Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606292
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114V) Venus, bekleidet, um den Kopf eine 
Flügelbinde, wie die kimmerische Sibylle, 
mit der Rechten einen Pfeil haltend, sitzt 
auf einem zweispännigen Taubenwagen; 
vor ihr steht Amor mit ausgebreiteten 
Schwingen, einen Pfeil auf das Liebespaar 
zur Rechten abschiessend. In der Luft eine 
Schriftrolle mit dem Namen: vrsnrsnre. 
An den Rädern des Wagens die Zeichen des 
Thierkreises: Stier und Wage (darunter: 
rono brLANcn]. In der Landschaft unten, 
links, eine zinnengekrönte Burg mit fol- 
gender Inschrift über dem Thor: osmm. 
VINCIT  AMOR. Von dem Balkon der Burg 
werfen drei Damen Blumen herab auf eine 
Terrasse, von der eine vierte dem unten 
stehenden jungen Mann einen Kranz zu- 
wirft. Vor dem Burgthor im Vordergrunde 
eine Frau, die einen vor ihr knieenden 
Jüngling bekränzt. Ganz vorn, auf einer 
Bank sitzt eine junge Frau auf den Knieen 
eines jungen Mannes, auf dessen Lende 
folgende Devise geschrieben ist: AMBE 
nnorr. (Dieselbe französische Devise fin- 
det sich eben so geschrieben auf einem 
Bl. der Goldschmiedverzierungen. I, 
N0. 156. B. N0. 7). Im Vordergrunde 
rechts sitzt ein anderes Liebespaar auf 
einer Bank, in der Mitte tanzt ein drittes 
nach dem Klang der Schellentroinmel. Im 
Mittelgrunde ein gedeckter Tisch mit 
Speisen und Getränken, vor einem Zelt 
neben Orangen- und Fichtengebüsch und 
einem Gewässer , wo zwei Frauen und ein 
junger Mann zusammen baden. IniUxiter- 
rande vmßrsnn SEGNO etc.  Wils., 43.  
Pass. 61. 
I. Vor der Ueberarbeitung. Die Schatten 
sind mit engen Lagen feiner, sich 
verschieden krcuzender Striche aus- 
gedrückt. 
II. Die Platte ist retuschirt und mit 
dicken, schroff abbrechendcn Strichen 
in schräger parallel laufenderRichtu 11g, 
ohne Kreuzschraflirung schattirt. Von 
der ersten feinen Schattirung sind 
nur noch schwache Spuren stellenweis 
sichtbar. 
ll-lbis] Kopie. Am Planetenwagen ist der 
Kopf des Stiers verkehrt, das Wort bi- 
LANCB fehlt. Amofs Pfeil ist nach dem 
Schlossbalkon gerichtet, wo anstatt der 
drei Damen nur zwei sind. Ueber der 
Schlossthür keine Inschrift. Links an der 
Stelle des Liebespaars sitzt eine Tam- 
burinschlägerin. In der Unterschrift ist bei 
der ersten Zeile POSTO in YOBTA, FREIJDO 
in summa, bei der zweiten, PROPIETA in 
PBDPRIETA, bei der dritten, GVCl-{I inl 
GVOGHI verbessert. 
Facsimile bei Strutt, I. Pl. III. und 
Jansen, I. Pl. 7.  
11:3) Jupiter, auf einem von zwei Adlern ge- 
zogenen Wagen sitzend, die Rechte be- 
fehlend ausgestreckt, in der Linken das 
Szepter. Vor ihm auf dem Wagen kniet 
Ganymed, oberhalb beiindet sich eine 
Schriftrolle mit dem Namen GIOVE. An 
den Rädern des Wagens die zwei Zodiakal- 
zeichen: Schiitz und Fische, darunter 
zwei Schriftrollen, von denen die eine leer 
gelassen , die andere beschrieben ist: 
 PIZCE. Unten imVordergrunde, rechts, an 
einem Lesepult drei bekränzte Dichter 
(Dante, Petrarka und Boceaccio) im offenen 
Zimmer eines Hauses, vor dessen Thür 
ein König zu Gericht sitzt. Im Mittel- und 
Hintergrunds berittene Jäger mit Falken 
auf der Faust, andere zu Fuss mit Jagd- 
hunden an der Leine. Unten: orovn r. 
PIANETA etc.  Wilson, 44.  Pass. 62. 
 Plattenzustände wie bei N0. 114. 
115 bis] Kopie. Unter dem Zodiakalzeichen des 
Schützen ist das im Original fehlende Wort 
saerrnnro hinzugesetzt. Vor dem zu Ge- 
richt sitzenden König sind anstatt fünf 
prozessirender Personen nur vier. An der 
Stelle des großen Felsen im Hintergrunde 
sieht man eine Stadt auf einem Hügel. In 
der Unterschrift ist bei der ersten Zeile 
VMIDO in HVMIDO, TENPBRATO in TEMPE- 
KATO, bei der zweiten norcrr. in DOLCE, 
annsxeno in ALLEGRO verbessert. 
116] S01, gekrönt, in einem zweirädrigen, von 
vier Pferden gezogenen Wagen sitzend, 
hiilt in der Linken das Szepter, in der Rech- 
ten die Zügel. ArnVorderrade des Wagens 
das Thierkrciszeichcn: der Löwe, mit der 
Beischrift: LEO. Unten im Vordergrundc, 
rechts, sitzt auf einem Thronsessel ein 
König; neben ihm stehen auf der einen 
Seite zwei bärtige bejahrte Männer, auf 
der andern ein Jüngling (auf der Hüfte 
des letztem das Motto: nnorr  MANT). 
ln ihrer Nähe Figuren, die verschiedene 
gymnastische Uebungen treiben, ein Zwerg 
mit einem großen Schwert unter dem Arm 
und mit einer Federmütze auf dem Kopf. 
Im Hintergrunds rechts Armbrustschützen , 
die nach der Scheibe schiessen; links drei 
Betende vor einer Kapelle; im Fries der- 
selben: avn neun-m. Unten: 29m2 13 
J-mmsrn etc.  Wils., 45.  Pass. 63. 
 Plattenznstände wie bei No. 114. 
116 bis) Koriie. Der im Original fehlende Name 
des Planetengottes steht oben geschrieben: 
 30m:  Anstatt der drei Betenden links: 
auf einem Felsen rechts zwei vor einem 
Kruzifix knieende Figuren. Der König 
trägt anstatt der Mütze eine Krone. In 
der Unterschrift bei der ersten Zeile, ist 
ursxnenozo in umarmen umgeänrlert. 
117) Mars, Fliigelhelm auf dem Kopf, Mantel 
über der Rüstung, ein blankes Schwert in 
der Hand, sitzt auf einem mit zwei Pfer- 
den bespannten Wagen. Auf einer Schrift- 
rolle über dem Gespann der Name: nrarzrre; 
an den Rädern des Wagens die zwei Thier- 
kreiszeichen Skorpion und Widder, darun- 
ter auf Schriftrollen: IBCARPIOIN, ARIETIZ. 
Unten , im Vorder- und Mittelgrunde, 
Kricgsszcnen: Bauern im Handgemenge 
mit Soldaten, die ihnen ihre Frauen 
entreissen wollen; dahinter ein Reiter- 
schwarm, geraubte Schaafe und Rinder vor 
sich 11er treibend, von rechts ansprengend 
geharnischte Ritter mit geschlossenen 
Visiren. Im Hintergrunde auf derselben 
Seite ein befestigtes Kastell,  wo die 
Sturmglocke geläutet wird. Unten: LIARTE 
        

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