Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Appiani [i. e. Andreas] - Domenico del Barbiere
Person:
Meyer, Julius Schmidt, Wilhelm Lücke, Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1600064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1605677
 
Baen 
Jälüälää 
E8911. 
25H 
mit Recht das Schicksal mancher anderer Hof- in der Anordnung, schwer und stumpf in der Fär- 
maler getheilt 1 er ist fast vergessen, seine Werke hung und kleinlich in der Durchführung. In seinen 
ungekannt, ungesehen. besseren Bildern kommt er einem W. Honthorst 
Gßb- am 20. Febr. 1633, kam er als Waise im und P. Nasen nahe, zuweilen auch den geringeren 
dritten JahrezuseinemOheimPiemanszuEmden, holländischen Nachfolgern van Dyck's, wie A. 
einem Landschafter im altertümlichen Stile, Hanneman. In seinen Bildnissen kleinen For- 
von dein er den ersten Unterricht erhielt. Nach 11131165 nähert er sich im besten Falle dem C. Net- 
Pieinans" Tode (1645) ging er zu Jakob Baeker scher, unter dessen Namen sie zuweilen gehen. 
nach Amsterdam, bei welchem er bis zu seinem s. H oubrakeii, De groote Schonburgh, ll. 303. 
15- J. blieb. Im J. 1660 zog er nach dem Haag,  C ainpo Weyerma n, De Levensbeschry" 
wo seine Bildnisse so außerordentlichen Beifall Vlllgen: 11- 325-  DeCamPS 7 La Vie des Pßill" 
fanden, dass sich sein Rnf bald auch nach den] tres etc. II. 471.  Fiorillo, (lesch. der z. 
Auslande verbreitete. Einer Einladung Karl's lI. äellgftelälr'lllä3nl_ B I Y a"  S m" l e Y: h" m e r" 
iblvend, 'n er auf der köni 1. Privafacht nach  '   
Enälandgiivf er die königl. Fsigmilie und] verschie- 1 h' mm Wesmmm und W' Bau 
dene Personen vom Hofe porträtirte. Im J. 1666 a) Von ihm ralllrl; 
warnen wieder im Haag und blieb fortan daselbst Brand des nalnhauses zu Am ter l    
ansassig. Seinem Riif als 'K.lll1SlZlGl' nnd vielleicht Bezeichnet: _l_ de Böen l-e_ in fiäf  
auch seiner liersonliehen Buehtigkcit verdankte Le Blanc, Manual, n ll8_ Nach du Angabe 
U13 dass er m der Malergllde der Stadt bis Zllm Phil. van der Kellen's kommt diese Radirurlg nur 
J. 1699 häufig die höchsten Aeiiitcr bekleidete, ohne Jahreszahl vor. (Die Undeutlichkeit des n 
dass er 1694 zum Kapitän der Sehützengilde (lwl; in Baen hat die irrtliümliche Lesart Baer ver- 
Qfanje-Vendgll ernannt wurde, dass die Höfe anlasst, die sich bei Basan (Dict. des graveurs, 
von England, Fmnkrelch, Brandenburg, Tnslmna l. 37) und bei Naglei-(Küiistlerlcx. l. 2'223) iindet. 
und die holländischen Städte wetteiferten, ihn zu (Gnmet) 
beschäfti en und mit Ehren und Gütern zu iiber-  
schütten 1667 liess die Stadt Dordrecht von ihm  b) Nach Ihm gestochen: 
ein großes Blldnlss von Comelln de Wlt als den 1) Die zur Schau gestellten Leichen von Jan und 
Sieger von Cliatam malen, welches (wie die de 2. Oinu fle W13?" Radirung w" R" Rfignian" 
Wit's selbst) ä Jahre später der Volkswuth zum iigtrtrjdnvlln diaLlliidfllhn;amlvgrodlger lmuaag, 
Orffer üelj Im J'_ 1672 liess ihn Ludwig XIV- bei 3) Porträt von Simon Simonideg.  H. Ba r y. 
