Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606383
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Baccio Baldini. 
 
kl. 4.  B. 18.  Pass. S5.  Jetzt in 
der Albertina zu Wien.  N. G. 
168) Eine junge Frau zeigt einem an einen 
Baum angebundenen jungen Mann das 
ihm aus der Brust gerissene Herz. Zwei 
leere Wappenschilder hängen an den Bäu- 
men. Rund. kl. 4.  B. 19.  Pass. S6. 
 N. G. 
169] Ein Schutzengel mit ausgebreiteten 
Schwingen und in geistlichem Ornat, führt 
ein Kind an der Hand, in einer Landschaft. 
Rund. kl. 4.  B. 20.  Pass. 87. -N. G. 
E. P. Otto schenkte dieses Bl. dem Abbate 
Zani, der es an Fiorenzo Zappieri überließ. 
170) Zwei Liebesgötter halten die Bänder eines 
Kranzes, in dessen Mitte auf einem Schilde 
Amor mit Pfeil und Bogen und verbunde- 
nen Augen dargestellt ist. Lang oval. gr. 
qu. 8.  B. 21.  Pass. 88.  N. G. 
171) Liebesgötter , von welchen die einen ver- 
schiedene Musikinstrumente spielen, die, 
andern brennende Fackeln tragen, auf undi 
bei einem reich verzierten Wagen. Der 
Zug geht nach rechts. Voran trägt ein 
Amor eine Fahne mit der Aufschrift: 
PVRITA; auf dem Banner des nachfolgen- 
den Fahnenträgers steht geschrieben: AL 
2110er.    wbnnur. Lang oval. gr. qu. S. 
 B. 22.  Pass. 89.  N. G. 
172) Rechts und links neben einem leeren Rund 
zwei sitzende, zierlich gekleidete Frauen, 
die mit den Händen zwei Füllhörner hal- 
ten. Im Hintergrunde Orangengebüsch. 
Langoval. kl. qu. F01.  B. 23.  
Pass. 90. 
Abgebildet in den Heliogravüren von Amand- 
Durand, Bd. IV.  Nach dem 'l'ode des Kupfer- 
stechers J. F. Bause , welcher dieses Bl. von E. 
P. Otto zum Geschenk erhalten hatte, zu Leipzig, 
1861, für 182 Thlr. verkauft. Jetzt in der Samm- 
lung des Hr. Galichon, zu Paris. 
173) Zwei knieende Krieger halten ein acht- 
eckiges Schild, auf welchem eine die 
Hände gen Himmel hebende weibliche 
Figur dargestellt ist. Schmaloval. qu. S.  
B. 24.  Pass. 91.  N. G. 
174) Ein Schiff auf stürmisch bewegter See. Einige 
Matrosen reffen die Segel, andere werfen Waa- 
renballen über Bord. Oben rechts erscheint der 
hl. Nikolaus in halber Figur und rettet das Schiff, 
indem er den darauf beiindlichen Teufel ver- 
treibt. Neben demKopfdesHeiligen; s. NICHOLO. 
kl. Fol.  N. G. 
175] Ein Schiff in vollem Segeln nach rechts. Airf." 
dem Vordertheil, links, liegt ein Mann zu den 
Füßen eines stehenden Schiffers , der an einem 
Strange zieht, mehr nach rechts ein anderer 
ebenso beschäftigt. kl. Fol.  N. G. 
Dieses Bl. und das vorhergehende befinden 
sich in der Albertina zuWien. Bartsch verzeich- 
net sie in seinen Zusätzen zum Katologder Werke 
Baldinfs XIII. 424 und 425, N0. 61 und U2; 
Passavnnt V. 12, erklürt sie für xStiche in 
venezianischen Manierur Das zuletzt genannte 
Bl. ist abgebildet in 0ttley's Sammlung der 129 
Facsimile, P1. 23. 
176] Verschiedene Goldschmiedverzierungen. qu. 
F01.  B. XIII. 141. N0. 73.  Pass. V. 4G. 
N0. 113. 
