Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606227
Q2 Baccio Baldini. 
unter dem rechten Arm das Schwert des 
Ritters tragend. 
   
B. Kop. A. 23.  Pass. 6. 
69bis) Verkehrtseitige Kopie. Der Ritter trägt 
eine flache Mütze anstatt der runden. Das 
Juwel oder der Orden auf seiner Brust be- 
steht aus 4 Zacken mit eben so viel Per- 
len dazwischen. Der Knappe hat gelocktes 
Haar und darüber eine Kappe. 
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B. Orig. 23. 
70) Der Fürst; ein venezianischerDoge; nach 
links gewendet, die gehörnte Mütze mit, 
Reifen auf dem Kopf, trägt ein weites bis  
zu den Füssen reichendes Untergewarld 
mit Gürtel und einen eben so langen Man- 
tel ohne Aerrnel , mit Schulterkragen. Er 
hat die Rechte im Gürtel, die Linke an 
seiner Seite. 
   
B. Kop. 24.  Pass. 7. 
70 bis) Verkehrtseitige Kopie. Am Schulter- 
kragen des Mantels ist der Stoff (Hermelin) 
mehr angedeutet. Die Linke hält der Doge 
vor der Brust und schlägt mit der Rechten 
den Mantel zurück. 
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B. Orig. 24. 
71) Der König, jugendlich und in mittelalter- 
licher Tracht (Rock und Mantel), ganz von 
vorn gesehen, mit einer geblümten Krone 
auf dem langen Lockenhaar , sitzt auf 
einem Sessel ohne Lehne, in der Rechten 
das Szepter. Die Linke in die Hüfte ge- 
gtützt. Der Thron hat eine Stufe. 
   
B. Kop. 25.  Pass. 8. 
71 bis) Von dem vorhergehenden Bl. verschie- 
den. Der König ist älter und hat römi- 
sches Kostümßilarnisch und Mantel). Das 
Gesicht ist nach links gewendet, das 
Lockenhaar kurz und die Krone zackig. 
Der Thron hat zwei Stufen. 
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B. Orig. 25. 
72) Der Kaiser, das Gesicht nach links gewen- 
det, die Krone auf dem Kopf, in Rock und 
Mantel, sitzt auf einem Sessel ohne Rücken- 
lehne, den Reichsapfel in der Rechten, die 
Linke am Gürtel, die Beine übereinander 
gekreuzt. Hinter dem Thron ist ein 
Vorhang ausgespannt, auf der Stufe des 
Throns sitzt ein Adler, nach links gewen- 
det.  Kopie bei Ottley, S. 385. 
.13. [ .IMPEBATOE.VIIII. ] .9. 
B. Kop. A. 26.  Pass. 9. 
72 bis) Verkehrtseitige Kopie. Der Kaiser hält 
in der Rechten ein Kreuzszepter, in der 
Linken den Reichsapfel. 
s [ IMPERATOB..VIIII. I 9 
B. Orig. 26. 
In der Unterschrift ist ausnahmsweise vor 
und nach der römiahen Zahl ein Punkt. 
73) Der Papst, ganz von vorn gesehen, sitzt 
auf einem antiken Sessel, dessen vier 
Arme in vier giraffenartige Thierhiilse aus- 
gehen. Die Tiara auf seinem Kopf ist in 
dem untersten Reif mit sieben Edelsteinen 
besetzt, das darunter beilndliche Kopftuch 
hängt mit den Zipfeln im Nacken herab, 
Er hält in der Rechten die Himmels- 
schlüssel, und stützt die Linke auf ein 
Buch, das auf seinen Knieen liegt. 
   
B. Kop. A. 27.  Pass. 10. 
7 3 bis) Originalseitige Kopie mit kleinen Ab- 
änderungen. Der Kopf des Papstes ist an 
den Schläfen ohne Haar; in der Mitte des 
untersten Kronreifs ist ein großer viel-- 
eckiger Edelstein mit zwei kleineren l'un- 
den Steinen an jeder Seite, oben auf der 
Tiara ein Kreuz. Der Sessel hat nur zwei 
Arme mit löwenartigen Thierköpfen. 
s ] PAPA. x.  ro 
B. Orig. 27. 
In der Unterschrift ist vor und nach der 
römischen Zahl ausnahmsweise ein Punkt. 
Zweite Reihe: Die Musen, 10 Bll. 
Diese zweite Reihe und die drei folgenden 
führen im Original und in der Kopie diesel- 
ben Reihebuchstabemnämlich: D, C, B, A_ 
Die Musen sind hier zunächst, nach dem 
aus dem Altertum ins Mittelalter über- 
gegangenen Mythus, als Vorsteherinnen 
der Sphärenharmonie gedacht. Nach Pln_ 
tarch haben deren acht in den acht Sphä- 
ren des Himmels ihren Sitz, während die 
neunte den Raum unter dem Monde inne 
hat; jene Ueberirdischen erhalten des 
harmonische Verhältniss der Planeten 
unter einander und zum Fixsternhimmel, 
Marcianus Capella spricht ausdrücklich 
von einer Musik, einem harmonischen Ge- 
läute der Himmelskörper und theilt einem 
jeden derselben eine Muse mit entsprechen- 
dem Gesange zu, demFixsternhimmel die 
Urania, dem Saturn die Polymnia, dem 
Jupiter die Euterpe, dem Mars die Erato, 
dem Sol die Melpomene, der Venus die 
Terpsichore, dem Merkur die Kalliope, der 
Luna die Klio. Die Thalia, weil der sie 
tragende Schwan, der Last nicht ge- 
wachsen, mit ihr nach der Erde zurück- 
flog, blieb auch daselbst zurück. In unserer 
Bilderreihe sind die Musen alle, Thalie 
ausgenommen, mit dem Attribut einer 
Planetenscheibe dargestellt und zugleich, 
als Tonkünstlerinnen, fast sämmtlich mit 
musikalischen Instrumenten. Apollo tritt 
als Ghorführer hinzu und dirigirt mit dem 
Taktstock das himmlische Konzert. 
Diese Darstellungen sind ziemlich 
schwach, die meisten der Musen in Erfin- 
dung undBewegung nicht ansprechend ; nur 
Klio, Urania und Erato machen eine glän- 
zende Ausnahme. Sie sind sämmtlich be- 
kleidet, nur Arme und Beine entblösst; alle 
tragen langes, über den Rücken, fast bis 
zu den Knieen herabwallendes Haar. 
74) Kalliope, stehend, das Gesicht nach links 
gewendet, bläst eine Tuba, die sie mit 
beiden Händen hält; hinter ihr links an 
der Erde die Planetenscheibe (Merkur). 
Im Hintergrund zur Rechten sprudelt eine 
Quelle aus einem Felsen; ihr Wasser 
fliesst in ein großes Becken mit rundem 
Fuss auf runder Plinthe. 
 l .ca1.rorn.xr.  
B. Kop. A. 28.-Pass.11.
        

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