Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1605722
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Bäumchen 
Bagard. 
 
Bällmcheu. Joseph Bäumchen, Bild- ment des früheren Renaissancestils. Stuttgart 
hauer, geb. 1714 zu Düsseldorf. Nach einem 1355i 4.   
zwanzigjährigen Aufenthalt in St Pßtersburg, Verschiedne Aufsatze in der "Gewerbehalle: und 
wo er als Hofbildliauer in glänzenden Verhält- andfire" Ziltsiihrlfte"  
nissen lebte, kehrte er in seine Vaterstadt zu- Wadi  d" Kunsuefa  
riick, erhielt hier eine dürftige Stelle als Pro- A-  
fessor und war zuletzt hauptsächlich mit Holz- 13391111191; H e inrieh Bde um er, Bildhauer 
schnitzereien und Arbeiten in Papiermache be- geb. 1836 zu Warenberg in Westfalen. Vgni 
Sßlläftigt. 'l- 1789. Tischlerhandwerk, das er beim Vater erlernte, 
s. Filssli, Künstlerlex. II. wendete er sich im 19. J. der Kunst zu und ging 
i? zuerst zu einem Bildhauer nach Münster, bei dem 
Baeunier. Sop honias Wilhelm B a eii- er Heiligenbildei- in Holz schnitzte und in Stein 
mer, Baumeister in Wien, geb. 18. April 1829 arbeitete, später nach Dresden, wo er als Schüler 
in Ravensburg. Nachdem er das Polyteehnikum Wilhelm Schwenks eine künstlerischer-e Beschäf. 
in Stuttgart besucht und eine Zeit lang bei ver- tigung fand. Von einem Aufenthalt in Rom 
schiedenen würtembeigischen Baumeistern gear- Wieder nach Dresden zurückgekehrt, erhielt ei- 
beitet, ging er im J. 1854 nach Paris und trat in den Auftrag, eine überlebensgroße Statue S310- 
die Ecole des Beaux-Arts ein, wo er mehrere mdsfür dasMausoleum des verstorbenen Prinzen- 
Medaillen und Preise erhielt. Aus der Zeit Gemals von England, zu Frogmore bei Windsor; 
seiner Lehrerwirksamkcit am Stuttgarter Poly- zu fertigen. Auf der Dresdener Ausstellung 1372 
technikum, an das er 1858 berufen wurde, sind sah man von ihm die Büsten eines Fauns und 
namentlich die baugeschichtlichen Exkursionen einerBacchantin, auf derWienerWeltausstellung 
hervorzuheben, deren Resultate zum Theil in von 1873 eine marmorne Brunnentigur (Satyb 
hübschen, von seinen Schülern gezeichneten knabe). Gegenwärtig lebt B. in Dresden. 
Studienheftenveröifentlichtwurden. (Aufnahmen (T. Clauss, 
und Skizzen der Architektur-schule des k. Poly- Baeza. Matthias Bagza, spanischer 
technikums zu Stuttgart. Stuttgart 18119. Idol. Wagensehmiedin der ei-Steniiäifie 463115 Jahril 
Amhltektonlsehe Reiseskizzen aus Belglen- Schüler des Nicolas Bis, 1739 zum Waffenschmied 
gez. von Ad. Schill. Stuttgart 1869. F01.) Phiiippis V_ ernannt 
Mehrere literarische Arbeiten Baeumers (s. S Ed L af 01, g e Des am et des amstes e] F 
unten) erschienen zu derselben Zeit. Im Inter- 'pag'ne_ p. 303:  f d" 
esse des Kunstgewerbes war er in besonders  a kg 
vcrdienstl r  1'  :    (     
er im Verlfiiiemiirgfil.tlStizliioriindlie ääiiiiilti  Brfßßr- A] im BMCOP,  
der kunstvewerblichen Zeitschrift tGewerbe- Nahm geb' G" Nov 1804 zu Oassel lNordy G9" 
ö .   millde von ihm, großentlicils Genrebilder, wai-e 
hallen, von welcher schon 1810 in sechs Sprachen in den Pariser 9310m von 1831 bis 1848 a n 
20,000 Exemplare verbreitet wurden; im J. 1809 Stellt '  "S38" 
entstand durch sein Bemühen und unter seiner Ä   
Leitung die Kunstgewerbeschule in Stuttgart. s- Belheri Dmt 
 Zur Ausführung seines Entwurfs für den ü? 
Wiener Nordwestbahnhof, der bei der Konkur- Bag"erts' F 81' Bagaertsi P"ofessol' am 
renz den Preis erhalten hatte, siedelte B. 1870 Athemißum z" Antwerpeni "l 185L 
nach Wien über. Der Bau wurde 1873 beendigt      
und ist von ihm selbst in der Wiener Allg. Bau- von mm Mdnt 
Zeitung ausführlich beschrieben. Quelltfll MaSSY-i: Brllstlf- 3- 
In der Mehrzahl der ersten Stuttgarter Bauten Das emzlge BL des Melstem  
zeigte sich B. sehr entschieden von den Ein- w" Engehwwn- 
drücken seines Pariser Aufenthalts bestimmt; ßßgßril- Cäfflf Fßgard, frainlößlseher 
seine jetzige Richtunggehtinehr auf italienische Blldhauer' geil 2h März N99 .211 Namen lfla- 
Renaissance mit gräzisirenden Details, übrigens Selbst 179m emef. der Vofzughchsten lothrfng- 
immer noch hier und damit Anklängen an die wehen Kllnsäler JenßY Zelt; ET empfing Seinen 
alt- und neufranzösische Schule, mit welcher er ersten Ulfterrlcht V01? Jacqum mfd kam noclßlllüg 
durch eine glückliche Begabung für elegante nach {fangt WG 91' bel Gelegelfhelt der Verrllrilung 
Verhältnisse undlebhafte dekorative Wirkungen Ludwlgs Xiv- zur Dekoratlorluelnes Ilnumph- 
eine innere Verwandtschaft zeigt. bogens Zwel große Slatuen ausfuhrifiy Protz der 
verlockenden Anerbietungen des Konigs, der ihn 
Seine Schriften. an den Hof zu ziehen wünschte, kehrte er in seine 
   Heimat zurück. Seine zahlreichen Werke, unter 
Ü giäeiljhliälllgllfllllällsöijzgrlfnhEIUäBIiIÄZhBÜIÜitSSfaltISrD denen ein Kruzifix in der Kirche St Sebastie" 
im 16., 17., 18. und 1h. Jallrll. Stuttgart. 1862i in Naniy besFmers gfirühm? wmhi sind in der 
4; Revolutionszeit fast sammtlich zu Grunde ge- 
2) Das ehemalige Lnsthaus- in Stuttgart als Monu- Saugen-
        

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