Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1606036
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573 
16) Der hl. Philippus Benizzi, in Todesgedanken. 
Anonymer Stich. Gio. Giacomo Rossi formis. 
Fol. 
17) Die hl. Rosa von Lima überreicht eine Rose 
dem Jesuskinde, das auf dem Schooß seiner 
Mutter sitzt. Gest. von B. Thih ou s t. Fol. 
18] Dieselbe Heilige, knieend vor der hl. Jungfrau, 
die ihr auf Wolken erscheint mit dem Jesuskinde, 
welches die rechte Hand der Heiligen ergriffen 
hat und ihr den Brautring an den Finger steckt.  
Gest. von B. Thiboust. 4.  
19) Dieselbe Heilige erhält einen Rosenkranz  
von dem Jesuskinde , das auf dem Schooß 
seiner Mutter sitzt, die ihrerseits dem Papst 
Pius V. ein gleiches Geschenk macht. Gest. von 
B. Thiboust. Im Unterrande: Sacratissimi 
Rosarii icon, etc. Aus einer Folge der 15 Ge-Q 
heimnisse des Rosenkranzes. kl. F01.  
20] Dieselbe Heilige verehrt knieend das J esus-  
kind, das vor ihr auf einem Kissen sitzt. Gest.  
von J. David. 8.  
21) Dieselbe Heilige, mit dem Jesuskinde auf den! 
Armen, erscheint Indianern, die ehrfurchtsvoll 
auf den Knieen liegen. Oben halten zwei Engel 
einen Rosenkranz über dem Haupte der Heiligen. 
Gest. von B. T hibou s t. Fol. 
22] Dieselbe Heilige, das Jesuskind anbetend, das 
sie auf den Armen hat. Oval in einem Rosenge- 
winde. Gest. von B. Thiboust. 4.  
23] Das päpstliche Wappen, auf einem in der Luftl 
schwebenden Erdball von: zwei Engeln gehalten,  
und umgeben von vier allegorischen Figuren, 
von denen eine die Tiara mit den Schlüsseln auf 
das Wappen setzt. Oben die römisch-katholische 
Kirche in einer Glorie. Radirt von G. Szymo  
nowicz. gr. Fol.  Gehört nach Nagler (Mo- 
nogr. IV. no. 940) zu einer Folge von fünfgroßen 
Foliobll. desselben Kupferstechers nach einem 
Plafondgemälde von L. Baldi; ich kenne nur 
das oben beschriebene Bl. 
24) Zwei gewappnete Frauen, Polen und Schweden, 
überreichen dem Könige Johann II. Oasimiri 
eine Krone und ein Schwert. Allegorie auf die 
Thronbesteigung dieses Fürsten. Gest. von 
O. Bloemaert. Fol.  Oben rechts, in einer 
Nische, sieht man die Büste des Königs Wladis- 
law IV. von Polen, Stiefbruders des Johann Casi- 
mir, als Verzierung angebracht, wovon Heineken 
wunderlicherweise Anlass genommen, dieses Bl. 
reine Darstellung zur Verherrlichung Wladis- 
law's IV. als König von J 811158161111: zu benennen. 
25) Kinder trinken aus Milchquellen, die aus einem 
Berge fliessen, über welchem ein Stern erscheint. 
Allegorisches Bl. mit doppelter Anspielung auf 
das Wappen und die Person des Papstes Alexan- 
der VII. Gest. von G. B. Boracino. F01. 
26) Ein Philosoph zeigt einem Krieger ein an einem 
Baum im Walde aufgehangenes Siegeszeichen. 
Radirt von P. P. P etru cci. F01. 
27) Die Helligkeit (La Clarte), Marmorstatue im 
Versailler Schlosspark. P1. 126 im Recueil des 
ligures , groupes, thermes , fontaines, vases et 
autres ornemens       dans le Chateau et Parc 
de Versailles. Gest. von S. T h 0m a s s i n. Paris, 
1694. 8. Mit 220 Kupfern. 
28) Apollo auf seinem vierspännigen Sonnenwagen 
mit zahlreichem weiblichen Gefolge. Radirt von 
G. Szymonowicz. gr. qu. Fol. Besteht an-l 
geblich aus zwei Platten; ich sah davon nur eine.  
