID knleend- 
von B. eine hl. Familie, das dortige Museum die 9) Christus und Maria Schützen die Weltkugel vor 
Seiterifliigel dazu, inusizirende Engel; das Mu- dem Umstum H_ Wien w (AN 1216 ) 
seum iin Haag: Die Jahreszeiten, der Kybele 10) Die Dreieinigkeit. Vater und Sohn aufWolken 
opfernd ; die Galerie in Briis s el: Die Frucht- mit der Weltkugel zu ihren Füßen, von Engel]; 
barkeit; das Museum in Amsterdam; Die mit Mßfier- und Musikinstrumenten HmgebeIL 
Götter des Olymp; die Ufiizien in Florenz: Q1106 ter idem Colimiis  J. R. W. 0. V. B. 
Vermälung der Maria; der Louvre in Pa- 11 (JSESLTVÜIH Häeäon',rwlfelrx' FOL  
ris: Ein Göttermahl; das Museum in Berlin: ) er 0 u" er e" e Wolle" emenpaum "m- 
Die Schmiede Vulkans (das Beiwerk von Jan soll-läge!" um qessen Erhaltung Mama und ein 
    Heiliger den Heiland antlehen. Frontes frugis  
Bruegliel) ; die Galerie in Dresden: Diana und Gast von Hieron. Wink kL 4_  
ihre NYmPhen, V01! Satyrn belauscht (mit Land- 12) Christus am Kreuz zwischen den beiden Schä- 
schaft von Jan Brueghel), Hochzeitsfest des Pe- chern. Figurenreiclie Komposition. A oriice 130;- 
leus und der Thetis, Hochzeitsfest des Bacehus tatllr etc. Cr- äe Passe Sß- Fol- 
iind der Ariadne, Diana und Aktiion; die Gale- 13) Die Mäftef des 111- Sebastian- C. Gall e sc. Fol. 
rie in München: Hieronymus in Betrachtung, 1913m- hh- horbew und Waldma" (31 die Mün- 
Ein Göttermahl, Ein Bacchanal, Diana, nach 15 stianz haltendyc" Galle 56' FOL  
  ] Diana, und Aktaon. L. Garreau sc. Gal. Le- 
der Jagd ruhend (die Landschaften auf den drei 1mm, 179i FOL 
letzten Bildern V09 J: Brueghel): Die Vier Jah" 16) Ders. Gegenstand. Nach dem Gemälde in Kasse] 
reszeiten (Folge von vier Bildern, die Land- photogr. von Schauer. Berlin (1871). Fol, 
schaften gleichfalls von J. Brueglicl), Erlegtes 17) Ruhe der Diana. F. V. Durmer sc. qu. F01,
        

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