177] Der Kalender. Er enthält, in sechs horizon- 
talen Spalten unter einander, in der Mitte einer 
jeden zwei kleine Runde mit den Monatsbeschäf- 
tigungen , nebst dem zu jedem Monat gehörigen 
Zeichen des Thierkreises, und zu beiden Seiten 
für jeden Monat die Angabe der Tage und der 
unbeweglichen Feste, dazwischen das Datum des 
Osterfestes für jedes Jahr von 1465 bis 151'7_ 
Unten folgende Bemerkung in römischer Majus_ 
kelschrift: Se tu v0 trovare quando elapasqna, 
elte conveniene trovare el milesimo che core 
quelo anno e troverai eintende cela letera A se 
intende Aprile e le M sintende Marzo (willst du 
wissen, wenn Ostern fällt, so suche das Datum 
des Jahres in dieser Tabelle, der Buchstabe A 
bezeichnet den April, der Buchstabe M den 
März]. Vgl. Sotzmann im Serapeum , 1842, 
p. 193.  4.  B. XIII. p. 191. I.  Pass. V_ 
p. 31. N0. 60. 
Abgebildet bei Strutt, I. P1. II, und bei Jan- 
sen, I. P1. 6. Man kann aus diesen Abbildungen 
nicht ersehen, ob der Stich in feiner oder in 
breiter Manier ausgeführt ist. Die Annahme, 
dass das Bl. zur Folge der Planeten (I. N0. 114  
120) gehört, ist schwerlich auehtig. da es bei den 
Exemplaren dieser Folge 111 London und Paris 
fehlt und in den Dimensionen von den Bll. der- 
selben verschieden ist. 
II. Breite Manier. 
Bibel, Legende u. A. 
1] Die Sündfluth. Reiche Komposition von mittel- 
großen Figuren. gr. qu. F01.  B. XIII. 71, 
N0. 3.  Pass. V. 6, N0. 71.  nES gibt von 
diesem Bl. zwei verschiedene Abdrücke. De, 
zweite ist in allen Theilen retuschirt und na- 
mentlich sind viele Schlagschatten hinzugesetzn 
So ist z. B. die Stelle des Flusses, in der Mitte 
des Blattes, zwischen den Armen und Beinen 
des gegen links darauf knieenden Mannes ganz 
weiß im ersten Druck, im zweiten mit schrägen 
Strichen ausgefüllt. Auch ist der Himmel durch 
viele starke, kurze, wagerechte Strichlagen ge- 
wölkt, während er im ersten Druck ziemlich ein- 
förrnig erscheint. Die von Bartsch bßäßhflebgne 
Kopie ist sicher eine Wiederholung, von der es 
aber wahrscheinlich ebenfalls zwei verschiedene 
Abdrücke giebt. Der erste ist eben so fein ge- 
stochen, wie das sogenannte Original, und 
Bartsch kannte vermutlich nur den zweiten re- 
tuschirterl, denn erst dieser hat die von ihm an- 
gegebene Inschrift: ARCHA NOE. Ein Kopist 
würde sich auch schwerlich eine solche Ver. 
setzung der einzelnen Figuren erlaubt haben, 
und darin besteht nicht einmal die Hauptabwei- 
chung. Dieses ist ein breiter Gürtel, zwischen 
Luft uud Wasser, welcher den Regen vorstellt 
und im ersteren Bl. fehlt, wo sich dann die bei- 
den Elemente unmittelbar berührenm C. Meyer 
in Naumanns Archiv, 1870. XVI. 92.  N. G, 
2) Die eherne Schlange in der Wüste. Etliche 
sechzig mittelgroße Figuren. Im Vordergrunde 
links eine Schaar von Israeliten, um die eherne, 
in Gestalt eines Drachens auf einem dürren 
Baumstamm aufgerichtete Schlange versammelt; 
rechts eine andere Schaar, in welche zwei große 
geflügelte Schlangen hineinstürzen. Oben in der 
Mitte der Berg Sinai, auf dessen Spitze Müses 
aus den Händen JehovaHs, der von acht Engeln 
begleitet ist, die Gesetzestafeln empfängt. Unten 
am Abhange des Berges, rechts, knieet Aron.  
Pass. V. 39. N0. 93.  gr. qu. Fol. 
I. Vor der Narnensunterschrift. 
II. Bei Moses und Aron sind die Namen bei- 
 geschrieben: Morsss  ABON.
        

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