seinem Einfalle in Holland auffordern, sein Por- 4) Porträt von Leo ab Aitzcma. J. de Baen pinx. 
trät zu malen, was er aber aus politischen Griin- I-l. Bai-y seulp. 1666. 
den ablehnte. Auch die Stellung eines Hofmalgrs 5) Porträt von Georg Friedrich, Prinz von Waldeck, 
und Direktors der Akademie zu Berlin, welche gest- V0" P- Vim G u" St- 
lhm Kurfürst Birlednlcll Wilhelm 1676 mit Glnmn  Portrilt von Jan de Bischop, gest. v. D. Coste r. 
Gehalte von 6066 fl. anbot, schlug er aus. Sehr I) fogntoztrl 33211136511?  Jnäe Bae" Pmx 
    Irn     7'   "S. 
flliläälg   1113331 Egrilfha" S) Joaii de Wit Raet Pensionaris van Holland etc. 
"  i: 31ml, Bruder von Gern. de W. Brustb. in Oval. 
von welchem noch zahlreiche Bildnisse von de Ajllooteling fecit. SUlJWEIIZk. Fol.(lVcss.49.) 
Baen's Handvorhanden sind. Für die Städte seiner Gegenst. zum vorigen Bl. 
Heimat malte er die Vorsteher der hohenAemter 9) Amalia, Prinzessin von Nassau. E. Quitte: 
und Korporationen: für den Haag (Die Magi- fßßit- Sßllirßrlk- Üval- F01- 
Stratsmitglieilcr, h. 3,25 br. 5,26 m" für 315i) ü), 10) Henr. Car. de 1a Trernouille, Fürst von Tarent. 
für Amg i; el-dnm l Lej den l E001. n_ Der grlistb. in Harnisch. Oval. P. Philippe so. 
Künstler, welcher bei den ranz aIISSBWÜWÖlIII- yo I    
liehen Preisen, die er für SGäIB Gemälden erhielt, H) lvllheltln lläivvg".Nassalborauiem Kumg v0" 
auf großem Fusse leben und Reichthüiner an- fjfffgn so 58 um von Oranleuh J" Holh 
sammeln kunnätä starb m seinem 70' J' im Haag, 12) {loan Maiirits, Priiis van Nassouw elc., Halbiig. 
WC 91' am S. Marz 1702 bestattet wurde. J. de Baen pinxc. Der Stechernainc scheint aus- 
Ausser den genannten vSehutter- und Regcn- getilgt zu sein. 4. (W. Schmidt.) 
tenstukkens besitzen die öffentlichen Galerien 13) Cßrll- 5011113611. J. F. Bodecker so. Schwarzk. 
Hollands (Amsterdam, Harag, Rotterdam) FOL 
noch verschiedene Bildnisse von des Künstlers Tlt. van Westrheene und W. Engelmamz. 
Hand: _In anderen GülGPIGIINiSClZ er selten (Selbst- Jak n bns de B an n, Sohn von Jan de Bann, 
Porimf 111 Dreßdßll, Porträt 111 Brüssel. 111911- geb. im März 1672 im Haag. Nach van Gool, 
reres im Alten Schloss zu Berli n u. S. f); 11m dem wir seine Biographie verdanken, soll er 
so hauiiger findet man ihn in kleineren Privat- solche Anlagen gehabt haben, dass er es schon 
Samlungen und im hunsthandel- ini 18. J. dem Vater, der ihn unterrichtete, in der 
Äälediulllfltllerlßffhen Qllalitatcn des Jan de Baen Klunst des Porträtirens gleich that. Im J  1688 
2:1] Zlfämdlfä. iering: ei istinder Regel charak- ging er nach England im Gefolge Wilhelm's 111., 
ä os in 1:1 uffassung, meist steif oder zopiig an dessen Hofe er viel beschäftigt ward. Späte;- 
eyer, Kuiistler-Lexikon. II. OS
        

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