Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1605925
ää 
Pietgifie  
 
 
Baillu . 
 
Pl. 128. Basrelief mit elf kleinen 
Liebesgöttern und drei Kin- 
dern. 
Zwei Titelblätter: 
102) Christus, als leidender Heiland und König der 
Betriibten, auf seinem Thron ; auf dessen Stufen 
Engel mit den Passionswerkzeugen; unten 
sitzen Hiob und der hl. Laurentius, Ohne Namen 
des Malers, wahrscheinlich von E. Quell yn. 
Titelbl. für: Le Throsne Royal de Jesus Na- 
zareen, Roy des Affligez, par le R. P. Jacques 
Couruoisier. gr. 4. ' 
103) Brustbild Christi, in einem Oval, umgehen von 
den vier Ezechiefschen Wundergestalten. Titel- 
blatt für: Margarita Evangelica, per Joannem de 
Paris. Antverpiae. gr. 4. 
I. Anno 1657. 
11. Anno 1660. 
s. Basan, I. 38. -Heineken, Dict.  lluber 
und Rost, Handbuch VI. 80.  Le Blanc, 
Manuel. I. 131. 
11;. Kotloff. 
Bailliu. Barend de Bailliu, belgischer 
Kupferstecher, geb. zu Antwerpen, nach Einigen 
1625, nach Andern um 1645; noch Andere setzen 
sein Geburtsjahr um 1670, was jedenfalls ein Irr- 
tum ist, da er verschiedene Bll. für eine unter 
Innocenz XI. (1676-1689) bei G. G. de Rossi 
in Rom erschienene Sammlung von Kardinalbild- 
nissen lieferte. In demselben Verlag sind auch alle 
seine andern Kupferstiche herausgekommen; man 
darf daher annehmen, dass er sich lange in Rom 
aufhielt. In der damals hier bestehenden nor- 
dischen Schilderbent hatte er den Beinamen 
Hemel (Himmel). Er war, wie es scheint, eben so 
sehr Maler als Kupferstecher und bildete sich in 
letzterer Eigenschaft, wie ich glaube, nach Cor- 
nelis Bloemaert, der gleichzeitig mit ihm in Rom 
lebte. Ohne den schönen und brillanten Grab- 
stichel dieses Meisters zu haben, bethätigte er 
sich in seinem Kunstfache doch mit gutem Erfolg 
und hinterliess eine kleine Anzahl schätzbarer 
Bll. Er soll aus Rom in die Heimat zurückge- 
kehrt und daselbst gestorben sein; es wird aber 
nicht gesagt, wann und wo. Die Namenunter- 
schriften auf seinen Kupferstichen lauten sehr 
verschiedenartig: Bernard Baleu, de Baleu, de 
Bailliu, Baliu und Balliu. 
Von ihm gestochen: 
1] Der Heiland zwischen dem hl. Peter von Alcantara 
und der hl. Maria Magdalena de' Pazzi. Nach L. 
B a1 d i. F01. 
2] Der hl. Peter von Alcantara empfängt in seineri 
Zelle den Besuch der hl. J ungfrau und des Jesus-  
kindes, mit einer Begleitung von Engeln. Nach 
L. Baldi. Im Unterrande der Name des Hei- 
ligen (lateinisch), und die ebenfalls lateinische 
Dedikation des römischen Kunstverlegers G. G. 
de' Rossi an Franc. Mar. Phuabeo, Erzbischof von 
Tarsus. gr. F01.  Trefüiches B1. im Silberton 
und in O. Bloemaerifs Geschmack. 
3) Die hl. Maria Magdalena de" Pazzi kniet vor der 
hl. Jungfrau, die ihr in Engelbegleitung erscheint 
und den Schleier nmhängt. Nach L. Baldi. 
I0. Iacob. de Rubeis formis Rornae. Fol. 
4) Die fünf von Clemens X. am 12. April 1671 
