Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606471
Balduini 
 3345132571. 
617 
s. Memorie e Documenti p. serv. a, ist. di 
    
Bist. dipl. Frider. Paris 1852. II. T. Il. 1. 
p. 172.  Marzo, Arti in Sie. II. 324.  
Sch u aase, Kunstgesch. VII. 321. (309. 
Fr. W. Ungar. 
Bulduini. Bernardino Balduini, Maler 
in iilniland, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. 
Nach ihm gestochen : I 
I) Kardinal Erzbischof Friedrich von Mailand. 1681. 
Gest. von J. Blondeau. 
2] Die Herzogin de 1a Valiäre. Gest. von D ems.  
F01. 
s. Heinekcxl, Diot. 
W. Engelmann.  
Balduino. A l e s s o B a1 d u i n 0 , italienischer 
Kupferstecher und Radirer, von dem sich in der 
Zoitschr. Harte in ltalia, in den Jahrgängen 1869 
--1S74 eine Anzahl radirtcr Bll. finden. 
Von ihm radirt : 
I) Renzo e il dott. Azzcccagarbugli. In: L'Artc in 
Italia. 1869. 
2] Qui pro Quo. Nach Enrico Gamba. Blbenda. 
1870. 
3) Strada a] mercato. Nach Giul. Vi otti da. Casalc. 
Ebenda. 1872. 
4) Ricordo del golfo di Geneva. Nach Oorsi. Eben- 
da. 1873. 
W. Engelmann. 
Baldung. Hans Baldung, genannt Grien, 
 . [ß  oder Grün, auch Hans 
H-   Grün und Grünhuns, 
(vgl. Dürers Tagebuch der niederländischen 
Reise, p. 138 in Campes Reliquien, Nürnberg 
1828), Maler, Kupferstecher und Zeichner für 
den Formschnitt aus Schwäbiseh-Gmiind, geb. 
zwischen 1475 und 1.480, 1- 1545 zu Strassburg. 
lDatum für seine Kunstbethätigung ist das Jahr 
1501, welches sich auf einem mit Silberstift ge- 
zeichneten Bildniss Kaiser liiaximiliaxfs in Bal- 
dungls Skizzenbuch im Kupferstichkabinet zu 
Karlsruhe vorfindet. Dann ist eine Lücke bis 
1507, aus welchem Jah1'e das früheste unbezwei- 
felte Gemälde Bfs datirt, der Sebastiansaltar im 
Besitze des Hrn. Friedr. Lippmann in Wie n und 
wahrscheinlich auch die Anbetung der Könige 
im Kgl. Museum zu Berlin. An diese Zeit 
knüpfen wir eine Vermutung, deren große 
Wahrscheinlichkeit bis zur Evidenz zu bringen 
 von höchstem Interesse sein müsste. Sie geht da- 
hin, B. habe während der Jahre 1507 bis 1509 in 
Diirer's Werkstatt gearbeitet. Deutlichen Finger- 
zeig hiefiir geben nämlich zwei Gemälde im Pal. 
Pitti zu Florenz, welche, obgleich von Münd- 
ler für Originale erklärt, doch nur Kopien nach 
Dürer von Baldung's Hand sind und zwar nach 
den im Museo del Prado zu llladrid befindlichen 
'l'afeln, Adam und Eva im Paradies, welche die 
Inschrift vAlbertus Dürer Alemanus faciebat post 
Virginisiaartum 1 5Ü7ß und das lilonogramnl tragen. 
Dieselben waren ursprünglich Eigentum der 
Stadt Nürnberg, und somit ist wol die Annahme 
gestattet, B. habe sie an diesem Orte und zwar 
unter Diirers Augen kopirt, dem cr offenbar auch 
in den zwei nächsten Jahren zur Seite stand, als 
derselbe den Altar für Jakob Heller fertigte; 
denn die Angabe Sandrartfs, Hans Grünewald 
habe die Innenseite der Flügel jenes Werkes 
gemalt, beruht zweifellos auf einer Verwechslung 
dieses Malers mit Baldung, die auch sonst bei 
Sandrart vorkommt.  Vom Jahre 1507 datirt 
ferner der seltene Kupferstich mit dem Mono- 
gramm w  , ein Alter, ein Mädchen um- 
1828), Maler, Kupferstecher und Zeichner für armend, den man nach dem Vorgänge Schomws 
den Fßrmschnitt aus schwäbisclbGmündr geb- und Passavanifs W01 mit Recht zu den Arbeiten 
zwischen 1475 und 1.480, 1- 1545 zu Strassburg. Baldungvs zählt 
I sein Leben Die erste urkundliche Notiz über Baldungs 
' ' Aufenthalt in S tra s s burg datirt von 1509. Aus 
Die üblichen Angaben über sein Geburtsjahr diesem Jahre enthält ein Bürgerbuch in Strass- 
sehwanken zwischen den Jahren 1470 und 1480. burg die Angabe: altem Hans Baldung der molor 
Der Grund, Weshalb Wir uns für obige Zeit- hat das Burgrecht KouHt tertia post quasimodo 
bestimmung entscheiden, ist der, dass B. auf genitiur Am 31. Okt. 1510, heisst es ferner, 
einem unten zu erwähnenden Selbstporträt vom schenken dem Werk unser lieben FraugnnMeißtßr 
J. 1507 das ungefähre Alter von 30 Jahren zeigt. HansBaldung und Margarctha sin ehliche Haus- 
Uebcr die Jugend des Künstlers sind wir gänz- fraue ein schwarz schameloten Karsuckelu und 
lieh ohne Nachricht. Die frühesten, ihm zu- verbriidern sich Beide ein unser lieben Frauen 
geschriebenen, datirten Werke sind zwei Bruderschafts. (Mittheilung aus dem Stadtarchiv 
Altarbilder in der Todtenkapelle des Klosters zu Strassburg vom vormaligen Archivar Schnee- 
Lich tenthal bei Baden-Baden, mit dem aus gans; vgl. Gesch. der Stadt Freiburg i. Br. von 
H und B zusammengesetzten Monogramm Dr. H. Schreiber, III. 241.)  Hieran sehlicsst 
und der Jahreszahl 1496. Es ist eine alte sich ein Dokument, nach welchem anzunehmen 
'l'radition, die den Namen unseres Meisters ist, dass B. in der ersten Hälfte des J. 1511 von 
an diese Gemälde knüpft; eine äussere Wahr- Strassburg nach Freiburg i. B. übersiedelte. 
scheinlichkeit fiir seine Autorschaft kann in dem In einem Rathsprotokoll dieser Stadt v. J. 1511 
Umstande gefunden werden, dass urkundlich zu heisst es, nach einer gefälligen Mittheilung 
verschiedenen Zeiten Glieder seiner Familie des Hrn. Prof. Bauer in Freiburg: nUif Mon- 
jencm Kloster angehörten.  Das erste sichere tag nach cantate.  Hausen von Gmünd ist 
Meyer, Künstler-Lexikon. II. 78
        

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