Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606107
580 Baccio Baldini. 
den Inhalt derselben bisher wenig gesagt wor- scheiden sich, ihrer veränderten Bedeutung ge- 
den ist und selbst dieses wenige mancher Berich- mäss von letzteren insofern, als 1111105 Statt der 
tigung bedurfte. Wennich dabei auf Passavants  Säge des 51m0" em geschlossenes Bueh 1 Ma- 
irrige Angaben, auf seine Vermutungen und Pa- lachte sie" fies eehwimii. des Pein". eme 
     Schriftrolle halt und die Fusse, die bei den 
radoxien ilagptsachlmh Ruckmcht genemleen Aposteln nackt waren, bei diesen beschuht sind_ 
mfd 516 weltlauüger besprochen habe, als Vlel" Auch sind sie nicht mit denselben Strichlagen 
leleht manchem recht Scheint, 50 ist deT Grund schattirt, und folglich keine servile Kopien, son- 
kein anderer, als weil in Privat- und sogar in dern mehr freie Uebersetzungen aus dem Deut- 
öffentlichen Sammlungen die Inkunabeln der ita- sehen ins ltalienischls Ich habe nie die voll- 
lienischen Kupferstecherkunst nach seinem Ver- Ständige Ailßstelfoläß des Meisters von 1466 
zeichniss geordnet und numerirt sind, und alle gesehen? ebef Memittei der eme solche besaß, 
Auktionskataloge sich darauf als auf die höchste {eiehch ddle Ysrlgel? 411m? und fePd so?" 
   
Bei den Bll., die ich nicht aus eigener An- wenn e, in, 5mm; und Zeichnungen dilgä 
501181111115, Sondern 1'111? aus Abbildungen 011er Prophetenfolge dem Botticelli zutheilt. der sie 
Beschreibungen kenne, und bei denen ich daher gewiss selbständig durchgearbeitet hätte. noch 
fremdem Urtheil folgen musste, beschränkte ich ist wol möglich, dass ein Theil der Figuren nach 
mich auf bloße Nomenklatur oder kurze Zitate. Bettieeme Zeiehnenäe" gestochen ist; will man 
Sie sind durch ein N. G2, a. h. Nicht gesehen, die Folge 31H Bedlnläßtibe" gelte!) lassen. so 
 erhellt aus den angeführten Umstanden d 
bezeichnet. „  i aSS 
Vasaris Versicherung, er habe nur nach Botti- 
V 6 1' Z e l 0 h 11 i S S celli gestochen , nicht ganz streng zu nehmen 
der gewöhnlich dem Baldini und Botticelli ist  B- Xm- P- 165'167. No- 1-24- 
zugeschriebenen altiiorentinischen Kupferstiche. Yen dieser. Folge der flrophetell existiren 
I. Feine Manier (herkömmlich Baldini zugeschrieben). äglxzghislg: lälscslänrfmlgs 23,13 lväeiägetgräägääi" 
A. Bibel und Legend e. als freie Bearbeitungen eines anonymen Kupfer: 
1-24) Die Propheten. Folge von 24 Bll. 8. Ausser äiääläsräiieüilfagsä: 2B: a3 äiisgegiehgiäzlller m d1e 
grossen und kleinen Propheten umfasst diese deres Aussehen habexfund von Ottley Sfarzden" 
Folge die Patriarchen und andere alttestament- Botticem zugeschrieben werden Ich kg] r (im 
liche Gestalten, welche der christlichen An- von keine ejnyige und erwähhe Sie Venle e' 
schauung als Vorboten und Vorherverkündiger N0 5___29  '  "v 
Christi galten. Im Unterrande der Abdrücke des     
ersten Plattenzustandes befinden sich acht den 1) 1953-1115, bäTtlgi nach Teehts gewendet, mit 
Gegenstand erklärende und in unkultivirtem, allfäßkwmPter Mütze, auf einem Kasten 
mit Lateinisch vermischtem Italienisch abge- Sitzend, in de? Rechte" 6111 geschlossenes 
fasste Verse in Unzialbuchstabenschrift.-Die In- Blieb: i" der Linke" eine grosse Säge 
schriften, in orthograpbischer Hinsicht immer haltend. Letzterevbezielit sich auf eine 
sehr mangelhaft und zu Anfang wie am Ende jüdisthei von den Äifthenvätßlll adoptirte 
anstatt der Punkte, oft mit Schnörkeln und Sage, nach Welehm Jesttms auf der Flucht 
kleinem Zierwerk versehen, haben das Gha- von einerzederverßßhlußgen 11115 in diese; 
rakteristische, dass die B, Q und Z zu Anfang zersägt Wnde-  B- 24- 
wie in der Mitte der Worte klein als b, q und 5 I. Bezüglich dieses Plattenzustandes gilt 
gebildet und das große S, wie das kleine 5 bei- für die ganze Reihe folgende Bemer- 
nahe immer verkehrt (8, ö) gestochen sind. kung: die Platten sind 178 Mill. hoch 
Bartsch hält diesen letzteren Umstand für ein und 106 Mill. breit; oben links haben 
Zeichen von Kopien, aber mit Unrecht; denn sie arabische Nummern von 1 bis 24 
wenn man bedenkt, wie schlecht die damaligen unten bloß den Querstrich für die; 
Kupferstecher die Buchstaben stachen, da ihnen Abtrennung des Unterrandes mit den 
das Verkehrtstechen  zum Zweck der recht- acht italienischen Versen, von denen 
seitigen Wiedergabe im Abdruck  etwas wir jedesmal die Anfangs- und 
Neues war, so ist viel eher anzunehmen, dass Schlussworte anführen. Wir geben 
der älteste Plattenzustand in dieser Hinsicht auch die andern Inschriften, weil 
fehlerhafter war, als die jüngeren, bei denen  dieselben bei Bartsch unrichtig xrey- 
die Anf- und Nachstecher solche Irrtümer zu zeichnet sind. Meine Ordnungs- 
verbessern" pflegten. Ottley hielt für wahr- nummern stimmen nicht mit denen 
scheinlich, dass B. diese Folge der Prophe-  bei Bartsch, sondern mit den auf den 
ten in seiner ersten Zeit, vielleicht zwischen Kupferstichen befindlichen; mehrere 
1460-- 1470 , nach Botticellfs Zeichnungen aber von den mir zu Gesicht gekom_ 
gestochen habe; aber wie schon Mariette bemerkt, menen Blättern waren beschädigt und 
benutzte der iiorentinische Stecher bei seiner ohne Zlßer, weshalb ich bei diesen 
Arbeit die Apostelfolge des deutschen Meisters der angegebenen Nummer ein F1-age_ 
von 1466. (B. X, p. 20. N0. 28-39.) Die Pro- zeichen beigefügt habe. Eine Folge 
pheten Amos (N0. 15) und Malachia (N0. 22] von Stichen dieses Plattenlllstandeg 
sind nach den beiden Figuren kopirt, welche in bei der drei Blätter fehlten und die 
der deutschen Folge die Apostel Simon und oberen Ecken meist angesetzt waren 
Paulus (N0. 36 und 38) darstellen; sie unter- wurde in der Versteigerung Dumas
        

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