kanonisirtexi Heiligen, in einer Reihe neben 
einander gestellt: der hl. Kajetan von Thiena, 
ein offenes Buch haltend; der hl. Franziskus 
Borgia, das hl. Sakrament zeigend; der hl. Phi- 
lippns Benizzi, eine blühende Lilie haltend; der 
hl. LudWig-Bertrand, mit einem Kruzilix, an 
dessen unterem Ende ein Flintenschaft mit 
Schloss und Hahn; die hl. Rosa de Santa Maria 
oder von Lima, das Jesnskind auf den Armen 
tragend. Nach Giro Ferri. 10. Iacob. de Rubeis 
formis Romae. gr. F01.  Hauptbl. 
5) Der hl. Ludwig-Bertrand, Dominikaner, knieend, 
betrachtet ein Kruzifix, an dessen unterem Ende 
ein Pistolenkolben mit Hahn und Pfanne ange- 
bracht ist; an seiner Seite zwei Jünglingsengel ; 
in der Luft vier Kinderengel und sieben Cheru- 
bim. Nach G. B. Gaulli. I0. laeobns de Rubeis 
formis Romae. gr. Fol. 
(i) Clemens X., Papst, Brustb. 3f4 links im ()va1_ 
Für: Eftlgies         Summorum Pontifloum 
et S. R. E. Cardinalium Defunctorum ab anno 
MDGLVIII. I0. Iacobus de Rubeis Formis Romae. 
kl. Fol. 
7] Vier Kardinalbildnisse für: Efügies      S. D. 
N. Innocentii P. P. XI. et RR. DD; S. R_ E_ 
Oardd. nunc viventium. [Edit a Ja. Jacobo de 
Rubeis. Romae  F01. 
a) Nieolaus Aeciajoli, Brustb. 3A rechts. 
Oval. 
b] Emanuel Theodosius Bouillon, Brnsu;._ 
 3f4 reehts. Oval. 
e) Petrus Basadonna, Brustb. 3[4 links. Nach 
G. Kneller. Oval. 
d) Vincentius-Maria Ursini, nachher Papst 
unter dem Namen Benedict XIIL, Brustb. 
3f4 links. Oval. 
8) Bruchstück einer Deckenverziernng mit Malereien 
und Stnkkaturen, im Zimmer der Venus im Pa- 
last des Großherzogs von Toskana zu Florenz. 
Nach P. Berrettini. I0. Iacob. de Rubeis for. 
mis Romae. gr. qn. F01. 
9] Wappen eines Kardinals; unten, links, Sitzt 
Minerva neben einem stehenden Genius, der ihr 
das Wappen zeigt. Nach G. A. Abrusca. Fol. 
Erwähnt bei Le B1. 12. 
s. Heir1ekeri,Dict.  Huber und Rost, VI_ 
148.  Le Blanc, Manuel, I. 131. 
13. Kolloff. 
Baillu (oder Bailly). E r n e s t J o s e p h 
B a i 1 lu, Maler, geb. 1753 zu Lille. Sein Vater, 
ein sehr mittelmässiger Künstler, liess sich 1761 
in Gent nieder; auf der dortigen Akademie 
machte B. seine ersten Studien und besuchte 
dann die Akademie in Antwerpen und die Ecole 
ules Beaux-Arts in Paris. Im J. 1777 kehrte er 
lnach Gent zurück, wo kurz zuvor (1773) (13,5 
künstlerische Gildenwesen durch ein Dekret der 
Kaiserin Maria Theresia, zunächst nicht zum 
Vortheil der Künstler, aufgehoben worden war. 
1761 wurde B. vom Genter Magistrat mit der 
Ausführung von 4 Bildnissen Kaiser Leopolds II. , 
des neuen Grafen von Flandern, beauftragt; zu 
derselben Zeit malte er das Porträt der Maria 
Christina von Oesterreich, Gemalin Albert Ca.- 
simir's von Saehsen-Teschen, Statthalters in den 
Niederlanden. An der ersten von der Genter
        

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