Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606121
32 ' Baocio Baldini. 
 
 
9] Josua, bärtig, nach links proillirt, in ritter- 
licher Tracht, einen Helm mit Flügeln und 
Federbusch auf dem Kopfe, sitzt in einem 
reichen Thronsessel mit hoher Rücken- 
lehne, beide Hände zum Gebet gefaltet. 
Oben in der Ecke links die Sonne in Ge- 
stalt eines menschlichen, mit Strahlen 
umgebenen Gesichtes.  B. 23. 
I. Oben, in der Mitte des Hintergrun- 
des: IBSVE. Oben links, unter der 
Sonne : 9. Unten : onsnu     
DOLCIZIMO. 
II. msvr: ist verbessert IOSVE; aber im 
0 sieht man noch das vorhergehende E. 
Oben links: 6. 
III. N. G. 
10) Aron, bärtig, das Gesicht nach rechts ge- 
wendet , mit hoher persischer Mütze, sitzt 
auf strahlenden Wolken und hat eben 
solche zu Füllen; in der Rechten hält er 
einen Drachen.  B. 4. 
 I. Auf der Schriftrolle, oben rechts: 
ABON  PROFETA. Oben links: 10. 
Unten: man  vrm. 
II. Randstriche, keine Verse, sonst wie 
vorher. 
III. N. G. 
11) Jones, bärtig, nach links gewendet, mit 
Wulst und Rundkappe, sitzt auf strahlen- 
den Wolken; in der Rechten hält er einen 
Walllisch, in der Linken ein geschlossenes 
Buch.  B. 17. 
I. Oben auf einer Schriftrolle: GIONA. 
PROFBTA. Oben links: 11. Unten: 
PREDICHAR    NATVRA. 
II. Randstriche, keine Verse, sonst wie 
vorher. 
III. N. G. 
12] Moses, bärtig, an der Stirn Strahlenbiischel 
statt der Hörner, das Gesicht etwas nach 
rechts gewendet, sitzt auf strahlenden 
Wolken und hält in jeder Hand eine Ge- 
setztafel mit der lateinischen Inschrift der 
zehn Gebote.  B. 3. 
I. Neben dem Kopfe des Propheten, 
links und rechts: MVISE. PROFETA. 
Oben in der Ecke, auf derselben Seite : 
12 (die 2 verkehrt.) 
II. Die Worte: MVISE. rnornra sind aus- 
gelöscht, aber so schwach, dass man 
sie noch deutlich lesen kann, und 
über dem Kopfe des Moses steht ver- 
bessert: morss  PROPI-IETA. Die Num- 
mer wie vorher. 
III. N. G. 
13) Zacharias, bärtig und barhaupt, das Ge- 
sicht nach rechts gewendet, sitzt auf strah- 
lenden Wolken und hält in der Rechten 
eine Schriftrolle.  B. 21. 
I. Auf der Sehriftrolle  XACCHERIA  
PROFETA. Oben links: 13. Unten: 
cnoarvr       PORTE.  Zani will 
vor dem zweiten Verse die Buchstaben 
AB gelesen haben; Passavant konnte 
sie nicht auffinden, vermutet aber, 
dass anstatt des großen B ein kleines 
b zu lesen sei, weil Botticelli seine 
Kupferstiche mit A b bezeichne. Was 
von dieser Konjektur zu halten sei, 
 geht aus dem oben Gesagten hervor. 
Im zweiten Verse ist das Wovt um 
durchgestrichen und im dritten Verse 
00m2 in ocm verbessert , worauf 
sich die Buchstaben vor den Versen, 
wenn dieselben wirklich vorhanden 
 sind , beziehen könnten, aber man 
müsste eine gewisse Anzahl Abdrücke 
vergleichen können; auf den drei, die 
ich bisher gesehen, war an der von 
Zani angegebenen Stelle ein Schmutz- 
oder Rostlleck, der keine Buchstaben 
erkennen, aber alles mögliche ver. 
muten lässt. 
II. xaccnnrua ist verbessert: zaccnsnra, 
Die Nummer wie vorher. 
III. Unten rechts: 21. 
14) Joel, bärtig, nach rechts gewendet, mit 
schuppiger Spitzmütze, sitzt auf strahlen- 
den Wolken und hält mit der Rechten 
ein geschlossenes Buch auf den Knieen, in 
der Linken eine Schriftrolle mit der In- 
schrift: 10121. PBOFETA.  B. 14. 
I. N. G. 
II. Oben rechts: 16. 
III. Oben rechts; 18. 
löf?) Amos, bärtig, nach rechts gewendet, glatz- 
köpflg, in einem Armsessel sitzend,  
B. 15. -.VerkehrtseitigevKopie nach dem 
Apostel Paulus in der Apostelfolge des 
Meisters von 1466 (B. X. 22, N0. 38). 
Der Charakter der Figur ist italienisirt 
und seiner Schärfe beraubt, der Ausdruck 
des Kopfes etwas in's Freundliche ver- 
ändert. Die Glatze schattirt, aber ohne die 
Punkte, welche den Uebergang vom Schat- 
ten zum Licht andeuten; die Hände sind 
nicht so lang und knöehern, aber ohne 
die Gelenkigkeit, welche das deutsche 
Original wenigstens bis zu einem gewissen 
Grade ausdrückt. Die Rechte hält ein ge. 
schlossenes Buch (im Original die Linke 
ein Schwert]; die Linke deutet auf das 
Buch (im Original macht die Rechte diese 
Bewegung nach dem Schwert]. Die eckigen 
und scharfen Brüche der Gewandfalten sind 
gemildert, jedoch noch hindurchscheinend ; 
die Füße beschuht , im Original nackt 
Der Lehnstuhl ist reicher verziert; an der 
Stuhllehne und unter dem Stuhl fehlen die 
Schlagschatten des Originals. Ueberhaupt 
sind  die Schattir-ungen eintönig und 
schwach, der Druck mittelmäßig. In allen 
diesen Beziehungen hat der altdeutsche 
Meister den Vorzug. 
I. Auf der Rückenlehne des Stuhls, in 
einem Kranz: 
 AMOZ 
' rnorn 
ra 
Im Unterrande: 0 PRINCIPIO  MORTE_ 
II. Oben rechts: 19. 
III. Oben rechts: 13. 
16) Abdias, unbärtig, das Gesicht nach links 
gewendet, mit einer oben umgebogenen 
Mütze, sitzt auf einer Bank, und hält mit; 
der Rechten ein aufgeschlagenes Buch, in 
dem er liest, mit der Linken eine Schrift- 
rolle.  B. 16.  Der Typus des Kopfes, 
die Haltung der Beine und die Motivirnng
        

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