29) Ein Soldat, mit einem gezückten Dolch bewaff- 
 net, stürzt auf eine Königin, die zu einem er- 
mordet an der Erde liegenden Fürsten hinliiich- 
tet, in Gegenwart ihrerj ammernden Dienerinnen. 
Radirt von F. L uti. qu. Fol. 
30) Leo X, in piipstlichem Ornat, sitzendund segnend 
(nicht vdie Skulptur beschützendu, wie Heineken 
sagt). Marmorstatue, in einem Zimmer des Ka- 
pitels zu Rom. Nach der Zeichnung des L. Baldi 
gest. von Fr. S p ie rre. Fol. 
31) Sixtus V., Papst. Sitzende Bronzestatue, von 
Prospero Scavezzi, in einem Zimmer des Palastes 
der Conservatoren zu Rom. Nach der Zeichnung 
des L. Baldi gest. von Guill. Ghasteau. Fol. 
32) Innocenz X_, Papst. Bronzestatue nach dem 
Modell des Aless. Algardi, in demselben Lokal 
wie die vorhergehende. Nach der Zeichnung des 
L. Baldi gest. von Guill. Ghasteau. Fol. 
33) Marc Antonio Colonna, Befehlshaber der Flotte 
des Papstes Pius V. in der Schlacht bei Lepantc, 
nach der er auf dem Kapitol einen Triumph nach 
altrömischer Art feierte. Lebensgroße Statue, 
die ihm zum Andenken dieses Triumphes in 
einem Zimmer des Kapitels errichtet wurde. 
Nach der Zeichnung des L. Baldi gest. von Guill. 
Ohasteau. Fol. 
34] Francesco Aldobrandini, Neffe von Olemens VIII. , 
General der päpstlichen Hülfstruppeir für den 
Kaiser in Ungarn gegen die Türken. Lebens- 
große Statue, ebendaselbst. Nach der Zeichnung 
des L. Baldi gest. von Guill. Ohaste au. Fol. 
35) Virginio Cesarini, römischer Edelmann. Büste, 
ebendaselbst, in einer ovalen Nische. Nach der 
Zeichnung des L. Baldi gest. von Guill. Gha- 
s t e a u. 
Auf diesen sechs Bll. (30-35) , die nicht 
häufig vorkommen, existirt keine Inschrift; 
sie wurden gestochen für eine Beschreibung 
der Kunstsammlungen des Kapitels, schei- 
nen aber nicht gebraucht worden zu sein. 
Im Museum Gapitolinum (Romae 1742- 
1748, zwei Bde. Fol.) linden sie sich nicht. 
36) Zwei Genien setzen auf ein mit Trophäen 
geschmücktes Titelbl. das Bildniss des Cardinals 
Pasquale von Aragon, Vicekönigs von Neapel. 
In der Mitte der Komposizion, in einer Kartusche, 
liest man: All Emimo. e Ren"). Principe il Sig. 
Gardinal d'Aragon. Gest. von Guill. (J h as te a u. 
Fol. 
s. Pascoli, Vite de" Pittori etc. II. 153 ff.  Fil. 
Titi, Descr. delle pitture di Roms.  Hei- 
neken, Dict.  Bartsch. XXI. 88.  Le 
Blaue, Manuel. I. 125. 
E. Koloyf. 
Baldi (oder Baldo). Antonio Baldi, 
Maler und Stecher aus La Oava im Neapolita- 
nischen, in der Mitte des 18. Jahrh.; nach Zani 
arbeitete er in den Jahren von 1741-1768. Er 
war ein Schüler des lhancesco Solimena und ko- 
pirte viele von dessen Werken. Von Seinen selb- 
ständigen Malereien finden sich mehrere in 
N eap el. (Nach Zani ist ein Bildniss desselben 
bezeichnet: Ant. Baldus ad vivum faciebat. 
Neap. An. 1760.) Später widmete er sich, unter 
derLeitung des Andrea Magliar, ganz der Kupfer- 
stecherkunst und lieferte eine beträchliche Anzahl 
von Stichen, meist nach eigenen Zeichnungen. 
s. Zani, Encicl.  Domenici , Pittori Napoli- 
tani. IV. 621. Jansen.
        

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