Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606673
Hans Baldung  
 
ll] Christophori Badensis Familie. Hiero. Holzach 
del. Mart. W ei s sculps. Argent. Nach dem 
Bilde im Museum zu Karlsruhe (s. N0. 22]. Das 
Bl. gibt in lateinischen Unterschriften die Namen 
der 17 dargestellten Personen an. Ohne die 
Schriftränder 180 millim. h., 585 millim. br. 
Ein Exemplar des selten vorkommenden B1. be- 
Ilndet sich in der Sammlung des Polytechnikum's 
zu Zürich.  Gottfr. Kinkel. 
s. Sandrart, Teutsche Akademie, Nürnberg 
1675. II. p. 219.  Bartsch, P. Gr. VII. 
p. 301.  Passavant, P. Gr. III. p. 318.  
R. We igel's Kunstkatalog, passim.  N agler , 
Monogrammisten, III. No. 944, 945 und 988. 
 Waag en, Kunst und Künstler in Deutsch- 
land, I und II.  J. Heller, Beiträge zur 
 Kunstgeschichte, I. 82.  A. Woltmann, 
Zeitschrift für bildende Kunst, 1866. p. 257- 
62 und 283-87, 1873, 11. Heft.  M. Thau- 
sing, Jahrb. für Kunstwissenschaft. II. Heft 3. 
 Die Kataloge mehrerer Galerien.  Die 
sonstige Literatur im Texte. 
O. Eisenmann, 
Baldlls. Edouard B al dus, Maler und Pho- 
tograph, geb. 1820 in Paris. In den Pariser Sa- 
lons von 1842-1851 waren religiöse Bilder von 
ihm ausgestellt. Seit längerer Zeit beschäftigt 
er sich nur noch mit photographischen Publika- 
tionen; 1852 erschienen: Les principaux monu- 
ments historiques du midi de 1a France, seit 
1874: Palais du Louvre et des Tuileries, Motifs 
de decoration interieure, reproduits par les pro- 
ccdes dheliogravure, de E. Baldus. 
s. Bellier, Dict. 
an k a 
Balechou. Jean Joseph Balechou, franz. 
Kupferstecher, geb. zu Arles 17. Juli 1719, 
Schüler des Petsehaftstechers Michel in Avignon, 
vervollkommnete sich bei B. Lepicie in Paris, 
wo seine Arbeiten ihn bald bekannt und beliebt 
machten. An eine derselben, den Stich nach 
Rigauds Porträt Augusts III. von Sachsen 
knüpfte sich ein schlimmer Rechtshandcl. B. 
satte sich verpflichtet, die Platte iabzuliefern, 
ahne einen Abdruck davon zu behalten, liess 
iedoch einige Abdrücke vor der Schrift abziehen 
md beging sogar die Unredlichkeit, einen davon 
zu verkaufen. Der sächsische Gesandte, von 
liesem Wortbruch in Kenntniss gesetzt, ver- 
rlagte den Kupferstecher; die in seinen Mappen 
vorgefundenen Abdrücke wurden vernichtet und 
lie Akademie der bildenden Künste strich sei- 
reu Namen aus der Liste ihrer Mitglieder. Er 
nusste Paris verlassen und begab sich nach 
Avignon, wo er am 18. Aug. 1764 starb. 
B. gehört zu den eleganten französischen Ku- 
pferstechern des 18. Jahrh. , die sich vornehm-- 
ich durch die eifektvolle Wiedergabe der stoff- 
ichen Dinge auszeichnen. Es lag ihm mehr da- 
nn, die Bravour seiner Hand zu zeigen und sei- 
len Stichen einen schimmernden Glanz zu ver- 
eihen, als die geistige Eigentümlichkeit des 
lorbildes getreu wiederzugeben Bei aller 
lchönheit haben seine Bll. durch die übertrie- 
Jean Joseph Balechou. 637 
bene Glätte und Brillanz der Behandlung etwas 
iHartes und Kaltes, und entbehren der Natur- 
wahrheit, besonders im Nackten der Figuren, 
das meist ein eigentümlich metallenes Ansehen 
hat. Balechous Meisterwerk ist der Sturm, 
nach J. Vernet, ein harmonisches B]. von kräfti- 
gem Farbenton und in der Art, wie Durch- 
siehtigkeit und Bewegung des Wassers ausge- 
drückt sind, ein unübertroffenes Muster. 
Bildniss des Künstlers: 
Brustb., 3j4 zjechts. Oval. Gest. von L. J. Oathe- 
lin. Nach dem Pastell von J. Arnavon. F01. 
I. Vor der Schrift. 
Von ihm gestochen : 
1] Christus und Nikodemus. Nach N. Vle n g h e] s. 
qn. Fol. 
I. Im Unterrande die Künstlernamen, der 
Titel, Erklärung des Gegenstandes (lat. 
und franz.) und: A Paris chez L. Su- 
rngue. 
II. A Paris chez Jeaurat. 
2] Der hl. Aignan heilt den Agrippinns. Nach 
einem silbernen Reliefvon J. A. Me i s s o n n i e r. 
Fol. 
3) Der hl. Philippus Neri, auf Wolken vor einem 
Madonnenbilde knieend. Nach E. Jean rat. 
kl. Fol. 
4] Sainte Genenieve, Patrone de Paris, im Vorder- 
grunde einer Landschaft unter einem Baum 
sitzend und in einem Buche lesend, hütet Zie- 
gen und Schafe; rechts in der Luft zwei Chem- 
bim. Nach C. Vanloo, gr. F0]. 
I. Vor der Schrift. Die Bandschleife um den 
Hals der Heiligen hat in der Mitte einen 
Lichtreflex von etwa 10 Centimeter; die 
französ. Auktionskataloge bezeichnen daher 
das Collier blanc als das Merkmal des er- 
sten Plattenzustandes. Die Ränder sind 
rund und mit Probirungen des Stichels 
nach jedem frischen Anschliff bedeckt. 
Simon, Paris, 1862     155 fr. 
II. Vor der Schrift, aber die Stichelprobirun- 
gen sind ausgelöscht, und der obere rechte 
Winkel ist gerade gemacht. 1817. Rigal. 
Paris,     150 fr. 
Debcis, Paris, 1844     190 fr. 
III. Noch vor der Schrift, aber mit dem franz. 
Kronwappen. 
IV. Die helle Stelle auf der Halsbandschleife 
ist mit feinen Strichen zugedeckt. Im Un- 
terrande links und rechts unter dem Ein- 
fassungsstrich die Namen der Künstler; 
in der Mitte das königlich franz. Wappen, 
und zu beiden Seiten desselben der Titel, 
die Dedikation des Stechers an den König 
und die Angabe der Sammlung, wo das 
Originalgemälde sich betlndet. Die Schrift 
ist auf weissem Grund. 
V. Der Saum des Untergewandes der Heiligen 
ist verbreitert. Die Schrift im Unterrande 
 ist mit Querstrichen durchzogen , also auf 
schattirtem Grund, und ganz unten rechts: 
chez Pauteur au bout de 1a rüe portail 
mayanen a Au-ignon. 
VI. Moderne Abdrücke, unten links mit folgen- 
der Adresse: Impr. Lamourenx r. S. Jean 
de Beauvais, 12, ä Paris.
        

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