Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606253
Baccio Bgldfigy 
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wusste offenbar nicht, was er für seine 
Aufgabe zu thun hatte. 
c l ARITMETBICHA xxv  25 
B. Orig.  
89) Die Musik, junge Frau, das Gesicht nach 
links gewendet, sitzt auf einer halbrunden 
Bank ohne Rückenlehne und bläst die 
Flöte. Neben ihr links ein Schwan; unten 
rechts eine an die Bank gelelinte Violine, 
am Boden der Streichbogen; links, bei 
dem Schwan, noch mehrere andere Musik- 
instrumente: eine Handorgel, eine Laute, 
Harfe und Flöte. 
 c  l JvlUSIOHA. xxvr.  .26  
B. Kop. A. 43.  Pass. 26. 
89 bis] Verkehrtseitige Kopie. 
c  MUSICBA xxvr l 26 
B. Orig. 43. 
90) Die Poesie, bekränzte junge Frau, das Ge- 
sieht nach rechts gewendet. mit langem 
über ihren Nacken herabwallendem Haar. 
in weitem Gewande, auf einem mit Epheu 
bewachsenen Rasen sitzend; sie bläst die 
Flöte, die sie in der Rechten hält, in der 
Linken hat sie ein Henkelgefäss zum 
Schöpfen aus dem kastalischezi Quell, der 
zwischen den Ephenranken zu ihren 
Füssen hervorsprudelt. Im Vordergrunde 
rechts eine Weltkugel, halb Himmels- 
halb Erdscheibe. Im Hintergrund auf 
derselben Seite eine Felsengruppe mit 
einem Baum. 
.0. 1 Jvonsrn. xxvrr.  .27. 
B. Kop. A. 44.  Pass. 27. 
90 bis) Verkehrtseitige Kopie mit kleinen Ver- 
änderungen. An dem obersten Aufsatz 
des Brunnens sind zwei Fische angebracht,  
die sich mit dem Knopf des Schlusszier- 
raths verschlingen. 
c l POESIA xxvn l 27 
B. Orig. 44.  
91] Die Philosophie, junge Frau, stehend, das  
Gesicht nach rechts gewendet, mit har- 
nischartigem Mieder, hält in der rechten 
einen Wurfspeer und in der linken einen 
Schild mit dem Gorgonenhaupt. 
 c. l  rnrnosoma. xxvm. l  28. 
B. Kop. A. 45.  Pass. 28. 
91 bis) Verkehrtseitig kopirt , doch so, das 
sich der Speer gleichfalls in der rechten 
Hand der Figur , die Aegide in der linken 
befindet. 
c I rnrnosorra xxvrn 1 28 
B. Orig. 45.  
92) Die Astrologie , geflügelte weibliche Figur,  
das Gesicht nach rechts proiilirt, mit lang 
herabwallendem Haar und einem Sternen- 
s kranz auf dem Kopf; sie betrachtet einel 
in der Luft schwebende , mit Sternen be-l 
 säte Himmelsscheibe. In der Linken hält" 
sie ein Buch, in der Rechten einen ge- 
senkten Stab.  Im Unterrande ist irrig; 
XXXVIIII und 39 anstatt XXVIIII undj 
29 als Ordnungsnummer angegeben.  
 c. l .ASTROLOGIA  xxxvnn  .39 
B. Kop. A. 46.  Pass. 29.  
92bis] Verkehrtseitige Kopie mit Abänderun- 
gen. _Der Stab, den sie in der Rechten 
hat, ist in die Höhe gerichtet, ihre LinkeÄ 
hält das Buch nicht an der Seite , sondern" 
vor der Brust. Die im Original aufwärts 
ausgebreiteten Flügel sind mit ihren 
Spitzen abwärts gesenkt.  Die Ord- 
nungsnummer des Originals ist berichtigt. 
c l ASTBOLOGIA xxvlm  29 
B. Orig. 46. 
93) Die Theologie, llalbiigur mit einem Doppel- 
gesicht, das eine weiblich und jugendlich, 
nach links proiilirt und gen Himmel gläu- 
big emporschauend, das andere männlich 
und bärtig , nach rechts protllirt und for- 
schend nach der Erde hinabblickeud. Sie 
hält mit beiden Händen ihr Uebergewand. 
Eine mit Sternen besäete Hemispliäre ver- 
deckt die untere Ilälfte ihrer Gestalt. 
.0. l  THEOLOGIA. xxx. [  30. 
B. Kop. A. 47.  Pass. V, 39. 
93bis) Verkehrtseitige Kopie. 
c [ rnnorocra xxx l 30 
B. Orig. 47. 
Vierte Reihe; Die Tugenden, 
10 Bll., links mit B bezeichnet. 
Den im Buche der Weisheitbeschriebenen 
Tugenden, der Klugheit, der Gerechtigkeit, 
der Mässigkeit und Stärke , den vier soge- 
nannten Kardinaltugenden, gesellen sich 
hier die drei christlichen oder theologischen 
Tugenden, Glaube, Liebe und Hoffnung. 
Die Gestalten sind durch die gewöhn- 
lichen Attribute oder eine ihrer Bedeu- 
tung entsprechenden Handlung gekenn- 
zeichnet, und durch ein beigefügtes symbo- 
lisches Thier. Da sich die Zahl der Tu- 
genden nur auf sieben belief, so wur- 
den zur Vervollständigung der Bilderreihe 
noch drei Blätter hinzugefügt: die als 
Iliaco, Chronico und Cosmico bezeichneten 
Figuren, welche den Tugenden vorangehen. 
Sie werden von Bartsch, Passavant u. A. 
irrigerweise für allegorische Darstellungen 
der Astronomie, der Chronologie und Kos- 
mologie erklärt; die beiden letzteren, als 
selbständige Wissenschaften im Mittel- 
alter unbekannt, gehörten zur Theolo- 
gie, und die Astronomie ist schon in der 
vorhergehenden Reihe unter der Astrologie 
mit einbegriffen; auch ist die Beziehung 
des Wortes Iliaeo auf die Astronomie sehr 
willkürlich. Iliaco ist identisch mit dem 
griechischen Hhiawiq (sonnig). Die Figur, 
die dieses Prädikat trägt, erscheint als der 
Genius der Sonne , die mit Chronico und 
Cosmico bezeichneten Gestalten als die 
Genien von Welt und Zeit. In welchem 
bestimmten Zusammenhang die drei Ge- 
nien mit den sieben Tugenden gedacht 
sind, möchte schwer zu sagen sein. Sie 
sind dargestellt als geüügelte Jünglinge in 
kurzem, gegürtetem Gewande , das nur 
bis an, die Kniee reicht und Arme und 
Beine frei lässt; sie stehen auf einem 
Rasen, und haben im Hintergrunde pilz- 
hutförmige Taxusgebüsche.  Mit Aus- 
nahme der Fortezza, sind alle Figuren 
dieser Bilderreihe glücklich komponirt." 
94] Der Genius der Sonne, das Gesicht nach 
links proiilirt, mit krausem Lockenhaar, 
hält in der erhobenen Rechten nicht eine 
strahlende Mondscheibe, wie Bartsch will, 
75'
        

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