Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606557
Hans Baldung. 625 
 
     3355i; ratlose";starusurrrisizißzr: 212:: 
.In der. Tlechmk des Khpfershchs Schelm B' dieses selten mehr zu sehen ist, urtheile ich da- 
hwht hhimlshh geworden zu sich" obschoh er raus, weil ich eine Sammlung von Anno 1461- 
mreh machhg genug war, W19 das trehchchm 1550 über vierthalbtausend von lauter alten 
grqße Bh nDer Reithnhchhh Barthch N9 2' h? Stücken zusammengebracht, und gleichwol die- 
.we'st' .Mah kennt. hls Jetzt hm. wer Shchth {im ses Blat niemahlen zu Gesichte bekommen kön- 
lhm mlt Slcherhelt zugeschnqbef] weraelhdiflh- nenu. Knorr hätte behaupten dürfen, dass es 
ferh was bhl elhem sonst so elfrlgen.Partelghh_ überhaupt nicht cxistire. Zu so entschiedener 
geh Dhhehs ahhhhehd ist Dass er swh auch m Sprache entschloss sich erst Brulliot (Dict. des 
diesem Zweige seiner Kunst nach letzterem ge- Monogr_ 1811 HL N0 250) 7A während He; 
bildet, braucht kaum hervorgehoben zu werden. neken (Neue Nachrichten am p_ 391) in Saum 
Besonders hemehkehswerth 1st dle Tfahreshahl rart's Angabe keinen Zweifel setzte und annahm, 
des einzigen ilatirten Stichcs, den wir von ihm unser in Rede stehendes BL müsse eine Kopie 
besihzelh da sie verhlhteh iässther habe smh nach dem von Sandrart beschriebenen sein. Da- 
unterDürelvgpersönlicher LeitunginderKupfer- gegen macht schon Bartsch  VL 336) 
steclierei vervollkommnet. Es ist_die Halbhgu- Bedenken gegen Sandrart geltend, indem er die 
rehghuppe des hlsterhhh Alten mlt hohl-langen Vermutung ausspricht, wenn das Bl. überhaupt 
Mädchen, die ihm in die Geldtasclie greift, Wali- vorkomme müsse es mit dem Datum 1488 nicht 
rend ei' sie umarmt, mit dem Datum von 1507, 1455 versauen sein Während die Engiänder 
des Jahres, in welchem nach unserer Vermutung stmtt 1m d Omey ein; gleiche IIypmhese für die 
B" in Nürnberg arheitetfh Er zeigt sich in die- Jahre 1-177 und 1499 aufstellen. Bis jetzt hat 
"m B1" noch etwas unfrei in der Zeichnung und Brulliot Recht behalten da sich der von Sand- 
minder sicher in der Führung des Grabstichem rart erwähnte Kiipferstich weder mit der von 
als in den drei übrigen ohne Zweifel späteren Bll. ihm angegebenen Jahreszahl noch mit der sei_ 
Jenes ist indess auch in anderer Hinsicht von ner Gegner irgendwo vorfan schon] (Kunsb 
großem Interesse" Die Gruppe wird von eme?" blatt 1834. p. 350) glaubt dem Irrthum Sandrarts 
Bhgeh eihgefasst' an. den] sleh rechts (iben m mit der Erklärung auf die Spur gekommen zu 
der Ecke die Zahl Ihm und uhtem glemhfahs sein dcrsclbehabeeingewissesExemplarunseres 
rechts, das aus H und G gebildete Mohogrhmnl Blattes das wie man Schorn mitgetheilt habe, 
auf einem kleinen Zettel vorhhdeh Neben den in Dresden befindlich, zwar die Zahl 1455, aber 
Bn- mit diesen Merkmalem wie Sie z" B' Pass": nur von unberufencr Hand beigeschriebeii 
P-"Gr-i In" 319 angibt kommen noch Zwei trage flüchtig gesehen, oder von einem ober- 
Bh- mit Abweichhhgehyolk von dehen smh das flächlichen Beobachter darüber gehört und sich 
eine im Kupfershchkahlhet zu B6 Ulm das am dadurch irreleiten lassen, indem dann das G für 
de"? i" dem zu Dres den behhdeth  Passhvant ein S, die geschriebene Zahl für eine gestochene 
sagt von dem Berliner Exemplhr' K? Datlrung gehalten worden sei. Diese Auskunft Schorn's 
Sei auf demselben kaum sichthmh am 1st (is abhr wurde dann auch von Anderen acccptirt. Indess 
gar nicht" Auf dem Dhesdeher hingegen 1st dm bci autoptischcr Einsichtnahme im Kupferstich- 
Jahreszahl zwei Mal vorhanden, einmal an deran- kabinet zu Dresden stellte sich heraus, dass 
gegebene" gewöhnlichen Stehe' das hndere Mal Scliorn ebenfalls getäuscht wurde. Es fand sich, 
dicht unter dem Kühstlehzelcheh' lhdess. hler dass daselbst nur Ein Druck aufbewahrt wird, 
ziemlich uhdehthclh und in umghkehrter Relhelh eben der, welcher die J ahrzahl 1507 zwei Mal in 
folge der Zahlem so dass die Sleben de? Ofstelh der oben beschriebenen Weise enthält. Sollte 
die Nun den zweiten Platz  w'.elhnlhlhlt' das umgekehrte Datum in seiner Undeutlichkeit 
Diese Detailaiigaben sind nöthig, weil der Stich schuld sein an jener zweimaligen falschen Am 
z" zahlreiche" Erörttrunge" m her Kuhstge" gabe, einmal von Seiten Sandrarts und dann voii 
schichte Veranlassung gegehen' am nach unse' Seiten des Schordschen Berichterstatters? Nicht 
rem Dafürhalten auf einem Irrtum beruhen, der W01 denkbar] und doch bietet sich keine andere 
noch jetzt nicht beseitigt ist. Die Erage dreht Erklärung 
sich nämlich um die Ansicht, dieser Stich sei eine Die drei ferneren Stiche Baldungw sind der 
Kopie nach dem früher sogenannten ältehten schon erwähnte Reitknecht, im Begriff ein Pferd 
deutschen Khpfehshclh so Weit wir untemch" aufzuzäumen eine Leistung worin erinvollende- 
teti hat zuerst Sahdrarh in seiner "Teutschhn ter Technik seinem Vorbilde Dürer am nächsten 
Alaldemie" (IL Buch HL Gar" 2' 220) dm kommt Der Schmerzensmann in einem kleinen 
Welt mit diesem Khhshprodukt beschehkti WO Rund fein höchst delikates Blättchen , das an 
er sagt: "Ein Anderer hat de" alten hlahh gesto" verstäindnissvoller Behandlung hinter keinem 
chem der seine Hand an eines-jungen hlägdleihs Produkt der Kleinmeister ziuücksteht und von 
Brust sie aber die? ihrlge in des Alten Taschen grösster Seltenheit ist, und endlich Der hl. Seba- 
hat und dieses Stuck also H gemcrkct, mit Stißnißi-Il einen Baumstamm gebunden, gleich- 
' falls ein Bl. von massigen Dimensionen, worauf 
angehengtem Jahr der Verfartigung, nämlich zwar nur ein leeres Täfelchen ohne beglaubi- 
Meyer. Künstler-Lexikon. II. 79
        

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