Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1605952
Baily 
 
Herrmann Baisch. 
E 
len erhielt. Im J. 1818 begründete B. seinen Ruf 
mit einer Statue, Eva am Brunnen, die er für das 
literarische Institut in Bristol in Marmor aus- 
führte. 1821 winde er Mitglied der Akademie 
und erhielt den Auftrag zur Ausführung von 
Skulpturen für den Buckingham-Palast (Reliefs 
im Thronsaal, Grrazien, Jäger, schlafende Nym- 
phe). Von idealen Bildwerken, die sämrntlich, 
wie die meisten derartigen Werke der englischen 
Skulptur, an einer gewissen Einförmigkeit und 
Unlebendigkeit leiden, arbeitete er noch eine 
große Anzahl: Eva auf die Stimme lausehend, 
Herakles und Lykos, Mütterliche Liebe, Apollo, 
Die Grazien. Der müde Jäger (die letzten 5 für 
Jos. Noeldl, Helena sich vor Paris entsehleiernd, 
Schlafende Nymphe (für Lord Monteagle). 
Von Porträtstatuen sind zu nennen : Telfort, 
Graf Egremont, Sir Ast. Cooper, Sir S. Bourke, 
Herzog von Sussex, Sir Rob. Peel, Nelson für 
'l'rafalgar Square, Lord Holland fürWestminster ; 
von Büsten: Flaxman, Byron, Brougham, Her- 
schel. 
Nach ihm gestochen: 
Statue von J. M. W. Turner. W. Roffe sc. Fol. 
In: Art-Journal. 1858. 
    
 KunstbL1S22. p. 239. 1823. p. 340. 1825. 
p. 360. 1330.11. 78. 1831. p. 37a. 1833. p. so. 
1845. p. 340. 1846.11. 144. 
4;? 
Bain. Pie rre Bain, französischer Gold- 
arbeiter, geb. um 1640, i- 30. Nov. 1700. Er war 
besonders durch emaillirte Goldarbeiten berühmt, 
bei denen er hauptsächlich da email clair (das 
durchscheinende Email) anwendete. Für Lud- 
wig XIV. arbeitete er um 1684 eine große, am 
Rande mit Schmelzwerk versehene Sehaale, die 
100,000 Livres kostete. Sein Schwager Gedeon 
Lesgare, mit dem er im Louvre eine gemeinschaft- 
liche Wohnung hatte, war sein Gehilfe; sein 
Sohn Barthelemy wahrscheinlich gleiehfalIsGold- 
sehmied und vielleicht der Bain, der von Brice 
1713 und 1718 (also nach Pierre's Tode) erwähnt 
wird. 
s. Jal, Dict.  G. Brice, Guide des etrazigers 
dans Paris, 1684. 1687. 1698. 1713. 1718.  
H e rl u i s o n , Actes dkitat civil dfartistes franqais. 
 Gazette des Beaux-Arts. X. 155. 
J. J. Guifrey. 
Bainville. Charles Bainville, franzö-. 
sischer Maler, von dess eu Lebensumständen wenig 
bekannt ist. Siret gibt 1794 als sein Todesjahr 
an und fügt hinzu, dass er ein Verwandter Boi- 
leauis gewesen und sich auf den Rath desselben 
der Malerei gewidmet habe. Danach würde B., 
wenn die Angabe des Todesjahrs richtig ist, ein 
imgewöhnlich hohes Alter erreicht haben, da 
Boileau bereits 1711 starb. Gemälde Bainville's 
sind nicht bekannt; er war literarisch thätig, 
schrieb einen Operntext und eine große Anzahl 
Lieder. 
s. Siret, Diet.  Didot, Biogr. universelle. 
J. J. Guifrey. 
 Bair. Hans Jakob Bair, s. Bayr. 
 Baisch. Wilhelm Heinrich Gottlieb 
iB ais ch , Lithograph, geb. 3. Juni 1805 in Stutt- 
igart, -1- daselbst 3. Jan. 1864. Er kam nach seiner 
lLehrzeit in dem Stuttgarter Hause F. G. Schulz 
 in die Hofdruckerei von C. C. Meinhold ig Dresden 
{und hat später als artistischer Leiter dieser An- 
lstalt viel zur Entwicklung des Farbendruckes 
beigetragen. Auch als er nach 26jähriger Ab- 
wesenheit wieder in seine Vaterstadt zurückge- 
kehrt war, pflegte er in dem daselbst errichteten 
lithographischen Institut vorzugsweise die Chro- 
molithographie. Man findet trcfiiiche Leistungen 
dieser Art in den Jahresheften des württemb. 
Alterthurns-Vereins und namentlich vorzügliche 
Blumen- und Fruchtstücke in der Illustrirten 
Gartenzeitung (Stuttg. Verl. von E. Schweizer- 
bart). Nach seinem Tode wurde die Firma fort- 
geführt von seinem Sohne Otto B., geb. 4. Mai 
X1840 in Dresden. Ausser Blumen- und Frucht- 
stücken lieferte derselbe hauptsächlich Genre- 
bilder größeren Formates in Farbendruck für 
Amerika. Zu Anfang des Jahres 1873 verkaufte 
er sein Geschäft und siedelte nach München über, 
um sich ausschliesslich der Malerei zu widmen, 
für welche er sich schon früher in der Stuttgarter 
Kunstschule ausgebildet hatte. 
Nach Mittheilungen von 0. Baisch. 
A. Wintterlin. 
 Von ihm lithographirt: 
1) Anton, König von Sachsen, stehend in ganzer 
Figur. Nach J. G. Roesler. gr. Fol. 
2) Friedrich August, König von Sachsen, stehend in 
ganzer Figur. Nach C. Chr. Vogel von Vogel- 
s t e i n. F01. 
3] F. W. Herschel, Musiker. Nach F. Rehberg's 
Zeichnung. 4. 
4] Valentin Rose, Chemiker, in Oval. 4. 
W. Engelmann. 
H e rr m a n n B ais c h , Landschaftsmaler, 
Sohn des Vorigen, geb. in Dresden 12. Juli 1846; 
vielleicht der talentvollste Meister der großen 
Lienschen Schule. Auf der Stuttgarter Kunst- 
schule erhielt er den ersten Unterricht und ging 
dann (1868) nach Paris, wo er in der Galerie be- 
sonders die Niederländer studirte, und starke 
Einwirkung von der modernen Richtimg des 
aPaysage intimen, zunächst von Rousseau und 
Dupre, empfing. 1869 kam er nach München, wo 
er in die Schule Lier's eintrat und durch sein 
ungewöhnlich gesundes und energisches Talent 
sofort die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Er 
wählt die Motive seiner Bilder meist aus der 
Münchener Hochebene und beschränkt sich am 
liebsten auf ganz einfache Gegenstände, denen er 
den ganzen Reiz des Ungesuchten, Zufälligen 
und Absichtslosen zu erhalten versteht, indem 
er sie doch zu Trägern einer bestimmten, meist 
schlichten und einfachen Stimmung macht. So 
auf der Wiener Ausstellung: Ein grüner Anger 
mit weidendem Vieh von der Morgensonne in
        

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